Bitte nur Originale! Wie Billigkopien bei Möbeln für Ärger sorgen

24.09.2014 |  Von  |  Allgemein
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Bitte nur Originale! Wie Billigkopien bei Möbeln für Ärger sorgen
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Preiswerte Möbel sind nicht per se schlecht, und oftmals zwingt das knappe Budget des Familienhaushalts zu einer gewissen Sparsamkeit. Doch Billigware, oft aus Fernost, hat das Zeug dazu, das Frustpotenzial schon bald auf ein unangenehmes Level zu steigern.

Wer wackelige Stuhlbeine, schwergängige Schubladen und Ausleimungen schon nach wenigen Wochen in Kauf nehmen möchte, macht mit Billigmöbeln nicht viel falsch. Doch kaum jemand wird dies wollen, denn Möbelstücke sind schliesslich keine Wegwerfartikel, sondern Einrichtungsgegenstände, die für einen längeren Zeitraum in der Wohnung oder dem Haus verbleiben sollen – und das in intaktem Zustand! Insofern ist Achtsamkeit beim Kauf ein guter Berater.

Plagiate sind schon lange ein Thema

Noch ärgerlicher als fernöstliche Billigware sind Plagiate. Möbel, die als angeblich wertvolle Originalstücke zu scheinbaren Schnäppchenpreisen verkauft werden und sich im Nachhinein als wackelige Raubkopie erweisen.

Die Herstellung billiger Kopien hochpreisiger Möbelstücke war schon in den 1980er-Jahren ein Thema. Seinerzeit standen vor allem lederbezogene Freischwinger im Fokus der Plagiatoren. Diese stellten derartige Stühle aus minderwertigem Material her und verkauften die Exemplare zu einem Fünftel des Originalpreises. Zur Verärgerung der Traditionshersteller über diese Praxis kam schon bald der Frust der Kunden: Die Freischwinger hielten nicht lange durch und machten schon nach kurzer Zeit schlapp.

Eine Erscheinung, die sich bis heute gehalten hat, denn Billigkopien sind eben – billig. Und billig ist dabei nicht nur das verwendete Material, sondern vor allem auch die Verarbeitung. Wer hier für einen Bruchteil der Kosten produziert, die für ein derartiges Original eigentlich aufzuwenden wären, kann kaum Qualität abliefern.

Verboten und gefährlich

„Billig gekauft ist doppelt gekauft“ – diese alte Handelsweisheit sollte sich jeder vor Augen führen, der mit der Anschaffung gefälschter Möbelstücke liebäugelt. Zudem kommen möglicherweise steuer- und zollrechtliche Probleme auf den Käufer zu – insbesondere bei der Einfuhr von Plagiaten. Und schliesslich können derartige Raubkopien mitunter sogar gefährlich sein: Nicht selten werden bei Billigprodukten schadstoffbelastete Rohstoffe verwendet oder Grundregeln der Sicherheit unbeachtet gelassen. Vor allem bei Möbeln oder Einrichtungsgegenständen, die elektrotechnische Komponenten beinhalten, kann dies unter Umständen zu schweren Unfällen mit tödlichem Ausgang führen – vom zweifelhaften Arbeitsschutz in den Herstellerländern ganz zu schweigen.

Enttäuschung inbegriffen

Preiswerte Möbel haben ihre Berechtigung und stellen für viele Kunden eine wichtige Komponente im Warensortiment dar. Nicht jeder kann sich Luxus leisten, und im Grunde ist er in aller Regel ja auch entbehrlich. Wer dennoch ein exquisites Möbelstück in seinen eigenen vier Wänden haben möchte, sollte nur auf ein Original zurückgreifen.

Auch wenn die Versuchung gross ist, für kleines Geld die Nachbildung eines edlen Designerstücks zu bekommen, sollte jeder intelligente Kunde die Finger davon lassen. Denn die baldige Enttäuschung ist im Preis inbegriffen.

 

Oberstes Bild: © Sergey Karpov – Shutterstock.com

Über Christian Schreiber

Christian Schreiber ist seit mehr als 15 Jahren als Autor tätig und hat bereits für Verlage wie Rowohlt, die Verlagsgruppe Random House (Bertelsmann) sowie verschiedene Zeitungen gearbeitet.
Neben der Erstellung vielfältiger Sachtexte zu den unterschiedlichsten Themenfeldern befasst er sich insbesondere mit Rechts- und Finanzangelegenheiten und gibt Wohn- und Einrichtungstipps.


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