Büro- und Praxisräume gekonnt einrichten

16.12.2015 |  Von  |  Büro
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Die Gestaltung der Büro- und Praxisräume muss unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden. Während Mitarbeiter im Büro eine produktive Arbeitsatmosphäre neben Ruhe-Oasen brauchen, steht im Warteraum einer Arztpraxis der Patient im Mittelpunkt. Grundsätzlich gilt bei der Einrichtung: Sie sollte gut durchdacht und auf die Bedürfnisse der jeweiligen Nutzer angepasst sein.

Büros und Praxen sind in erster Linie funktionelle Arbeitsorte. Im Gegensatz zu Wohnräumen soll ihre Gestaltung vor allem zweckdienlich sein. Dennoch müssen sich die Nutzer dieser Räume darin wohlfühlen. Schliesslich kann niemand produktiv arbeiten, wenn er einen Acht-Stunden-Tag an einem lieblos eingerichteten und dunklen Ort, umgeben von Chaos, verbringen muss.

Und auch wenn Patienten eine Arztpraxis nur für eine kurze Zeit aufsuchen, soll das Warten für sie dort möglichst angenehm gestaltet werden. Hier gilt es, durch die Einrichtung einerseits ein gemütliches Ambiente und einen Rückzugsort für Patienten zu zaubern, damit sie möglichst nicht an die bevorstehende Untersuchung oder Behandlung denken müssen. Andererseits sollen Praxisräume einen hygienisch-sauberen und seriösen Eindruck vermitteln.

Raumplaner können nützlich sein

Ob Büro-, Praxis-, oder Zuhause: Vor dem Einrichten können kostenfreie Computerprogramme zur Raumplanung, wie der 3D-Online-Planer von Planungswelten, hilfreich sein. Einige Möbelhersteller bzw. -händler bieten eigene 3D-Raumplaner, die speziell auf ihre Produkte angepasst sind, online oder als App an. Durch das Ausprobieren in der virtuellen Umgebung bekommen die Nutzer der 3D-Planer einen guten Eindruck davon, ob die Möbelstücke und Accessoires zum Grundriss und zueinander passen.

Gute Lichtverhältnisse

Eines der wichtigsten Aspekte der Raumgestaltung ist die richtige Raumbeleuchtung. Denn das Licht wirkt sich unmittelbar auf unsere Leistungsfähigkeit aus und sorgt dafür, dass wir wach bleiben oder langsam aber sicher in einen Dämmerzustand fallen. Decken- und Schreibtischlampen sind im Büro essentiell. Im Wartezimmer sorgt eher dämmriges Licht von indirekten Quellen, wie Stehlampen für eine wohltuende, entspannte Atmosphäre.


Eines der wichtigsten Aspekte der Raumgestaltung ist die richtige Raumbeleuchtung. (Bild: © Vereshchagin Dmitry - shutterstock.com)

Eines der wichtigsten Aspekte der Raumgestaltung ist die richtige Raumbeleuchtung. (Bild: © Vereshchagin Dmitry – shutterstock.com)


Wirkungsvolle Wandgestaltung

Während im Arbeitsumfeld volle Konzentration gilt, kommt in einer Arztpraxis Ablenkung in Form von Monitoren und Bildern an der Wand, ausgefallenen Möbeln und anderer Deko gerade recht. Wichtig dabei ist, dass die Gesamteinrichtung harmonisch aufeinander abgestimmt ist und der Raum nicht chaotisch und überladen erscheint, sonst strahlt der Raum Unruhe aus und macht die Wartenden womöglich unnötig nervös.

Manche Firmen versuchen ihren Räumen durch Poster und Bilder mehr Individualität zu verleihen. Auch in Arztpraxen sitzen die Wartenden oft nervigen Werbebotschaften, eingerahmten Arzturkunden und kitschigen Gemälden gegenüber, die eher Unbehagen auslösen als echte Bewunderung.

Wer die Wände seiner Büro- oder Warteräume wirklich stilvoll schmücken will, sollte lieber in ein hochwertiges Bild investieren, das von seinem Motiv und seiner Farbgebung her zum Tätigkeitsfeld des Unternehmens oder der Fachrichtung des Arztes passt. So könnte der Anblick von expressionistisch-abstrakten Bildern in leuchtenden Rottönen für den Wartenden, der auf eine Blutabnahme wartet, qualvoll sein. Deshalb sollte man sich vor dem Kauf am besten fachlich beraten lassen.


In einer Arztpraxis kommt Ablenkung in Form von Monitoren und Bildern an der Wand, ausgefallenen Möbeln und anderer Deko gerade recht. (Bild: © avarand - shutterstock.com)

In einer Arztpraxis kommt Ablenkung in Form von Monitoren und Bildern an der Wand, ausgefallenen Möbeln und anderer Deko gerade recht. (Bild: © avarand – shutterstock.com)


Hochwertige Unikate der Fotokunst sowie fachkundige Unterstützung bei der Auswahl der passenden Kunst für professionell genutzte Räume findet man in Online-Galerien wie Lumas. Neben dem Online-Auftritt können Kunstinteressierte auch die zwei Schweizer Lumas-Filialen in Basel und Zürich vor Ort besuchen.

Die Farbauswahl sorgt massgeblich für die Stimmung in einem Raum. Frische, helle Farben heben die Laune, helfen beim Stressabbau und wirken sich positiv auf das Wohlbefinden aus. Im Gegensatz zu dunklen Farben, regen helle Töne die Konzentration an. Anstatt jedoch beim puren Weiss zu bleiben, das an einen Klinikaufenthalt erinnert, machen farbige Akzente das Praxisumfeld wohnlicher und lockern die Atmosphäre auf.

Man sollte bei einer Grundfarbe bleiben und nur einen schönen Blickfang als Akzent setzen. Das genügt. In Arztpraxen sind freundliche Farben besonders wichtig, damit beim Patienten kein beklemmendes Gefühl aufkommt. Holzoptik weckt im Allgemeinen Vertrauen beim Betrachter. Fernöstliche Motive als Bild an der Wand oder als Einrichtungsgegenstand symbolisieren Ruhe und Gelassenheit.

Ergonomische Möbel

Lange Arbeitstage erfordern bequeme, ergonomische Büromöbel, um die Gesundheit nicht zu ruinieren. Die Arbeitsplatzhöhe bei der Tätigkeit am Computer sollte richtig eingestellt sein. Bei einem perfekten Bürostuhl lassen sich die Armlehnen, die Sitzneigung- und Tiefe verstellen und die Sitzverkleidung ist atmungsaktiv. In besonders mitarbeiterfreundlichen Büros ist nicht nur der Stuhl, sondern auch die Schreibtischhöhe individuell an die Körpergrösse seines Besitzers anpassbar. Im Idealfall sollte sich der Schreibplatz im rechten Winkel zu einem Fenster befinden, um ausreichend natürliches Licht zu bekommen, aber nicht geblendet zu werden.



Auch in einer Praxis wollen die Patienten nicht mehr auf unbequemen Holzstühlen warten. Hier gilt es dem Einzelnen genug Freiraum zu geben und dabei gleichzeitig eine gemütliche Wohnzimmeratmosphäre zu schaffen. Es sollte jedoch bei all dem Entgegenkommen in Richtung Patientenkomfort nicht vergessen werden, ökonomisch zu denken. Eine Ledercouch, die sich leicht abwischen lässt, kommt in einer Praxis z. B. eher in Frage als ein Stoffsofa. Die Sitzmöglichkeiten dürfen generell weicher und nachgiebiger sein, als in Büros, da hier keine Konzentration gefordert ist, sondern es primär um Entspannung geht.

Fazit

Die Einrichtung von Büro- und Praxisräumen sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden, da von der Wahl der Möbel, der Beleuchtung und der Wandgestaltung abhängt, ob die Mitarbeiter dort ihrer Arbeit gern nachgehen und die Patienten sich wohl fühlen. Wer für die Raumgestaltung zuständig ist, darf sich also nicht auf seinen eigenen Geschmack allein verlassen.

 

Artikelbild: © LI CHAOSHU – shutterstock.com

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