Dachschräge als Manko? Nicht mit diesen Einrichtungstipps!

08.09.2014 |  Von  |  Allgemein
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Dachschräge als Manko? Nicht mit diesen Einrichtungstipps!
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Dachwohnungen sind im Regelfall ein wenig günstiger als vergleichbare Wohnungen unterhalb des Dachs, aber oberhalb des Erdgeschosses. Das liegt primär daran, dass die vorhandene Fläche durch das schräge Dach begrenzt wird, zugleich sind viele Dächer nicht zwingend ausreichend für den Sommer oder Winter gedämmt. Die Wohnung versprüht dennoch viel Charme, wenn die Schräge eher aktiv genutzt als verschleiert wird.

Dafür gilt es, einige Möbel passend auf die Dachschräge auszuwählen und zugleich die Räume so einzurichten, dass das schräge Dach wahlweise komplett verdeckt oder charmant hervorgehoben wird. Mieter sollten bei Dachschrägen zugleich immer noch einmal überprüfen, ob die angegebene Quadratmeterzahl im Mietvertrag tatsächlich ihre Richtigkeit hat.



Dem Himmel ein Stück näher – aber bitte richtig!

Die Miete berechnet sich bei Dachgeschosswohnungen, wie auch bei anderen Mieträumen, immer anhand der im Mietvertrag angegebenen Quadratmeterzahl. Während sich diese in einer herkömmlichen Wohnung im ersten oder zweiten Geschoss sehr einfach berechnen lässt, muss bei Dachschrägen eine andere Formel angewandt werden, da der Wohnraum unter der Schräge nicht komplett genutzt werden kann. Ist zwischen Boden und Schräge weniger als ein Meter Platz, darf diese Fläche überhaupt nicht auf die Wohnungsgrösse angerechnet werden. Alles zwischen einem und zwei Metern wird zu 50 % auf die Quadratmeter angerechnet – was über zwei Meter hinausgeht, wirkt sich nicht mehr reduzierend aus.

Balkon, Terrasse, Loggia & Co. dürfen mit Schrägen im Regelfall zu 25 %, in einigen Ausnahmen mit maximal 50 % berechnet werden. Mieter sollten sich also, wenn ein Umzug in eine Dachgeschosswohnung geplant ist, durchaus eine Stunde Zeit nehmen, um die angegebenen Quadratmeter nachzumessen und neu auszurechnen. Selbst wenn nur eine Handvoll Quadratmeter zu viel angegeben sind, ob aus Absicht oder Unwissenheit des Vermieters, kann das für den Mieter schon eine monatliche Ersparnis im zweistelligen Bereich oder mehr zur Folge haben.

Zur Einrichtung: Dachschrägen nutzen, inszenieren und charmant hervorheben



Regalsysteme sind echte Alleskönner unter Dachschrägen. Systeme, die aus verschiedenen Modulen bestehen, lassen sich in ihrer Anordnung relativ frei ausrichten. Das hat unter Dachschrägen den Vorteil, dass das Regal in seiner Höhe quasi zusammen mit der Schräge „mitwachsen“ kann. Die kleinen und flachen Module passen unter die geringste Höhe der Schräge, während grössere Module da aufgestellt werden können, wo die Dachschräge nach oben hin verläuft beziehungsweise in das gerade Dach übergeht. Auf diese Weise wird die eigentlich begrenzte Fläche völlig ausgenutzt und es entsteht kein unnötiger Freiraum – das wirkt geordnet und durchdacht.

Wunderbar sind auch Deckenstrahler und LED-Stripes zum Ausleuchten von Dachschrägen geeignet. Werden Lichter nicht geschickt platziert, gehört die Fläche unter der Schräge leider nahezu immer zu den dunkelsten Ecken im ganzen Raum. Das wirkt besonders im Wohnzimmer wenig einladend und zerstört ein Stück weit auch das wohnliche Flair.



Sinnvoller ist es also, diese eigentlich dunklen Flächen geschickt auszuleuchten. Deckenstrahler, die sich flexibel ausrichten lassen, können teilweise die Schräge anstrahlen. Für ein subtileres Licht eignen sich LED-Stripes, die an den Kanten der Schräge platziert werden. Sie werfen harmonische Schatten und hellen zugleich auf.

Helle Farben sind im Dachgeschoss immer eine gute Wahl. (Bild: Photographee.eu / Shutterstock.com)

Helle Farben sind im Dachgeschoss immer eine gute Wahl. (Bild: Photographee.eu / Shutterstock.com)

Helle Farben sind im Dachgeschoss immer eine gute Wahl, da sie die Räume heller und freundlicher wirken lassen. Weiss ist super, aber auch helle Holztöne in Naturoptik machen Eindruck. Beige oder ein freundliches Blau sind natürlich ebenfalls möglich. Möbelstücke aus Glas, zum Beispiel Couch- oder Klubtische, wirken ebenfalls sehr hell, wenn sie durch die Dachfenster mit Licht angestrahlt werden. Dunkles Parkett ist hingegen nicht zu empfehlen. Ist es schon vorhanden, sollten mit weissen Teppichen zumindest einige helle Akzente gesetzt werden. Diese machen den Staubsauger zwar nicht überflüssig, reduzieren aber die Frequenz, in der gesaugt werden muss, da sie viele Dachfusseln relativ unsichtbar an sich binden.



Wenn Einrichtungstipps nicht mehr ausreichen: die Dachschräge verschwinden lassen

Auch Mieter müssen eine Dachschräge nicht einfach hinnehmen, wenn sie sich daran täglich stören. Abhilfe können einige Holzpaneele aus dem Baumarkt schaffen, die gewissermassen als kurzfristige Einbauwand zwischen Raum und Schräge gezogen werden. So wird der steile Fall der Dachschräge erheblich entschärft, während die dunklen Ecken sogar völlig verschwinden. Ein offensichtlicher Nachteil besteht hier aber dennoch: Durch das Ziehen einer Einbauwand wird die effektive Raumgrösse natürlich verkleinert, da der Freiraum zwischen Schräge und Boden eben völlig verschwindet.

Aber auch dieser Effekt muss nicht einfach so hingenommen werden, denn wenn die neu gezogene Einbauwand praktisch bestückt wird, zum Beispiel mit schicken Fotos, einem kleinen eingearbeiteten Regal oder schönen Leuchten, gewinnt sie direkt einen neuen Nutzen hinzu. Unter diesen Bedingungen wird die ehemalige Dachschräge dann ganz schnell vergessen, da die neu gezogene Wand vielleicht sogar viel besser in den Raum passt. Bei einem Auszug und nachfolgender Wohnungsübergabe müssen die Paneele aber wieder entfernt werden – daran ist beim Einbau zu denken.



 

Oberstes Bild: © Artazum and Iriana Shiyan – Shutterstock.com


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