Das Ecksofa – Anschaffungstipps und Einrichtungsideen

26.11.2015 |  Von  |  Wohnzimmer
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Das Ecksofa – Anschaffungstipps und Einrichtungsideen
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Bei der Anschaffung eines neuen Sofas sind Komfort, Design und Funktion die entscheidenden Faktoren. Ecksofas in L- oder U-Form sind besonders beliebt, da sie sich dem Raum perfekt anpassen und auch ohne zusätzliche Sessel eine gemütliche Sitzecke bilden. Noch recht neu auf dem Markt, aber schon echte Dauerbrenner sind die riesigen XXL- oder Giant-Ecksofas.

Die meisten modernen Ecksofas sind ausserdem mit einer Schlaffunktion ausgestattet, d. h. sie lassen sich mit wenig Aufwand in ein Bett verwandeln. Die Eckform gibt dabei die Art der „Verwandlung“ vor: Entweder durch Ausziehen der längeren Seite oder Verschieben eines Teilstücks wird aus dem L oder U ein Rechteck. Je nach Grösse des Polstermöbels entsteht so ein bequemes Einzel- oder grosszügiges Doppelbett.

Ecksofas mit Federkern

Viele Ecksofas sind mit einem Federkern ausgestattet: Im Polster sind spiralförmige Sprungfedern integriert, die senkrecht zur Sitzfläche stehen und miteinander verbunden sind, so dass sich bei wechselnden Belastungen immer mehrere oder alle Federn gemeinsam bewegen. Für viele ist dieses Merkmal bei der Anschaffung ein wichtiges Entscheidungskriterium, da Federkernsofas nachgiebiger und flexibler sind und sich bei gleichzeitiger hoher Stabilität perfekt an die darauf Sitzenden oder Liegenden anpassen.

Es gibt unterschiedliche Arten von Federkernen. Als klassische Variante gilt der Zylinderfederkern, dessen einzelne Sprungfedern an den Enden durch Spiralen aneinander befestigt sind. Eine Fortführung und Verbesserung dieses Konzepts findet sich im sogenannten Bonellfederkern: Hier haben die Federköpfe eine grössere Oberfläche, und die zylindrischen Federn haben in der Mitte eine Taille. So können sie flexibler auf Belastungen reagieren. Die Elastizität der Feder hängt vom Belastungsdruck ab: Geringer Druck lässt die Feder nachgiebiger reagieren als hoher. Das hat zur Folge, dass die Sitzfläche eines Sofas mit Bonellfederkern weniger tief einsinkt, wenn sie mit grossem Gewicht (oder Schwung) belastet wird.

Die luxuriöseste Variante ist der Taschenfederkern. Er heisst so, weil jede einzelne Feder in einer kleinen Stofftasche untergebracht ist. Meist sind die Federtaschen dort, wo sie sich berühren, miteinander verklebt. Beim sogenannten Tonnentaschenfederkern haben die Federn eine bauchige Form, sind also in der Mitte dicker als an den Enden. Üblicherweise ist die Zahl der Federn bei einem Taschenfederkern höher als bei einem Zylinder- oder Bonellfederkern.


Ecksofas in L- oder U-Form sind besonders beliebt. (Bild: © Paul Vinten - shutterstock.com)

Ecksofas in L- oder U-Form sind besonders beliebt. (Bild: © Paul Vinten – shutterstock.com)


Auf die Sitz- bzw. Liegeeigenschaften des Ecksofas hat die schiere Zahl der Federn keinen nennenswerten Einfluss. Wissenswert ist aber, dass Taschenfederkerne eine sehr gute Punktelastizität aufweisen und weniger nachschwingen, weil die Federkraft durch die Einzelumhüllung gedämpft wird.

Ecksofas aus Schaumstoff

Eine Alternative zum Federkern ist die Schaumstoffpolsterung, die bei manchen Modellen zusätzlich mit einer stützenden Wellenunterfederung ausgestattet ist. Damit der Schaumstoff seine Form und Stabilität lange behält und sich in der Sitzfläche keine bleibenden Mulden oder Dellen bilden, sollte er eine gewisse Dichte mitbringen. Hier können sich Käufer direkt beim Besichtigen oder Probesitzen informieren und beraten lassen: Die Schaumstoffdichte wird bei Ecksofas immer angegeben, und zwar in Kilogramm pro Kubikmeter (kg/m3).

Ein hochwertiges Schaumstoff-Ecksofa sollte zumindest 30 kg/m3 mitbringen. Wer Rückenprobleme hat, sollte besonders auf eine feste Polsterung achten, da sie Rücken und Wirbelsäule optimal stützt. Auch bei erwarteten hohen Belastungen, etwa durch spielende Kinder oder häufigen Besuch von Gästen, die gern auch über Nacht bleiben, ist eine straffe und dichte Polsterung besser als eine zu lockere. Nicht zuletzt schätzen die meisten älteren Menschen ein Ecksofa, auf dem man stabil sitzen kann und in dessen Polstern man nicht versinkt, so dass auch das Aufstehen nicht schwieriger ist als nötig.


Die meisten älteren Menschen schätzen ein Ecksofa, auf dem man stabil sitzen kann. (Bild: © Photographee.eu - shutterstock.com)

Die meisten älteren Menschen schätzen ein Ecksofa, auf dem man stabil sitzen kann. (Bild: © Photographee.eu – shutterstock.com)


Polsterung und Polsterbezüge des neuen Ecksofas

Bei manchen Ecksofas aus der höheren Preisklasse lassen sich die Bezüge der Polsterung abnehmen und waschen. Wer sich in ein Ecksofa verliebt hat, bei dem das nicht der Fall ist, sollte zumindest darauf achten, dass der Polsterbezug abwaschbar und pflegeleicht ist. Eine Kategorie für sich bilden Ledersofas, die es natürlich ebenfalls in klassischer Eckform oder als Giant-Ecksofa gibt. Sowohl echtes Leder als auch Kunstleder muss, um schön und geschmeidig zu bleiben, mit speziellen Reinigungs- und Pflegemitteln behandelt werden.

Neben der Grundform eines Ecksofas entscheiden Farben und Muster der Bezüge darüber, ob das Sofa perfekt zum Einrichtungsstil passt. Auch hier punkten Modelle mit abnehmbaren Bezügen, da sie dem Besitzer erlauben, das Design ganz nach Wunsch zu verändern. Durch die Ausstattung mit einem anderen Stoff lässt sich der Stil grundlegend verändern – zum Beispiel von einem unifarbenen Loungemöbel zu einem romantischen Ecksofa im Landhausstil mit mediterranem Streifen- oder verspielten Blümchenmuster.

Um das Ecksofa schnell zu verändern, eignen sich auch eine Tagesdecke oder eine sogenannte Housse. Dieser spezielle Überwurf ist perfekt an Form und Grösse des Sofas angepasst. Houssen gibt es in den unterschiedlichsten Materialien, Stoffen und Preisklassen. Viele Sofabesitzer nutzen sie nicht nur zum Abstimmen der Optik, sondern verhindern damit auch eine zu rasche Verschmutzung oder Abnutzung der Originalbezüge.


Um das Ecksofa zu schützen, eignen sich auch eine Tagesdecke oder eine Housse. (Bild: © Anna Hoychuk - shutterstock.com)

Um das Ecksofa zu schützen, eignen sich auch eine Tagesdecke oder eine Housse. (Bild: © Anna Hoychuk – shutterstock.com)


Rahmen und Verarbeitung des Ecksofas

Die klassischen Rahmenmaterialien bei Ecksofas sind Metall und Holz. Metallrahmen wirken modern und meist kühler als Holzrahmen. Zudem haben sie von Natur aus eine schier unbegrenzte Lebenserwartung. Aber auch Holz ist sehr stabil und langlebig. Freunde des nachwachsenden Naturrohstoffs schätzen am Holz ausserdem sein lebendiges Flair, seinen Duft und das gesunde Wohlfühlklima, das es im Raum verbreitet. So sind die meisten Ecksofas im naturnahen Landhausstil mit hölzernen Rahmen ausgestattet.

Bei Vergleich und Auswahl der verbauten Materialien sollte man auch auf eventuelle Schadstoffe achten. Bei unbehandelten Massivholz- und Metallteilen ist man dabei auf der sicheren Seite, doch bei den Polstermaterialien und Bezügen lohnt sich der kritische Blick auf Herkunfts- und Verarbeitungsland sowie die enthaltene Stoffe.



Manche Textilien oder Imprägnierungen haben einen bestimmten Eigengeruch, der vor allem auffällt, so lange das Sofa noch neu ist. Meist verschwindet er schon nach kurzer Nutzungszeit. Ein deutlich wahrnehmbarer Geruch (z. B. „nach neuem Sofa“) ist noch lange kein Hinweis auf Schadstoffe, doch der Geruch sollte keineswegs als unangenehm empfunden werden – denn schliesslich ist das Ecksofa vor allem ein Komfortmöbel, auf dem die meisten Sofabesitzer sehr gern einen guten Teil ihrer Familien- und Lebenszeit verbringen.

Fazit

Das Ecksofa ist ein Klassiker, der sich auch wunderbar variieren lässt. Momentan liegen beispielsweise riesige Giant-Ecksofas im Trend, auf denen es sich die ganze Familie gemütlich machen kann. Bei der Anschaffung sind viele Kriterien zu beachten. Doch darüber sollte man nie vergessen, vor der endgültigen Bestellung das Zimmer und auch das Treppenhaus auszumessen, damit das neue Ecksofa beim Transport nicht den Rahmen sprengt.

 

Artikelbild: © Antoha713 – shutterstock.com

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