Der Wintergarten – zusätzlicher Wohnraum mit klassischer Einrichtung

30.03.2014 |  Von  |  Garten
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Der Wintergarten – zusätzlicher Wohnraum mit klassischer Einrichtung
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Der Wintergarten ist an vielen Schweizer Häusern eine logische Ergänzung, denn er bringt ein Gefühl von Naturverbundenheit, Eleganz und Gelassenheit in das Eigenheim. Zudem birgt er für Passanten und Nachbarn einen ästhetischen Blickfang.

Die meisten Wintergärten sind komplett aus Glas gefertigt, weshalb sie in Sommermonaten und zur kalten Jahreszeit gleichermassen einen ungehinderten Blick auf den eigenen Garten beziehungsweise das Grundstück zulassen. Der Vorteil der guten Sicht hat mittlerweile viele Architekten dazu inspiriert, auch in klassischen Wohnungen einen kleinen Wintergarten anzubringen. Dieser kann ergänzend zum Balkon oder als Ersatz dafür genutzt werden.

Die Einrichtung gibt den Ton an

Aufgrund der eleganten und natürlichen Wirkung werden im Wintergarten vor allem Holzmöbel bevorzugt. Klassische Farbnuancen sind verschiedene Brauntöne, die durch die gläserne Front konsequent vom Lichteinfall profitieren und den Wintergarten damit in ein elegantes Gesamtbild hüllen. Noch bevor die ersten Möbelstücke angeschafft werden, sollten Überlegungen stattfinden, wie genau der Wintergarten genutzt wird.

Sogenannte Kaltwintergärten werden nur im Frühling und Sommer genutzt, da in diesen keine zusätzliche Heizung eingebaut wird. Durch die Glasfassade kühlen sie schnell aus, sparen jedoch im Winter Energie, da es sich meist nicht lohnt, den ganzen Wintergarten für einige Stunden in der Woche aufzuheizen. Werden Heizkörper verbaut, bleibt der Anbau das gesamte Jahr über nutzbar. Verbaute Fenster sorgen dafür, dass der Anbau gut durchgelüftet werden kann, um die Luftfeuchtigkeit einigermassen zu regulieren. Diese liegt im Normalfall über der Feuchtigkeit in Wohnräumen, da das Glas die Feuchtigkeit in den Innenbereich abgibt und die Wintergärten zumeist geschlossen angebaut sind.

Mobiliar aus Holz ist hierfür gut geeignet. Ein grosser, geräumiger Tisch kann zum Arbeiten im Eigenheim genutzt werden. Die Möbelstücke lassen sich relativ einfach reinigen und sind gegenüber der hohen Luftfeuchtigkeit nicht zu anfällig. Zudem schadet ihnen in unbeheizten Wintergärten die Kälte nicht.

Bietet der Wintergarten nur wenig Wohnfläche, können sogar Bartische zweckentfremdet werden. Diese kleinen und recht hohen Tische passen perfekt in kleinere Wintergärten, lassen sich bei Notwendigkeit umstellen und können dennoch Accessoires und andere kleine Utensilien beherbergen. Als Sitzgelegenheit sollten in Wintergärten Stühle oder Sessel in bequemer Ausführung und mit natürlicher Optik gewählt werden. Ein Sofa wirkt im Wintergarten hingegen meist erschlagend. Zudem kann dieses in der kalten Jahreszeit nicht so einfach weggeräumt werden, falls der Wintergarten nicht beheizt wird.

Auch Metall und Kunststoff sind eine gute Wahl

Aufgrund der Glasfassade dringen üblicherweise viele Sonnenstrahlen in den Wintergarten – das ist selbstverständlich auch so gewollt. Damit die Einrichtung nicht zu stark darunter leiden muss, sind Möbel aus Metall und Kunststoff ebenfalls eine exzellente Wahl. Metall kann auch bei starker Sonneneinstrahlung nicht ausbleichen, zu viele metallene Stellen reflektieren womöglich aber zu stark die Sonne, was in bestimmten Positionen im Wintergarten störend wirken könnte.

Kunststoff hat diesen Nachteil nicht. Zudem sind auch diese Möbel sehr resistent gegenüber Hitze und Feuchtigkeit. Damit die Möbelstücke jedoch wirklich langfristig, idealerweise mehrere Jahre, genutzt werden können, ist eine Beheizung empfehlenswert. Kühlt der Wintergarten zu stark ab und wird im Winter womöglich gar nicht genutzt, sollten die Möbelstücke idealerweise in einen Abstellraum untergebracht werden. Hier zeigen sich die Vorteile von leichten, einfach zu verrückenden Einrichtungsgegenständen.

Aufgrund des starken Lichteinfalls sollte auf zusätzliche Spiegel verzichtet werden, die den Raum im Sommer nur noch stärker aufhellen und aufheizen würden. Perfekt geeignet sind jedoch Hocker, da sich diese ebenfalls einfach verrücken lassen und zudem eine zusätzliche Sitzgelegenheit schaffen, wenn im Wintergarten entspannt ein Buch gelesen oder gemeinsam gearbeitet wird. 

Wintergarten

Pflanzen für Ihr Wintergarten. (Bild: Klaus Rose / Fotolia.com)

Bei der Wahl der Accessoires sollten Besitzer eines Wintergartens auf viele Pflanzen vertrauen. Der zusätzliche Wohnraum trägt den Beinamen „Garten“ schliesslich nicht umsonst, eine natürliche Ausstattung mit Topfpflanzen sorgt ausserdem für eine angenehme Sauerstoffzufuhr. Der Tisch kann mit einer Tischlampe ausgestattet werden. Diese sorgt am Abend für die notwendige Beleuchtung, erhellt den Raum aber nicht so stark, dass auch Nachbarn zwei Strassen weiter noch durch die Glasfassade schauen können. Werden Vorhänge genutzt, ergibt sich dieses Problem nicht; dann können auch Decken- und grössere Stehlampen genutzt werden.

Das Know-how der Profis nutzen

Für einige Tipps zum Wintergarten sollte man sich in der Tat auch auf den Fachmann verlassen. Hochwertiges Glas sorgt dafür, dass der Wintergarten im Sommer nicht zu stark aufheizt und im Winter kein ständiger Durchzug entsteht. Auch lohnt es sich nicht immer, die Decke ebenfalls aus Glas zu gestalten. Scheint die starke Mittags- und Nachmittagssonne durchs Dach, kann das schnell ungemütlich, zu warm und zu stickig werden. Architekten und Experten wissen anhand der Ausrichtung des Hauses, welcher Wintergarten sich am ehesten lohnt und wie dieser zur vollen Zufriedenheit genutzt werden kann.

 

Oberstes Bild: © david hughes / Fotolia.com



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