Eine kleine Kunde der Einrichtungsstile

29.09.2014 |  Von  |  Allgemein
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Unser Zuhause sagt eine Menge über uns aus: Es ist wie eine Visitenkarte und erzählt eine Menge über unseren Geschmack sowie unsere Vorlieben. Doch es gibt so viele verschiedene Einrichtungsstile, dass man leicht den Überblick verlieren kann.

Gerade dann, wenn man seine Wohnung neu einrichten möchte, stellen sich viele Fragen. Welcher Einrichtungsstil passt zu mir? Soll alles einheitlich sein oder können geschickte Stilbrüche das Gesamtkonzept abrunden? Und welche Stile gibt es überhaupt? Wir geben einen kleinen Überblick über die beliebtesten und angesagtesten Einrichtungsstile von modern über skandinavisch bis hin zu Shabby Chic!



Der Kolonialstil – elegant und edel

Architektonisch bezieht sich der Kolonialstil auf die Prachtbauten, welche die Europäer während der Kolonialzeit in Amerika schufen. Im Interieur-Design bedeutet das: schwere, dunkle Hölzer und elegante Dekorationen mit Naturmaterialien wie Leinen oder Leder.

Holzmöbel im Kolonialstil werden meist aus exotischen und hochpreisigen Hölzern wie Mahagoni, Teak oder Palisander gefertigt, die durch eine besondere dunkle Beize zu ihrer tiefen, satten Farbe gelangen. Dazu passen elegante Ledermöbel wie schwere Chesterfield-Couchen. Damit der Raum allerdings nicht zu dunkel wirkt, sollten Dekorationsobjekte wie Kissen oder Vorhänge in hellen Tönen gewählt werden, um eine harmonische Balance im Raum zu schaffen. Ganz besonders schön sehen übrigens Bibliotheken oder Lesezimmer im Kolonialstil aus!

Skandinavischer Einrichtungsstil – klare Linien und puristische Formen



Wer es gerne praktisch und schnörkellos mag, wird den skandinavischen Stil lieben, denn hier gilt oft „Weniger ist mehr“. Die Möbel werden in der Regel aus hellen Hölzern wie Birke oder Fichte gefertigt und lassen die Räume dadurch freundlich und gemütlich wirken.

Angelehnt an den architektonischen Bauhaus-Stil setzt man hier auf Funktion vor der Form. Durch knallige Kontrastfarben, zum Beispiel bei der Couch oder auch bei Accessoires wie Kissen oder Porzellan, wird der Stil unterstrichen. Als einer der „Urväter“ des skandinavischen Einrichtungsstils gilt Carl Malmsten, der 1888 in Stockholm geboren wurde. Auch heute noch gilt Stockholm als ein Mekka für Fans von Möbeln dieses Stils.

Der Retro-Stil. (Bild: Elena Elisseeva / Shutterstock.com)

Der Retro-Stil. (Bild: Elena Elisseeva / Shutterstock.com)

Der Retro-Stil – inspiriert durch die 50er-Jahre

Wie auch in der Mode, gibt es bei Möbeln immer wieder Revivals eigentlich schon alter Einrichtungsstile. Dank des Erfolgs von Serien wie „Mad Men“ sind es diesmal die 50er- und 60er-Jahre, die wieder voll im Kommen sind.

Möbel im Retro-Stil zeichnen sich vor allem durch ihre aussergewöhnlichen Formen und die mutigen Designs aus. Wer kennt nicht den berühmten Nierentisch oder den bequemen Cocktailsessel mit auffälligem grafischen Print? Wichtig beim Retro-Stil ist nicht, originale Stücke von damals auszustellen, sondern sie neu zu interpretieren. Deshalb findet sich in den meisten Möbelhäusern mittlerweile eine schöne Auswahl an aktuellen Designs, die sich an den Möbeln von damals orientieren.

Shabby Chic – Alt und Neu kunterbunt gemixt

Wohl kaum ein Einrichtungsstil hat in den letzten Jahren für so viel Furore gesorgt wie Shabby Chic. Das bedeutet auf Schweizerdeutsch so viel wie „schäbiger Chic“ – auch wenn der Name eigentlich ein wenig irreführend ist. Beim Shabby Chic kombiniert man alte Möbelstücke (die richtig abgenutzt aussehen dürfen, inklusive abgeplatzten Lacks & Co.) mit neuen Teilen. Weiss und zarte Pastelltöne sind die vorherrschenden Farben, und beim Design wird viel auf Romantik – zum Beispiel durch niedliche Blümchenmuster – gesetzt.
Der Grund, warum dieser Trend so eingeschlagen ist, liegt darin, dass man Shabby Chic mit nur wenigen Materialien auch selbst erstellen kann. Mit der Hilfe einer Freundin kann man zum Beispiel bei einer Shabby-Chic-Party alten Schränken einen völlig neu-alten Look verpassen.

Der maritime Einrichtungsstil – Wohlfühlen ahoi!



Sie haben Fernweh und sehnen sich nach dem Meer? Dann holen Sie es sich mit dem maritimen Einrichtungsstil doch einfach zu sich nach Hause! Um Ihre Wohnung in diesem Stil einzurichten, reichen oft schon Kleinigkeiten. Möbel aus Bootsholz zum Beispiel oder Kissen mit einem aufgestickten Anker verwandeln Ihr Zuhause im Nu in eine Ferienoase. Klassischerweise sind die Farben des maritimen Stils Weiss, Navyblau und Rot, aber auch Gold und blank poliertes Messing passen perfekt dazu.



Wer es etwas verspielter möchte, setzt auf Deko-Elemente wie Muscheln und Treibholzschilder, die durch die leichte Verwitterung besonders charmant wirken. Auch draussen kann man den maritimen Look einfach umsetzen: Statt langweiliger Markise für den Sonnenschutz einfach ein Sonnensegel aus festem Canvas-Leinenstoff nutzen und schon fühlt man sich wie am Strand auf Sylt.

Der moderne Einrichtungsstil – ein Mix verschiedener Richtungen

Natürlich ist es schwierig, ein Einrichtungskonzept konsequent und ausschliesslich zu realisieren. Darum gibt es einen eigenen Stil für all jene Menschen, die sich das Beste aus den verschiedenen Stilrichtungen zusammenstellen möchten. Der moderne Stil kombiniert Vintage, Shabby Chic mit Retro und skandinavischen Stücken. Wichtig ist dabei hauptsächlich die Harmonie, die dadurch geschaffen wird.

Aber damit nicht genug: Wer den modernen Stil bevorzugt, legt zudem auch Wert auf Nachhaltigkeit und wiederverwendete Materialien. Da kann aus dem alten Kaffeesack ein hübsches Kissen werden, oder aus der Europalette ein Bett. Erlaubt ist bei diesem Stil wahrlich, was gefällt – und man kann allen Dingen seinen eigenen Stempel aufdrücken. Ihren ganz eigenen Einrichtungsstil!



 

Oberstes Bild: © Olivier Le Queinec – Shutterstock.com


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