Einrichtungsregeln für grosse Räume und niedrige Decken

09.10.2014 |  Von  |  Allgemein
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Einrichtungsregeln für grosse Räume und niedrige Decken
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Grosse Räume laden dazu ein, sich bei der Einrichtung richtig auszutoben. In der Praxis kann das gut funktionieren, solange einzelne Zimmer dann nicht zu überfüllt wirken. Haben die grossen Räume zwar viel Fläche, dafür aber niedrige Decken, passiert das schneller als oftmals angenommen.

Einige allgemeine Einrichtungsregeln zu befolgen, bewahrt Sie vor „falschen“ Möbeln oder einer erstickenden Einrichtung. Wichtig ist immer, die richtigen Möbelstücke zu wählen und zugleich auf die gesamte Struktur vom jeweiligen Raum zu achten. So können Sie die Grösse komplett ausnutzen, direkt noch Stauraum kreieren und zugleich das eigentliche Manko, die niedrigen Decken, geschickt übertünchen.



Die Einrichtung muss den Dimensionen des Raumes entsprechen

Das ist bei grossen Räumen stets die wichtigste Grundregel, anderenfalls wirken diese kahl, kühl und nur wenig einladend. Ein Zimmer mit viel Fläche benötigt daher Möbelstücke, die diese Fläche auch geschickt ausnutzen, sprich: Möbel, die relativ gross sind! Klasse sind hierfür XXL-Sofas geeignet, die sogar als Schlafgelegenheit dienen können, wenn einmal kurzfristig Gäste zu Besuch kommen. Auch geräumige Sessel und lange Tafeln, die beim Abendessen problemlos bis zu acht Personen beherbergen können, sind super geeignet.

Die Wände sollten nach Möglichkeit mit schicken Bildern geschmückt werden. Dabei ist aber erneut an die Höhe der Räume zu denken. Ein Bild, was vom Boden bis kurz unter die Decke reicht, könnte selbst bei grossen Flächen erdrückend wirken. Daher sollte ein Kompromiss gesucht werden, bei dem die Höhe kein Nachteil ist. Möglich ist das beispielsweise mit Bildern, die eher in die Breite als in die Höhe gehen. Ein trendiges Element hierfür sind Bilderreihen, die sich aus mehreren Bildern zusammensetzen, welche jeweils einen kleinen Abstand zueinander haben.

Auch schöne Leuchten an der Wand sind ein schickes Element, das bei niedrigen Decken für Behaglichkeit sorgt. Die Lampen werden idealerweise mit weiterer Dekoration kombiniert. Das hat bei grossen Flächen den Vorteil, dass eine Art roter Faden kreiert wird, der den Blick optisch lenkt und dafür sorgt, dass der Raum nicht leer oder kahl wirkt. Als Deko empfehlen sich Accessoires, die direkt auf dem Boden platziert werden, beispielsweise Zimmerpflanzen, Bücher oder grössere Vasen. Auf diese Weise nehmen die Accessoires nicht zu viel von der Höhe weg, füllen den Raum aber dennoch optisch auf.





Beim Einrichten von grossen Räumen spielen Accessoires und Wandfarbe eine wichtige Rolle. (Bild: Ppa / Shutterstock.com)

Beim Einrichten von grossen Räumen spielen Accessoires und Wandfarbe eine wichtige Rolle. (Bild: Ppa / Shutterstock.com)




Gemeinsamkeiten erschaffen und separate Inseln kreieren

Über Materialien, Farbe und Stilverwandtschaft können Sie in grossen Räumen ebenfalls einen roten Faden erschaffen. Erst auf diese Weise ergibt sich ein harmonisches Bild, welches dann wiederum für Wohnlichkeit sorgt. Idealerweise achten Sie deshalb beim Streichen der Wände schon auf den Boden und mögliche Möbelstücke, die Sie bereits zum Kauf ins Auge gefasst haben. Gerade in grossen Räumen ist Farb- und Materialverwandtschaft wichtig, da der Blick oftmals nicht den gesamten Raum auf einmal erfassen kann. Entsteht kein roter Faden, wirkt der Raum ungeordnet und durcheinander.

Separate Wohninseln, besonders im geräumigen Wohnzimmer, können bei einer Unterteilung eines Raumes helfen. Wenn die Küche in offener Form im Wohnzimmer integriert ist, ist eine Unterteilung sogar Pflicht. Nur so lässt sich der Essbereich samt Küche auch optisch vom Rest der Wohnung trennen. Hier helfen verschiedene Teppiche, die stilistisch zwar verwandt, aber doch ein wenig anders sind. Auch Bodenbeläge und unterschiedliche Muster in der Deko können helfen, den Essbereich vom Wohnbereich deutlicher abzutrennen. Das sollte nicht zu durcheinander wirken, aber immer noch eine klare Grenze ziehen.

Helle Farben passen wunderbar in flächenstarke und doch niedrige Räume, da diese Farben Räume zwar auffüllen, aber eben nicht zur Decke hin „verstopfen“. Auf grosse Schrankwände sollte in jedem Fall verzichtet werden, gerade da in grossen Räumen die Höhe kein entscheidender Faktor ist. Setzen Sie daher lieber auf einen Schrank, der nicht übermässig hoch ist, sondern mehr in die Breite geht. So verlieren Sie keinen Stauraum, nutzen die Gegebenheiten Ihres Raumes aber geschickt aus.



Stimmungsvolle Wandfarben wählen

Wände spielen in niedrigen Räumen eine entscheidende Rolle. Anders als häufig angenommen, sind Muster keinesfalls ein völliges Tabu. Während Längsstreifen auf der Kleidung schlank machen, haben sie den gleichen Effekt auch in der Wohnung – sie lassen diese höher und somit „schlanker“ wirken. Die Decke sollte immer mit einfarbigen Wandfarben ausgestattet werden, am besten in sehr hellen Farbtönen. Ist die Decke zu stark gemustert oder sehr dunkel, wirkt diese noch niedriger, als sie ohnehin schon ist. Weisse Decken sind daher Alleskönner, die zwar nicht aussergewöhnlich, in diesen Zimmern aber effizient sind.

Die Seitenwände können durchaus in anderen, auch hellen Farben bestückt werden. Wird auf ein Muster verzichtet, empfiehlt sich beispielsweise ein helles Blau, ein sanftes Grün oder Töne wie Beige, Weiss, Gelb oder sogar Orange. Achten Sie darauf, dass Sie bei der Wahl der Farbe nicht die Einrichtung vergessen. Es gilt immer auf die Grösse des Raumes UND auf das Mobiliar einzugehen!




 

Oberstes Bild: © Toncsi – Shutterstock.com


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