Gastfreundschaft beginnt an der Wohnungstür

27.03.2016 |  Von  |  Allgemein
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Was gibt es Schöneres als einen gemütlichen Abend in geselliger Runde? Wer oft und gerne Gäste empfängt, ist bestrebt, alles zu tun, damit sich der Besuch auch wohlfühlt. Dazu gehören eine nette Begrüssung, eine gute Bewirtung, aber auch eine gastfreundliche Einrichtung.

Die eigene Wohnung so einzurichten, dass Besucher sich willkommen wissen, ist gar nicht so schwer. Oft sind es Kleinigkeiten, die beachtet werden sollten, damit Gäste gerne wiederkommen.

Netter Türschmuck

Der erste Eindruck beim Eintreffen entsteht an der Wohnungstür. Unbedingt sollte darauf geachtet werden, dass Gäste, die zum ersten Mal zu Besuch kommen, den Eingang so leicht wie möglich finden. Verwaschene Schilder am Klingelbrett sind hierfür nicht geeignet. Ein Namensschild mit eindeutig zuordenbarem Klingelknopf gibt dem Gast Sicherheit und ist eine Garantie dafür, dass dem Ankömmling die Angst, versehentlich beim unbekannten Nachbarn zu klingeln, erspart bleibt.

Auch ein nettes Blumenarrangement auf der Treppe oder ein reizender Türschmuck wie beispielsweise ein mit Naturmaterialien gezierter Bastkranz oder auch ein „Herzlich willkommen“-Schildchen sorgen schon vorm Betreten der Wohnung für ein Gefühl von Geborgenheit. Eine Fussmatte mit entsprechendem Schriftzug erfüllt den gleichen Zweck.

Ein Schuhregal sorgt für Ordnung

Gästen frühzeitig zu signalisieren, ob Sie mit Strassenschuhen den Wohnbereich betreten oder diese lieber ausziehen sollen, hat sich bewährt. Mancherorts werden Schuhe und Stiefel direkt vor der Wohnungstür ausgezogen und gelagert. Ein hübsches Schuhregal sorgt hier für Ordnung und der Gast sieht auf den ersten Blick, dass es hier Sitte ist, die Schuhe vor dem Betreten der Wohnung auszuziehen.

Für die Garderobe der eingeladenen Gäste sollten Kleiderhaken und idealerweise auch Kleiderbügel zur Verfügung stehen, um Jacken und Mäntel im Eingangsbereich unterzubringen. Ein Spiegel, um die vom Herbstwind zerzauste Frisur oder das Make-up noch einmal zu richten, wird – vor allem von weiblichen Besuchern – gerne in Anspruch genommen.

Bequem sitzen

Bequeme Stühle und Sofas sorgen dafür, dass jeder angenehm sitzen kann. Sehr geeignet sind dafür beispielsweise breite Loungesessel. Sie kommen zumeist auf Drehkreuzen daher und laden Bewohner wie Gäste gleichermassen dazu ein, es sich auf ihnen gemütlich zu machen. Junge Leute verweilen gerne auf voluminösen, weichen Polstermöbeln, worauf es sich mit angezogenen Beinen sehr bequem sitzen lässt.

Ältere Menschen hingegen brauchen eine möglichst nicht allzu weiche und vor allem ausreichend hohe Sitzfläche. 45 Zentimeter und mehr werden oft als angenehm empfunden. Wichtig ist hier auch eine kurze Sitztiefe. So können sie sich angenehm zurücklehnen und später problemlos wieder aufstehen. Holzstühle sollten stets mit einer gepolsterten Auflage ausgestattet werden, damit das Sitzen nicht schmerzhaft wird. Auch eine Decke, die bei Bedarf über die Beine gelegt wird, ist bei älteren Leuten in der Regel willkommen, da diese leichter frieren als junge Menschen.

Ein prima Tipp ist auch die Bereitstellung elektrischer Fusswärmer. Diese praktischen Geräte sind im Regelfall so geformt, dass beide Füsse gleichzeitig hineingesteckt werden können. Dank dieser kuscheligen Aufmerksamkeit wollen Oma und Opa ganz bestimmt nur ungern wieder gehen …


Oft sind es Kleinigkeiten, die beachtet werden sollten, damit die Wohnung gastfreundlich wird und Besucher gerne wiederkommen. (Bild: Tr1sha / Shutterstock.com)

Oft sind es Kleinigkeiten, die beachtet werden sollten, damit die Wohnung gastfreundlich wird und Besucher gerne wiederkommen. (Bild: Tr1sha / Shutterstock.com)


Farbe und Beleuchtung

Eine Einrichtung in warmen Farben wirkt immer freundlich. Die Beleuchtung sollte dem Anlass angemessen sein. Für einen gemeinsamen Spiele-Abend ist eine Ausleuchtung des Tisches, an dem gespielt werden soll, nicht unwichtig. Und um gemeinsam Ferienfotos anzusehen, bedarf es einer praktischen Leseleuchte.

Genügt zum Schwelgen in Erinnerungen bei einem guten Glas Wein durchaus das Licht einiger Kerzen, wäre für Gespräche mit dem Versicherungsvertreter oder dem zukünftigen Chef heimeliges Kerzenlicht alles andere als angemessen. Hier sollte durch eine helle Beleuchtung und das Sitzen an einem bestuhlten Tisch statt auf der gemütlichen Lümmelcouch eine gewisse Distanz gewahrt bleiben.

Beköstigung

Oft wird gebacken und gut gekocht, wenn sich Besuch angemeldet hat. Es empfiehlt sich, die Besonderheiten der eingeladenen Gäste rechtzeitig abzufragen. Denn selbst der leckerste Apfelstrudel nach Grossmutters Geheimrezept wird von Allergikern unberührt bleiben. Eine unangenehme Situation für Gäste wie Gastgeber gleichermassen.

Aber auch bei den Getränken gibt es von Gast zu Gast unterschiedliche Besonderheiten und Vorlieben. So können unmittelbar nach der Begrüssung nicht nur in der kalten Jahreszeit durchaus neben Sekt oder Saft auch eine Tasse Tee oder andere Heissgetränke angeboten werden. Grundsätzlich sollten alkoholhaltige Getränke nicht ohne Rückfrage eingeschenkt werden, wenn die diesbezüglichen Gewohnheiten der Gäste nicht bekannt sind.

Das stille Örtchen – ein heikles Thema

Ein letzter Tipp betrifft das stille Örtchen. Mitunter ein heikles Thema … Um Peinlichkeiten zu vermeiden, genügt es nicht, dass die Sanitärräume in einem sauberen Zustand und zweckmässig möbliert sind. So muss unbedingt sichergestellt sein, dass ausreichend Toilettenpapier, Seife und ein für Gäste markiertes Handtuch oder entsprechende Trockentücher vorhanden sind.



Beim Toilettenpapier sollte möglichst keine graue Recyclingware zum Einsatz kommen. Ansonsten ist hier aber erlaubt, was gefällt. Das Angebot im Handel ist gross und reicht von geruchsneutral bis leicht parfümiert, von mit bis ohne Pflegesubstanzen.

Schliesslich sollte auch ein Mülleimer in keinem Bad fehlen, welches von Gästen benutzt wird.

 

Oberstes Bild: © Kondor83 – Shutterstock.com

Über Christian Schreiber

Christian Schreiber ist seit mehr als 15 Jahren als Autor tätig und hat bereits für Verlage wie Rowohlt, die Verlagsgruppe Random House (Bertelsmann) sowie verschiedene Zeitungen gearbeitet.
Neben der Erstellung vielfältiger Sachtexte zu den unterschiedlichsten Themenfeldern befasst er sich insbesondere mit Rechts- und Finanzangelegenheiten und gibt Wohn- und Einrichtungstipps.


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