Kakteen – stachelige Deko für Ihr Wohnzimmer

04.06.2015 |  Von  |  Garten
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Kakteen – stachelige Deko für Ihr Wohnzimmer
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Kakteen sind beliebte Zimmerpflanzen, die sich am sonnigsten Plätzchen in Ihrer Wohnung sehr wohlfühlen. Keine Angst, auch wenn Sie nicht mit einem grünen Daumen gesegnet sind, sind Kakteen dekorative Mitbewohner, die problemlos einige Zeit ohne Wasser auskommen.

Ursprünglich wuchsen die Kakteen nur auf dem amerikanischen Kontinent. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es die stacheligen Gewächse erst seit rund 20’000 Jahren gibt. Die Azteken stellten Kakteen immer wieder auf Bildern dar. Auf dem Echinocactus grusonii, dem sogenannten Schwiegermuttersitz, sollen sogar Menschenopfer dargebracht worden sein. Tenochtitlan, das heutige Mexiko-Stadt, bedeutet „Ort des heiligen Kaktus“.

Durch die Entdeckung Amerikas gelangten die eigenwilligen Pflanzen nach Europa. Vor allem die Feigenkakteen verbreiteten sich aufgrund der idealen Bedingungen im Mittelmeerraum rasant. Der Name Kaktus leitet sich vom griechischen Wort „kàktos“ für „stachelige Pflanze“ ab. Kakteen zählen zu den Sukkulenten, sie können grosse Menge Wasser speichern und überstehen daher auch längere Dürren ohne Probleme. Es gibt rund 1500 bis 1800 verschiedene Arten.

In Europa sind Kakteen sehr beliebt, zahlreiche Hobbyzüchter und -sammler beschäftigen sich mit den stacheligen Zeitgenossen. In der Schweiz haben sich die Kakteen-Freunde in der Schweizerischen Kakteen-Gesellschaft zusammengeschlossen. Insgesamt 700 Mitglieder tauschen sich hier über ihr stacheliges Hobby aus.

Kakteen im heimischen Wohnzimmer

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts sind die vielfältigen Kakteen-Arten auch in unseren Wohnzimmern beliebt. Zurzeit machen die stacheligen Gewächse in bunten Übertöpfen mit trendigen Farben eine gute Figur. Sehr schön wirken die Pflanzen in grossen Schalen mit Steinen oder Muscheln arrangiert. Mehrere, verschieden grosse Töpfe auf einem Tablett, zusammen mit einer Kerze arrangiert, sehen sehr elegant aus, wenn Sie Übertöpfe und Tablett in der gleichen Farbe wählen. Problemlos können Sie die Stachelgesellen auch in ein altes Einmachglas oder eine alte Kanne pflanzen; wichtig ist, dass die Gefässe ein Loch haben, aus dem überschüssiges Giesswasser ablaufen kann. Wer meint, gar keinen grünen Daumen zu haben, bekommt im Handel sogar künstliche, zum Teil aufblasbare Kakteen.


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Haben Sie sich für eine Dekoration mit echten Kakteen entschieden, spielt der Standort eine wesentliche Rolle: Am wohlsten fühlen sich die in Wüsten und Halbwüsten heimischen Pflanzen in der prallen Sonne. Idealerweise stellen Sie Ihre Kakteen in ein nach Süden zeigendes Fenster. Wichtig ist, dass die Pflanzen regelmässig Sonne abbekommen. Wenn Sie sie nur auf dem Fensterbrett ziehen wollen, sollten Sie bereits beim Einkauf auf die Grösse achten – ein riesiger Säulenkaktus ist für die Fensterbank zu gross. Diese Pflanzen wirken in grossen Übertöpfen direkt auf dem Fussboden sehr schön.

Arrangieren Sie Ihre Kakteen in einer gemeinsamen Pflanzschale, erleichtert das auf der einen Seite die Wasser- und Nährstoffversorgung, auf der anderen Seite haben Schädlinge leichtes Spiel. Sie können sich schnell auf die anderen Pflanzen in der Schale ausbreiten. Experten raten, stets nur Kakteen mit den gleichen Pflegeansprüchen in eine gemeinsame Schale zu pflanzen, achten Sie dabei auf einen ausreichenden Abstand.

Im Sommer: ab nach draussen!

In den Sommermonaten fühlen sich Ihre stacheligen Mitbewohner draussen auf der Terrasse oder im Garten wohl. Hier geniessen die Pflanzen den morgendlichen Tau und die Luftfeuchtigkeit. Wichtig ist es, die Kakteen vor direktem Regen zu schützen, sonst können die Töpfe schnell zu feucht werden. Wenn Sie meinen, dass Ihre Pflanzen aufgrund einer zu langen Trockenperiode Wasser brauchen, sollten Sie nicht bei direktem Sonnenschein giessen. Besser ist es abzuwarten, bis es etwas dunkler oder trübe ist. Bedenken Sie, dass die Pflanzen von der Hitze erwärmt sind, zu kalt sollte das Giesswasser also nicht sein.


In den Sommermonaten fühlen sich Ihre Kakteen draussen auf der Terrasse wohl. (Bild: © Pixelot - fotolia.com)

In den Sommermonaten fühlen sich Ihre Kakteen draussen auf der Terrasse wohl. (Bild: © Pixelot – fotolia.com)


In den heissen Sommermonaten brauchen die Pflanzen etwa einmal in der Woche Wasser. Im Herbst und Winter können Sie die Wassermenge dann reduzieren und weniger oder später auch gar nicht giessen. Grundsätzlich brauchen die Pflanzen nur während der Wachstumsphase in den Sommermonaten Wasser, im Winter können Sie die stacheligen Gesellen ruhig für eine Weile links liegen lassen.

Im Winter geht es ins Kühle

Einige Kakteen haben keine Probleme damit, auch Temperaturen unter null Grad zu überstehen, dennoch gehören Ihre Lieblinge im Winter besser ins Haus. Einige Arten mögen es im Winter gern kühl und wollen in Ruhe gelassen werden, als Zimmerdekoration sind diese Kakteen also eher ungeeignet. Die Arten, die im Winter kühl stehen, freuen sich über einen Platz im unbeheizten Keller oder im Treppenhaus. Wichtig ist, dass es kühl, aber frostsicher ist. Manche Kakteenliebhaber berichten, dass sie ihre Pflanzen in einem abgedunkelten Raum über den Winter bringen. Wenn Sie diese Pflanzen im Frühjahr wieder ans Licht holen, sollten Sie mit Bedacht vorgehen und die Kakteen nicht abrupt dem grellen Sonnenlicht aussetzen.

Kakteen, die den Winter an einem recht kühlen Standort verbracht haben und wenig gegossen wurden, danken die perfekte Behandlung in der Regel mit einigen Blüten – sicher das Highlight im Leben eines Kakteen-Liebhabers. Pflanzen, die im Winter nicht kühl stehen, werden in der Regel keine Blüten ausbilden.


Kakteen danken die perfekte Behandlung in der Regel mit einigen Blüten. (Bild: © Philippe CHASSAING - fotolia.com)

Kakteen danken die perfekte Behandlung in der Regel mit einigen Blüten. (Bild: © Philippe CHASSAING – fotolia.com)


Kakteenerde und Dünger

Im Handel erhalten Sie spezielle Kakteenerde, die die Feuchtigkeit nicht zu lange speichert. Wichtig ist, dass die Erde recht durchlässig ist und keine Staunässe entstehen kann. Hobby-Kakteenzüchter schwören häufig auf ihre ganz eigene Mischung. Wenn Sie sich an den Kakteen auf Ihrer Fensterbank erfreuen wollen und keine weiteren Ambitionen verfolgen, ist die Erde aus dem Fachhandel vollkommen ausreichend. Düngen sollten Sie auf jeden Fall nur mit einem speziellen Kakteendünger. Wichtig ist, nur während der Wachstumsphase zwischen Mai und September zu düngen – im Winter wollen ihre Lieblinge in Ruhe gelassen werden. In der Wachstumszeit reicht es, etwa alle vier Wochen zu düngen, dabei kommt es jedoch auf die genaue Kakteenart an.



Hier kaufen Sie Ihre Kakteen

Kakteen kaufen Sie idealerweise in einer speziellen Gärtnerei. In Pflanzencentern und Baumärkten gibt es ebenfalls eine sehr grosse Auswahl. Vielerorts gibt es sogar Kakteenbörsen – hier haben Sie die Möglichkeit, sich mit anderen Kakteen-Liebhabern auszutauschen.

 

Oberstes Bild: © meaofoto – shutterstock.com

Über Andrea Hauser

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen zählen noch immer zu meinen Steckenpferden. Angetrieben durch die Lust, Neues zu entdecken, arbeite ich mich gern in unbekannte Themengebiete ein und lasse mich schnell begeistern.

Mit meiner Familie erkunde ich in den Ferien fremde Metropolen oder lasse bei einem Badeurlaub einfach die Seele baumeln. Seit ich klein bin, sind Bücher meine große Leidenschaft, wenn es meine Zeit erlaubt, bin ich immer mit einem guten Buch anzutreffen. Mich fasziniert alles, was mit Kreativität zu tun hat: Von Acrylbildern, über Glasmalerei bis hin zu Loombands habe ich schon vieles ausprobiert.


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