Keine Angst vorm Kork-Verlegen

11.11.2014 |  Von  |  Allgemein
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Keine Angst vorm Kork-Verlegen
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Gesucht wird ein ökologischer Bodenbelag, der nur aus den nachwachsenden Teilen einer Pflanze hergestellt wird. Ein Belag, der den Füssen Wärme und ein elastisches Trittgefühl vermittelt. Ein Belag, der zu den natürlich schönsten Fussbodenbedeckungen zählt. Dieser Bodenbelag ist schnell gefunden. Er heisst Kork. Kork macht Ihre Räume behaglich und warm. Seltsamerweise scheue viele Heimwerker vor dem Selbstverlegen des Materials zurück. Zu Unrecht, wie wir beweisen werden.

Dass Kork mehr als ein Flaschenverschluss sein kann, ist längst ins allgemeine Bewusstsein eingedrungen. Dennoch haben Do-it-yourself-Anhänger unnötigen Respekt vor dem Produkt der Korkeiche. Vielleicht liegt es an dem Preis des Naturmaterials, der den einzigen Wermutstropfen für Kork-Fans darstellt. Aber keine Angst: Korkparkett ist nicht schwerer als Holzparkett zu verlegen. Wir zeigen Ihnen wie.

Das Werkzeug

Schon mal Parkett verlegt? Dann können Sie vermutlich die Hilfsmittel herunterbeten: Hammer, Zugeisen, Schlagklotz, Abstandskeile, Zollstock, Bleistift, Stichsäge. Vor Arbeitsbeginn prüfen Sie Ihr kostbares Korkparkett auf Unbeschädigtheit. Beginnen Sie erst mit der Verlegung, wenn der Kork sich im geschlossenen Paket mindestens 48 Stunden bei 18 Grad Lufttemperatur akklimatisiert hat.

Bodenvorbereitung

Die schlechte Nachricht: Sie verlegen auf dem ebenen Estrich – Altteppiche müssen raus. Die gute Nachricht: Wenn Ihr Haus unterkellert ist und keine Feuchtigkeit aufsteigt, können Sie direkt auf dem Estrich verlegen. Andernfalls empfiehlt sich eine sogenannte Dampfsperre: 0,2 Millimeter starke Polyethylen-Folie, die an allen Seiten 20 Zentimeter überlappt.

Dehnungsfugen und Verlegerichtung

Keine Kork-Diele ist wie die andere. Am besten mischen Sie die Dielen aus den einzelnen Paketen, dann erhalten Sie ein einheitliches Erscheinungsbild. Verlegt wird möglichst in Fensterrichtung (eventuelle Unebenheiten fallen dann nicht so stark ins Auge) und mit ungefähr 10 Millimeter breiten Dehnungsfugen. Setzen Sie als Abstandhalter Keile an die Wand. Die Fugen werden später mit den Abschlussleisten abgedeckt. Nehmen Sie es mit dem Dehnungsabstand zu Wänden, Türzargen und anderen Hindernissen bitte genau – andernfalls verwirft sich Ihr Korkparkett später.

Verlegung

Legen Sie die erste Korkparkett-Reihe der Wand entlang. Sie muss exakt ausgerichtet sein. Um die letzte Diele einzupassen, müssen Sie sie zurechtsägen. Das kurze Stück wird nun links wieder angelegt. Zu kurze Stücke unter 10 Zentimetern sortieren Sie aus. Achten Sie auf ausreichenden Versatz zwischen den Fugen. Wenn Sie die zweite Reihe in die erste eingeklickt haben, klopfen Sie sie vorsichtig mit Schlagklotz und Hammer fest. Und weiter geht’s. Die letzte Dielenreihe wird entsprechend längs gekürzt und mit dem Schlageisen befestigt.

Versiegelte Korkböden sind einfach zu reinigen. In fast jedem Haushalt ist der Staubsauger als Haushaltsapparat mindestens einmal die Woche in längerem Gebrauch. Viel mehr brauchen Sie auch nicht, um Ihren Korkboden zu säubern. Bei Bedarf können Sie ihn sogar feucht wischen. Und jetzt Schuhe aus. Nirgendwo läuft man besser als auf Kork.

 

Oberstes Bild: © Olha Vysochynska – Shutterstock.com


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