Mehr als nur Interieur – hochwertige Öko-Möbelstücke

12.09.2014 |  Von  |  Allgemein
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Mehr als nur Interieur – hochwertige Öko-Möbelstücke
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Öko-Möbel gehören zu den aktuelleren Wohntrends, da sie nicht nur für eine gelungene Optik stehen, sondern auch für eine Lebenseinstellung. Diese wird mit Hilfe der feinen Möbelstücke nicht nur kommuniziert, sondern im wahrsten Sinne des Wortes gelebt – im eigenen Wohn-, Schlaf- und Arbeitszimmer.

Sieben Tage die Woche, zwölf Monate im Jahr – wer sich für Öko-Möbelstücke entscheidet, entscheidet sich auch für einen umweltbewussten Lebensstil. Auf dem Markt existieren zahlreiche Hersteller, die ihr feines Mobiliar komplett nach Öko-Richtlinien produzieren. Um diese hervorzuheben, finden sich verschiedene Gütesiegel, die ganz klar bescheinigen, wie viel Öko in dem Schrank, Bett, Tisch oder Regal auch wirklich steckt.



Eine ökologische Einstellung, die jeden Tag aufs Neue gelebt wird

Wenn Sie sich für Bio-Möbel entscheiden, verzichten Sie ganz bewusst auf Schadstoffe und bevorzugen ein angenehmes, gesundes Raumklima. Wunderbar sind die Bio-Möbel im Übrigen nicht nur aufgrund moralischer Grundsätze, sondern auch, weil sie für Allergiker, Kinder und Asthmatiker bestens geeignet sind. Diese profitieren besonders von der schadstofffreien Produktion und Verarbeitung der Möbel. Unter anderem kommen die Möbel zum Beispiel völlig ohne Formaldehyde, giftige Kleber oder diverse Holzschutzmittel aus, die mitunter ebenfalls giftig sein können.

Wer aufgrund des Designs Bedenken hegt, kann diese sofort wieder ablegen. Bio-Mobiliar hat längst nichts mehr mit biederem Recycling-Chic zu tun. Da sich immer mehr Hersteller auf nachhaltige Produktion und Verarbeitung spezialisiert haben, sind auch die Designs wesentlich hochwertiger geworden. Die meisten Möbelstücke kann man heute, rein aus optischer Sicht, kaum mehr von Nicht-Bio-Möbeln unterscheiden. Käufer haben zudem immer die Wahl des Herstellers. Wird auf eine Marke vertraut, die ausschliesslich Bio produziert oder wird doch auf Möbelstücke gesetzt, die sich in einem gemixten Sortiment wiederfinden? Die Wahl obliegt hier ganz allein dem Käufer und, das ist ebenfalls nicht zu vernachlässigen, dem vorhandenen Budget.

Gütesiegel, die Sie unbedingt kennen sollten



Wie immer bei Bio, spielen auch in der Möbelbranche Siegel eine grosse Rolle. Diese identifizieren Möbelstücke gegenüber dem Verbraucher, zeichnen sie aus und kommunizieren ausserdem, wie viel Öko in der Bezeichnung „Öko“ tatsächlich steckt. Deshalb ist es elementar, dass Sie auch wissen, was die Siegel bedeuten. Denn Siegel als Marketingelement einzusetzen ist von der Herstellerseite aus keine Seltenheit. Wer nicht die „Katze im Sack“ kaufen möchte, informiert sich vor und während des Kaufes – das garantiert später jahrelange Zufriedenheit mit feinen Möbeln.

Die Welt der Ökosiegel ist gross, besonders wichtig ist aber, zumindest einige der grossen Siegel zu kennen. In der Schweiz deklariert der KOMPASS NACHHALTIGKEIT insgesamt über 60 Standards aus unterschiedlichen Bereichen, darunter auch Textilien und Holz, wodurch Möbelstücke ebenfalls daran gemessen werden können. Der KOMPASS NACHHALTIGKEIT wird durch das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) unterstützt und gilt als ausgesprochen renommiert.

Mit dem Siegel können auch Gardinen gekennzeichnet werden und identifiziert diese als frei von Allergenen. (Bild: OLEKSANDR ROZDOBUDKO / Shutterstock.com)

Mit dem Siegel können auch Gardinen gekennzeichnet werden und identifiziert diese als frei von Allergenen. (Bild: OLEKSANDR ROZDOBUDKO / Shutterstock.com)

Möbelstücke können ebenfalls mit dem Blauen Engel ausgezeichnet werden. Das Siegel ist mittlerweile im gesamten europäischen Raum verbreitet und steht stellvertretend für hohe Gebrauchstauglichkeit, Sicherheit und eine besonders schadstoffarme Ausführung – in allen Produktionsschritten und auch später im täglichen Gebrauch. Öko Tex Standard 100 ist ebenfalls ein wichtiges Zeichen, welches bevorzugt bei kleineren Haushaltsgegenständen zum Einsatz kommt. Mit dem Siegel können zum Beispiel Plissees oder Gardinen gekennzeichnet werden. Es identifiziert diese als frei von Allergenen und bezeugt, dass die Textilien keine krebserregenden Stoffe enthalten.

Weitere Siegel, die teilweise exklusiv in einigen Ländern vergeben werden, dennoch aber elementar sind, wenn die Möbel nicht direkt in der Schweiz produziert werden, sind zum Beispiel:



– Cracle to Cradle,
– Nordic Ecolabel,
– NF Environnement,
– Österreichisches Umweltzeichen,
– FSC 100 Prozent,
– FSC Mix,
– eco-Institut-Label.



Je nachdem, ob einige dieser Siegel an den Wunschmöbeln angebracht sind, beispielsweise wenn sie in Skandinavien produziert werden, können Sie sich gezielt über die Bedeutung des Siegels informieren. All die gelisteten Siegel gelten als renommiert, geachtet und bescheinigen zumindest, dass ein Grossteil der Produktion aus erneuerbaren Stoffen und/oder schadstoffarm beziehungsweise schadstofffrei erfolgte.

Welche Materialien gelten als Öko?

Diese Frage lässt sich zumindest mit einigen Beispielen ganz allgemein beantworten. Produkte aus Holz sollten immer aus dafür angelegten Forstgebieten stammen, zugleich muss das Holz schadstofffrei verarbeitet werden – das heisst im Regelfall auch, dass keine Lacke eingesetzt werden. Baumwolle, Bambus und Schurwolle gelten ebenfalls als Bio, da sie in der Umwelt frei nachwachsen können. Matratzen, Kissen und Polster für das heimische Bett sollten Kokos, Rosshaar oder Latex enthalten, da alle drei Varianten als sogenannte „natürliche Füllungen“ gelten.

Wohnen nach Öko-Standards erfordert hier und da also ein wenig mehr Aufmerksamkeit, welche sich aber ab dem ersten Tag an bezahlt macht. Ob Regale, Tische, grosse Schränke, Textilien oder andere Stoffe – schadstofffreies Wohnen sorgt für ein gutes Gewissen, eignet sich super für Allergiker und Kinder und ist ausserdem auch eine Frage der Einstellung. Wirtschaftlich sollte jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass für Bio-Möbel oftmals etwas tiefer in die Tasche gegriffen werden muss.




 

Oberstes Bild: © photobank.ch – Shutterstock.com


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