Mit der Maurerkelle zur eigenen Küche

10.11.2014 |  Von  |  Allgemein
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Mit der Maurerkelle zur eigenen Küche
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Die Anschaffung einer Küche birgt viele Fragen, denn die räumlichen Gegebenheiten, das Budget und der eigene Geschmack tragen dazu bei, dass die Auswahl der Küche nicht immer einfach erscheint. Der Trend geht zum Individualismus, doch wie soll man sich von der Masse abheben, wenn man an das Angebot der Hersteller gebunden ist?

Wir möchten Ihnen in diesem Artikel zeigen, dass es gar nicht so schwer ist, eine eigene Küche zu bauen, die im Ergebnis so in keiner Küche dieser Welt vorhanden ist und zu einhundert Prozent den eigenen Wünschen entspricht. Wir wünschen viel Spass beim Lesen.



Eine eigene Küche mauern – Was wird dafür benötigt?

Das Material der Küche ist eigentlich beliebig auswählbar, doch um eine ansprechende Optik zu erzeugen, haben sich weisse Ytong Steine als positiv einsetzbar erwiesen. Sie sind leicht, einfach zu verarbeiten und bringen eine strahlend weisse Farbe mit sich.

Folgendes Material wird benötigt:

  • Ausreichend Ytong-Ziegel (je nach Grösse der Küche)
  • Leichtmörtel: Verringert die Wärmeleitfähigkeit des Mauerwerks)
  • Eimer mit Wasser
  • Rührwerk
  • Bohrmaschine
  • Metermass / Zollstock
  • Säge
  • Elektrogeräte (Kühlschrank, Backofen, Spülmaschine usw.)
  • Winkel
  • Kanthölzer
  • Arbeitsplatte
  • Stichsäge
  • Wasserwaage
  • Spanplatten (Mindestens 1 Zentimeter dick)





Es ist wichtig, alle nötigen Vorbereitungen zu treffen, bevor man mit den Bauarbeiten beginnt. (Bild: -Taurus- / Shutterstock.com)

Es ist wichtig, alle nötigen Vorbereitungen zu treffen, bevor man mit den Bauarbeiten beginnt. (Bild: -Taurus- / Shutterstock.com)

Wie bereite ich die Küche für die Bauarbeiten vor?

Zunächst sollte die Küche komplett ausgeräumt und der Boden sauber sein. Eventuell empfiehlt es sich, den vorhandenen Bodenbelag zu entfernen, um eine ebene Fläche zu erzielen. Dann überlegt man sich, welche Geräte man später an welcher Stelle möchte und misst die Geräte aus, damit sie von der Form her gut abschliessen und keine Lücken zwischen Gehäuse und Mauerwerk entstehen. Nun mauert man die erste Aussenwand der Küche. Hierzu mischt man mit Rührwerk, Wassereimer, Bohrmaschine und Leichtmörtel die Masse an, die die Steine zusammenhaften lässt und beginnt Stein für Stein, die Seitenwand auf die gewünschte Arbeitshöhe hochzuziehen. Achten Sie dabei auf die Höhe der Arbeitsfläche, die später noch addiert werden muss sowie auf einen gleichmässigen Abstand zwischen den Steinen.

Ist die Seitenwand fertig, mauert man die „Fussleiste“ der Küche. Hierzu legt man Stein für Stein nebeneinander, bis man die Wand gegenüber erreicht hat. Ist auch dies abgeschlossen, zieht man an dieser Wand ebenfalls das Seitenteil der Mauer hoch, sodass man links und recht nun eine Mauer und dazwischen den Absatz als Fussleiste vor sich sieht. Kontrollieren Sie zwischendurch jede Mauer mit der Wasserwaage, damit später alles gerade sitzt. Um den Grundrahmen nun abzuschliessen, mauert man rückseitig ebenfalls einen Absatz in der gleichen Höhe wie vorne.

Der Grundstock der Küche steht – Wie geht es nun weiter?



Nehmen Sie sich nun alle Elektrogeräte vor und messen Sie die Gehäuse. Notieren Sie die Masse. Zwischen jedem Gerät wird später ebenfalls eine Trennmauer hochgezogen, daher müssen Sie hier auf absolute Genauigkeit achten. Zusätzlich muss jedes Gerät später auch mit den nötigen Anschlüssen versorgt werden können. Innerhalb der Küchenmauern muss jedes Gerät eine Art Podest bekommen, um sicher stehen zu können. Dieses Podest erzielen wir, indem wir die Kanthölzer auf die gewünschte Länge sägen und mit den Winkeln zwischen dem vorderen und dem hinteren Absatz so befestigen, dass sie von der Höhe her versinken und eine Art Brücke ergeben. Dies machen wir an allen Stellen, wo später ein Elektrogerät eingeschoben werden soll. Aus den Spanplatten sägen wir entsprechend der Masse der Geräte passende Standplatten, die wir auf die Kanthölzer schrauben. Fertig sind die Podeste.

Nun wird die erste Zwischenwand hochgezogen, die wir so platzieren, dass das Elektrogerät später exakt dazwischen passt und auf dem Podest steht. Diesen Vorgang wiederholen wir mit allen anderen Elektrogeräten ebenfalls, bis wir alle Zwischenwände fertig erstellt haben. Nachdem der Mörtel ausgehärtet ist, können alle Geräte nun eingeschoben und angeschlossen werden. Achten Sie auf wasserdichte Zuleitungen und sicheren Halt aller Netzstecker, damit später alles gut funktioniert. Ersatzteile und Verbrauchsmaterialien können später aber trotzdem noch gewechselt werden.



Das Vorbereiten der Arbeitsplatte

In die Arbeitsplatte müssen wir nun das Loch für die Herdplatten und die Spüle sägen. Dies funktioniert mit der Stichsäge sehr gut. Sind diese Arbeiten abgeschlossen, können wir die auf die gewünschte Länge gesägte Arbeitsplatte mit Winkeln auf dem Mauerwerk anbringen. Um später Geräte ab- oder anschliessen zu können, muss hierzu nur die Platte entfernt werden. Setzen Sie die Platte auf das Mauerwerk, lassen Sie die Spüle und die Herdplatten ein und schliessen die die hintere Kante der Arbeitsplatte mit etwas Silikon ab, damit keine Flüssigkeiten oder Krümel in das Innere der Küche gelangen können.

Wie kann ich die Küche gestalten?

Die Mauern der Küche können nun verputzt oder lackiert werden. Es ist auch möglich, eine Schicht mit Kunststoffplatten in Natursteinoptik aufzutragen. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Jetzt heisst es nur noch draufloskochen. Es lassen sich ja genügend Rezepte im Internet finden, um Ihre neue Küche einzuweihen.




 

Oberstes Bild: © viki2win – Shutterstock.com


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