Mit einem Gabionengrill Akzente im Garten setzen

04.11.2014 |  Von  |  Garten
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Mit einem Gabionengrill Akzente im Garten setzen
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Kaum wird es draussen ein wenig wärmer, setzen sich viele Schweizer auf ihre Terrasse oder in ihren Garten und werfen den Grill an. Wer aber nicht auf das 08-15-Modell aus dem Baumarkt setzen möchte und auch kein Liebhaber von den inzwischen inflationär auftauchenden Kugelgrillen ist, der sollte vielleicht auf einen selbst errichteten Grill aus Gabionen bauen. Dieser Grill kann sehr einfach von einem Fachmann oder mit ein wenig handwerklichem Geschick auch von einem selbst installiert werden.

Das Wort Gabione stammt aus Italien und heisst ins Deutsche übersetzt Käfig. Und genau das ist eine Gabione auch – ein Käfig. Wurde die Gabione lange Zeit nur im professionellen Landschaftsbau oder in einigen Gebieten für den Weinanbau verwendet, ist die Gabione in den vergangenen Jahren auch in Privatgärten immer beliebter geworden. Hier nimmt sie häufig die Funktion einer Begrenzungsmauer ein oder unterteilt ein Terrassenbeet in seine einzelnen Einheiten.

Der Baumarkt hilft weiter

Wer sich selbst einen Gabionengrill bauen oder einen Handwerker mit diesem Projekt beauftragen möchte, der braucht für dieses Vorhaben im Prinzip nicht länger als einen Tag. Ein Gabionengrill ist deutlich schneller errichtet als ein gemauerter Grill und mindestens ebenso schick anzusehen. Die Materialien sind allesamt aus dem Baumarkt zu bekommen, oder können oft auch etwas günstiger im Internet bestellt werden. Was aber gerade die Auswahl der benötigten Gabionensteine angeht, so sollten diese doch lieber vor einem Kauf real und nicht nur am Bildschirm in Augenschein genommen werden.

Materialien für den Gabionengrill

Benötigt werden vier etwa einen Meter hohe und in der Breite flache Gabionen, die entsprechende Menge an Gabionensteinen sowie zwei bis drei Meter verzinkten Draht und ein paar geeignete Zangen, um den Draht sowie Teile der Gabionen durchzutrennen. Nicht fehlen darf natürlich auch eine Grillschale. Eine Grillschale ist im Prinzip so etwas wie ein Grill – nur mit einem kleineren Standfuss oder in manchen Fällen mit gar keinem Fuss. Damit diese Schale einen festen Stand bekommt, sollte noch eine Schieferplatte hinzu genommen werden.

Den Gabionengrill bauen

Eine Gabione bildet das Fundament des Grills, die anderen Gabionen werden rechts und links sowie an der Rückseite angebracht. Damit ein gleichmässiges Bild in Sachen Höhe und Breite entsteht, müssen die einzelnen Gabionen aller Wahrscheinlichkeit nach noch zugeschnitten werden. Mit dem Draht werden die einzelnen Elemente fest verzurrt und in Form gebracht. Jetzt müssen die Steine eingefüllt werden.

Wer sich einen Gabionen-Grill im Garten errichtet, schafft sich einen schönen Blickfang. (Bild: Fotosenmeer / Shutterstock.com)

Wer sich einen Gabionen-Grill im Garten errichtet, schafft sich einen schönen Blickfang. (Bild: Fotosenmeer / Shutterstock.com)

Die richtigen Gabionensteine auswählen

Ohne seine Füllung sieht der Gabionengrill nach nichts Besonderem, ausser nach einem nackten Drahtkonstrukt aus. Die Optik geben dem Grill letztendlich die Steine. Und hier gibt es eine grosse Auswahl: Als Gabionensteine kommen unter anderem Sandsteine, Jütlandkiesel, Bruchsteine, Marmorsteine oder auch Hartkalk infrage. Dies ist aber nur eine kleine Auswahl, denn von diversen Händlern werden ganz individuell noch viele weitere Sorten an Steinen, die zum Befüllen der Gabionen geeignet sind, angeboten. Bei der Auswahl spielt der eigene Geschmack die wichtigste Rolle, sofern sie die entsprechende Grösse haben. Zu bekommen sind die Steine in Steinbrüchen, bei Fachhändlern oder auch im Baumarkt um die Ecke. Sind die richtigen Steine ausgewählt, dann sollte man sie sich am besten direkt mit einem Lastwagen oder Transporter nach Hause liefern lassen, weil es sich hier doch um ein beträchtliches Gewicht handelt.

Die letzten Arbeiten

Bevor die Gabionen mit den Steinen gefüllt werden, sollte der Käfig schon auf seinem endgültigen Platz positioniert werden, denn sonst lässt er sich am Ende nicht mehr von der Stelle bewegen. Sind die Körbe befüllt, muss nur noch die Schale angebracht werden. Im Prinzip reicht es, diese auf dem Korb, der das Fundament bildet, und der erworbenen Schieferplatte auszurichten. Vor dem Kauf dieser Platte sollte jedoch genau ausgemessen werden, wie gross sie sein muss. Ein Zuschneiden ist nicht ganz einfach und sollte daher besser einem Profi überlassen werden.

Grillen und geniessen

Ist die Grillschale an ihrem Platz, dann muss sie nur noch mit Kohle befüllt werden, und das Grillen kann beginnen. In einem Gabionengrill entfaltet sich die Hitze sehr schnell und wird in ihm auch lange gespeichert, da die Wände eine isolierende Wirkung haben, und die Steine die Hitze selbst aufnehmen. Wer noch Stunden später seine Hände auf die Steine auflegt, der kann noch ein wenig Restwärme spüren. In jedem Fall ist ein Gabionengrill ein sehr schöner Hingucker im Garten und kann auch problemlos Teil einer gemütlich eingerichteten Terrasse werden. Wichtig ist nur, dass diese nicht überdacht ist, sonst könnte es grosse Probleme mit dem Abzug geben. Zuletzt sei noch gesagt, dass sich der Pflegeaufwand bei einem Gabionengrill sehr in Grenzen hält, denn gereinigt werden muss eigentlich nur die Grillschale.

 

Oberstes Bild: © ThomBal – Shutterstock.com


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