Printmuster in den eigenen vier Wänden

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Printmuster in den eigenen vier Wänden
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Richard Lotzmann ist Einrichtungsexperte und Inhaber des „Richard“ in Hamburg.

Wir befragten ihn zum Thema Printmuster in Wohnräumen.

Frage: Herr Lotzmann, Printmuster waren in der Mode schon lange ein Thema. Jetzt auch in den eigenen vier Wänden – wie weit kann man dabei gehen?

Richard Lotzmann: Bei der Auswahl von Printmustern in den eigenen vier Wänden ist mit der Dosierung aufzupassen. Entscheidet man sich beispielsweise für eine auffällig gemusterte Tapete, eventuell auch noch in einer ausdruckstarken Farbe, sollte man diese eher auf eine Wandfläche reduzieren.

Der Rest des Raumes sollte eher ruhig und aufgeräumt gestaltet sein. Weiterhin sollte man beachten, dass vor einer auffällig gestalteten Wandfläche ein unifarbenes Sofa besser wirkt als z. B. ein offener Geschirrschrank mit vielen sichtbaren Dingen.

Entscheidet man sich für die Gestaltung eines ganzen Raumes mit Printmustern, sollte auf eine zurückgenommene Farbwelt, sowohl in Muster als auch in Basisgrundfarbe, geachtet werden. Auch hier gilt: Eher zurückhaltend möblieren und dekorieren – less is more!


Der Rest des Raumes sollte eher ruhig und aufgeräumt gestaltet sein. (Bild: © Prasit Rodphan - shutterstock.com)

Der Rest des Raumes sollte eher ruhig und aufgeräumt gestaltet sein. (Bild: © Prasit Rodphan – shutterstock.com)


Frage: Welche Muster liegen im Trend? Gibt es auch zeitlose?

Richard Lotzmann: Im Trend liegen Blatt- sowie Blütenmotive ebenso wie geometrische Muster, die stark an die 60er Jahre erinnern. Als zeitlos ist ein ausdrucksstarkes, auffälliges Muster nicht zu bezeichnen; alles ist, wie auch in der Mode, vom Zeitgeist abhängig.

Allerdings kann man beispielsweise eine Tapete mit Strukturprint in Betonoptik durchaus als zeitlos bezeichnen, da sie in Zeichnung und Farbe eher zurückhaltend ist und dadurch die Möglichkeit besteht, mit wenigen neuen Accessoires einen neuen Look für den Raum zu schaffen.

Frage: Tierprints in der Einrichtung – ist das mutig oder ist das merkwürdig?

Richard Lotzmann: Ich halte von Tapeten und Stoffen im Tiger- oder Leoprint gar nichts. Das hat allerdings mit meinem ganz persönlichen Geschmack zu tun. Es gibt aber unifarbene Tapeten mit Schlangen- oder Krokodilhautprints, die ich sehr interessant finde.



Frage: Wie sieht in Ihren Augen eine gelungene Gestaltung mit Printmustern im Wohnzimmer aus?

Richard Lotzmann: Eine gelungene Raumgestaltung mit Printmustern sieht für mich so aus, dass man sich auf eine Wandfläche des Raumes, vielleicht sogar nur auf eine grosse tapezierte Platte, die wie ein rahmenloses Bild wirkt, beschränkt, das gleiche Muster stofflich in ein paar Kissen aufgreift und den restlichen Raum farblich in ein bis zwei passenden Akzentfarben gestaltet. So bleibt das starke Muster ein Blickfang, ohne zu dominieren.

 

Artikel von: livingpress.de
Artikelbild: © lightecho – shutterstock.com

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