Profi-Pflegetipps für Textilbezüge

19.05.2016 |  Von  |  Möbelpflege, Wohnzimmer
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Profi-Pflegetipps für Textilbezüge
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Wer Möbel kauft, tätigt eine Anschaffung für einen langen Zeitraum. Rund zehn Jahre dauert es beispielsweise, ehe ein Polstermöbel ausgedient hat. Steht dann ein Neukauf an, wünscht sich der Kunde eine Lösung, die frischen Wind in die vier Wände bringt und stabil, langlebig und gesundheitsverträglich ist.

Mit ihrem RAL-Gütezeichen „Goldenes M“ hilft die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (DGM) Endverbrauchern, ein derartiges Möbelstück zu finden. Gleichzeitig liefert sie nützliche Pflegetipps, damit die hochwertigen Möbel noch länger eine richtig gute Figur machen – dieses Mal: Hilfestellungen zur Reinigung von Textilbezügen.

Textilbezüge regelmässig pflegen

Mindestens einmal pro Monat sollten die Textilbezüge an Esssesseln, Polstermöbeln & Co. bei geringer Saugstärke mit einer Polsterdüse abgesaugt werden, um Staub und Krümeln den Garaus zu machen. „Denn bereits diese kleinen, unliebsamen Verunreinigungen können dafür sorgen, dass Textilfasern so lange gescheuert werden, bis sie erkennbar verschlissen sind“, weiss DGM-Geschäftsführer Jochen Winning.

Für die weitere Auffrischung der natürlichen oder künstlichen Fasern empfiehlt er, den Stoff mit einem feuchten (nicht tropfnassen) Fensterleder vorsichtig in Strichrichtung abzuwischen. Wer dabei nicht ganz auf Reinigungsmittel verzichten möchte, kann auf ein wenig Neutralseife oder Feinwaschmittel zurückgreifen, sollte dann aber darauf achten, alles rückstandslos mit einem feuchten Tuch wieder vom Stoff aufzunehmen – am besten mit destilliertem Wasser, um Kalkränder zu vermeiden.

„Derartige Textilbehandlungen sollten ausserdem immer erst an einer unauffälligen oder sogar verdeckten Stelle des Möbels ausprobiert werden“, so Winning. Erst wenn diese Stelle wieder trocken ist, lässt sich zweifelsfrei erkennen, ob ein Pflegevorgang dem Textilbezug nützt oder schlimmstenfalls sogar schadet.

Auf keinen Fall sollte die gereinigte Stelle wieder beansprucht werden, bevor sie vollständig getrocknet ist. Wer das Trocknen beschleunigen möchte, kann den feuchten Stoff vorsichtig mit einem trockenen Tuch abtupfen und mit einer weichen Bürste aufbürsten. Mit dem Föhn sollte man aber nicht nachtrocknen, da der Bezug hart oder beschädigt werden kann.

Was hilft gegen Flecken?

Egal ob Rotweinspritzer, Bluttropfen oder Kaffeeflecken: Das beste Werkzeug zur Fleckenentfernung ist nach wie vor das Baumwolltuch, welches möglichst schnell nach dem „Unfall“ zum Einsatz kommen sollte. Bei eiweisshaltigen Flecken, wie etwa Blut oder Urin, darf das Wasser beziehungsweise die Lösung aus Wasser und ein wenig Feinwaschmittel nicht zu warm sein, da das Eiweiss sonst gerinnt.

Bei weiteren wasserlöslichen Flecken – zum Beispiel Milch, Suppe, Tinte oder Parfüm – sind die Erfolgsaussichten mit einer lauwarmen Lösung aus Wasser und Feinwaschmittel am grössten. Besondere Eile ist bei verschütteten alkoholhaltigen Getränken, Fruchtsäften, schwarzem Kaffee und Tee geboten: Nur solange diese nicht im Textilbezug eingetrocknet sind, besteht Hoffnung auf eine rückstandslose Reinigung – mit lauwarmer Lösung aus Neutralseife und destilliertem Wasser.



Generell sollte jede Reinigung mit geringem Kraftaufwand vom Rand zur Mitte durchgeführt werden, um den Fleck nicht zu vergrössern und um Ränderbildung zu vermeiden. Abzuraten ist von Dampfreinigern und auch von Mikrofasertüchern, da diese die Oberfläche beschädigen oder die Farbe des Stoffes verändern können.

Gerade bei hochwertigen Möbeln sind die Bezüge oft auch mit einem Klettverschluss abnehmbar und sogar für die Waschmaschine geeignet. „Weitere nützliche Hinweise zur Möbelpflege können auch der Produktinformation entnommen werden oder lassen sich direkt beim Hersteller erfragen. Da es im Notfall schnell gehen sollte, lieber auch beim Möbelkauf schon ein paar Fragen mehr stellen, zum Beispiel zu speziellen Pflegeprodukten und Fleckenentfernern, um damit für den Fall der Fälle gerüstet zu sein“, rät Winning.

 

Artikel von: DGM/FT
Artikelbild: © DGM/Walter Knoll

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