Starköche fangen klein an: die Spielzeugküche

03.11.2014 |  Von  |  Kinderzimmer
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Starköche fangen klein an: die Spielzeugküche
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Erwachsene haben es gut. Sie können alles, dürfen alles, müssen niemanden fragen. Sie fahren Fahrrad und Auto, gehen alleine weg, zünden Kerzen an, benutzen Messer, gehen schwimmen. So sieht das in den Augen der Kinder aus. Im zweiten Lebensjahr entwickelt jedes Kind das Bedürfnis, die aufregende Welt der Erwachsenen nachzuahmen. Die Erwachsenen können das Kind darin mit Spielzeug unterstützen. Wie wär’s, wenn heute mal der Dreijährige kocht? Schenken Sie ihm eine Spielzeugküche. Und freuen Sie sich auf überraschende Gerichte.

In einer Spielzeugküche können Kinder alles tun, was Erwachsene in ihrer Erwachsenenküche hervorbringen. Verbrennungsgefahr ausgeschlossen. Und glauben Sie nicht, nur weil das Wasser nicht kocht, wäre ihr Kind mit weniger Ernst bei der Sache. Ihr Kind kocht mit Fantasie. Natürlich ist der Herd heiss. Und aus dem Wasserhahn kommt wirklich Wasser. Sie müssen unbedingt probieren, was da entstanden ist!

Nur für Mädchen?

Ganz grosser Irrtum. An den Wunschzetteln der Kinder für Weihnachten lässt sich gesellschaftlicher Wandel ablesen. Die Spielzeugküche steht auf der Liste von Mädchen und von Jungen. Kinder orientieren sich an Vorbildern. Wenn Papa am Wochenende in der Küche zaubert oder der Profikoch im Fernsehen originalgetreue japanische Messer schwingt, wird auch in männlichem Nachwuchs der Wunsch wach, eine Küche zu bewirtschaften.

Holz oder Kunststoff

Beide Materialien sind robust, standfest und gut bespielbar. Kunststoff-Spielküchen von höherem Qualitätsniveau sind solide verarbeitet und schwer zu beschädigen. Eine Kunststoff-Küche bietet vielleicht noch mehr Funktions-Varianten als eine Holzküche; die Holzvariante fühlt sich hingegen wertiger, haltbarer und nachhaltiger an. Kaufen Sie nicht die Katze im Sack, sondern betätigen Sie sich als Küchentester: Drehen Sie an Schaltern, prüfen Sie die Schliessfähigkeit von Türen und Schubladen und achten Sie darauf, dass die Küche eine kindgerechte Arbeitshöhe besitzt und keine scharfen Kanten aufweist.

Fantasiebeflügler

Neue Kunststoff-Spielzeugküchen unterstützen die kindliche Fantasie mit lebensechten Geräuschen: Der Spielzeug-Wasserkocher brodelt, das Ceranfeld glüht, der Backofen leuchtet. Nötig sind diese Fantasie-Unterstützer nicht, denn das kindliche Vorstellungsvermögen ist viel frischer und schöpferischer als das von Erwachsenen. Das Kind hört den Wasserkocher auch brodeln, wenn dieser aus Holz ist und keine Batterien besitzt.

Pädagogisch wertvoll

Kochen fördert den Gemeinschaftssinn. Kinder lernen, Aufgaben zu verteilen und konzentriert auf ein Ziel hinzuarbeiten. Koordination und Feinmotorik werden ebenso geschult wie der Realitätssinn. Sprechen Sie mit Ihrem Kind übers Kochen: Woher die Lebensmittel kommen und wie man sie gesund zubereitet. Und nehmen Sie Ihr Kind als Koch ernst. Am Ende versammelt man sich mit der ganzen Familie am Esstisch, und es darf probiert werden. Hmmm, schmeckt das wieder gut!

 

Oberstes Bild: © Elena Stepanova – Shutterstock.com


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