Vier einfache Grundregeln für schmale Zimmer

30.09.2014 |  Von  |  Allgemein
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Vier einfache Grundregeln für schmale Zimmer
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Grösse allein ist nicht alles, wenn die Form nicht stimmt – so erscheinen schmale Räume auf dem Papier oftmals etwas grösser, als sie in der Realität tatsächlich sind. Aufgrund der eher aussergewöhnlichen Form, die sich aus zwei schmalen und zwei langen Seiten zusammensetzt, muss auch beim Einrichten etwas getrickst werden.

Für schmale Räume existieren insgesamt vier Grundregeln, die relativ frei auf jede Art von schmalem Raum angewandt werden können. Dabei ist es egal, ob es sich um einen kleinen Flur oder ein grosses, schmales Wohnzimmer handelt. Wer auf die Eigenschaften des Zimmers eingeht, belohnt sich selbst mit einer wohnlichen und schicken Atmosphäre in ebendiesen Räumlichkeiten.



Regel Nummer 1: Helligkeit macht sich bezahlt

Helle Räume wirken automatisch grösser als vergleichbare kleine Räume. Deshalb ist auch bei schmalen Räumen unbedingt angeraten, dass diese so hell wie möglich ausgestaltet werden. Besitzen die Räume ein Fenster, geht dies natürlich besonders einfach. Die Fenster sollten im 2-Wochen-Takt geputzt werden, damit ein Höchstmass an Lichtstrahlen mit möglichst hoher Intensität in den Raum fallen kann. Zur temporären Abdunkelung empfehlen sich Plissees mit einer hohen Lichtdurchlässigkeit. Vorhänge sind für schmale Räume eher weniger gut geeignet, da sie zu schwer wirken und ihr Stoff oftmals nur wenig Licht durchlässt.

Bei Räumen ohne Fenster wird ein akzeptables Ausleuchten dementsprechend schwieriger. Einzelne Lichtinseln, idealerweise an der langen Wand angebracht, leuchten den schmalen Raum aus und sorgen für die notwendige Orientierung bei Dunkelheit. Hierbei empfehlen sich entweder sogenannte LED-Spots an der Decke oder sehr minimalistisch gestaltete Leuchten an den Seitenwänden. Wichtig ist immer, dass die Lampe nicht zu weit in den Raum hineinragt, da dies die Zimmer sonst noch künstlich verkleinern könnte – dann wäre genau das Gegenteil von dem erreicht, was in schmalen Zimmern eigentlich erreicht werden sollte.

Regel Nummer 2: Multifunktionale Möbelstücke empfehlen sich



Schmale Räume, sofern es sich nicht um einen einfachen Abstellraum oder einen Flur handelt, müssen noch weitere Aufgaben erfüllen, als einfach nur zu „existieren“. Damit die Funktionalität nicht plötzlich auf ein Minimum reduziert ist, sollten elementare Möbelstücke daher am besten direkt mehrere Funktionen erfüllen. Ein Regal, an dem sich mit wenigen Handgriffen ein kleiner Arbeitsplatz für das Home Office ausklappen lässt, ist eine echte Wunderwaffe, die eingeklappt kaum Fläche für sich beansprucht.



Klasse sind auch Möbelstücke mit Stauraum, entweder versteckt an der Unterseite oder direkt am Boden angebracht. Das gilt vor allem für Kommoden, Sofas und Betten, die mit integriertem Stauraum genutzt werden können, um einige Haushaltsgegenstände und andere aktuell nicht notwendige Überbleibsel blicksicher unterzubringen. Geschieht das nicht, liegen diese nicht selten einfach frei im Raum herum, was erdrückend und unordentlich wirkt.

Schmale Räume sind anspruchsvoll einzurichten. (Bild: Tr1sha / Shutterstock.com)

Schmale Räume sind anspruchsvoll einzurichten. (Bild: Tr1sha / Shutterstock.com)




Regel Nummer 3: Farbe hilft bei optischen Illusionen

Auch wenn ein Zimmer eher schmal oder klein ist, muss es nicht auch optisch so wirken. Diese Art von Raum ist prädestiniert, um sie in hellen Farben, allen voran Beige, Weiss, hellen Grüntönen oder einem hellen Gelb zu streichen. Die hellen Farbtöne funktionieren am besten dann, wenn sie sowohl an der Wand, an der Decke als auch am Boden und bei den Möbeln zu finden sind. Durch die hellen Farben wirken selbst kleine und schmale Räume noch einladend und erhalten, zumindest für das Auge, ein wenig mehr Fläche.

Wer noch mehr tricksen möchte, kann auch den Schritt des Kontrastes wagen. Das gelingt, indem die kürzeren Seiten des Raumes in dunklen Farben gestrichen werden, während die langen Seiten weiterhin helle Farben tragen. Auf diese Weise wirkt der Raum geräumiger, da das menschliche Auge einen direkten Vergleich zwischen kurzer und langer Seite anstellt, wobei die lange Seite wegen des Farbkontrasts signifikant fülliger wirkt. Derartige Tricks können in der Wohnlichkeit einen erheblichen Unterschied ausmachen, auch wenn sie in der Realität natürlich nicht mehr Fläche und Freiraum als wirklich vorhanden kreieren.

Regel Nummer 4: Proportionen in der Balance halten

Möbelstücke sollten immer mit Blick auf die Proportionen im Raum angeordnet werden. Primärmöbel werden hierfür tendenziell an der langen Wand angeordnet, da diese Möbelstücke grösser und stämmiger wirken. Sekundär eingesetzte Möbel, zum Beispiel ein kleiner Nachttisch, können hingegen auch an der kurzen Seite der Wand ausgerichtet werden. Schreibtisch und/oder Sofa gehören im Idealfall an die Stirnseite vom Raum. Auf diese Weise entsteht erneut eine optische Illusion, die sich positiv auf das Raumklima auswirkt.

Werden Möbelstücke längs in den Raum sortiert, kann das dagegen nachteilhaft wirken. Durch die längliche Ausrichtung wird auch die schmale Struktur vom Raum begünstigt, was in diesem Fall aber eher unerwünscht ist. Geschieht das, wirken schmale Räume nämlich noch schmaler und ungemütlicher. Zudem entsteht dadurch ein Gefühl von Unruhe, was das wohnliche Flair negativ beeinflusst. Wer clever ist, vertraut primär auf zierliche und kleine Möbel, um den Raum optisch nicht unnötig „vollzustopfen“.




 

Oberstes Bild: © Koksharov Dmitry – Shutterstock.com


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