Wasserbetten für das ozeanische Gefühl

26.03.2015 |  Von  |  Schlafzimmer
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Wasserbetten für das ozeanische Gefühl
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Wasserbetten sind eine besonders komfortable Möglichkeit, die Nacht zu verbringen. Das Wasser im Inneren der Matratze sorgt für ein angenehmes Liegegefühl in jeder Position, dazu können Hausstauballergiker aufatmen, denn der Wasserkern lässt sich ebenso problemlos reinigen wie die Auflage. Milben und andere Allergene haben damit schlechte Chancen. 

Und nicht zuletzt liegt sich eine Wassermatratze auch nach Jahren der Nutzung nicht durch. Denn anders als klassische Matratzen liegt man hier auf Wasser, es trägt und verteilt das Körpergewicht im Liegen und passt sich an jeden Schläfer optimal an.

Das Wasser befindet sich in einer dicken Hülle aus flexiblem Kunststoff und wird an der Oberseite der Matratze eingefüllt und mit einem dicht schliessenden Stopfen verschlossen.

Wie ist ein Wasserbett konstruiert?

Um den gesamten Wasserkern befindet sich eine durchgehende Schutzwanne, diese soll im Falle einer Leckage sicherstellen, dass der Wasserschaden örtlich begrenzt bleibt – immerhin fasst ein Wasserkern für ein Doppelbett mit 200×220 cm bis zu 600 Liter Wasser, mehr als eine Badewanne. Besonders wichtig für die Dichtigkeit des Wasserkerns sind dabei die Nähte, denn diese stellen potentielle Schwachstellen dar und sollten daher besonders sorgfältig geschweisst sein.

Matratze und Schutzwanne sind in einen stabilen Bettrahmen eingefasst, der den Wasserkern in Form und Position hält und eine seitliche Druckentlastung sicherstellt. Besonders angenehm ist der Einstieg bei einem Wasserbett mit weichem Rahmen, dieses wird von den Herstellern entweder durch eine Polsterung des Rahmens oder durch eine entsprechende Formgebung von Wasserkern und Rahmen erreicht. Um das Gewicht des Wassers zu verteilen, kann es entweder direkt auf dem Boden platziert werden oder in einem Rahmen mit Bodenplatten. Damit eröffnet sich die Möglichkeit, einen Unterbau am Wasserbett zu installieren und so zusätzlichen Stauraum unter der Schlafstätte zu nutzen.

Damit das Wasser in der Matratze eine angenehme Temperatur aufweist, braucht es eine Heizung. Diese wird zwischen Boden und Sicherheitswanne eingelegt und war bei früheren Modellen oft eine Heizmatte mit Kupferleitungen. Moderne Heizsysteme setzen auf Keramik- oder Carbontechnologie und arbeiten bei gleicher Heizleistung deutlich stromsparender. Am Thermostat, das ausserhalb des Bettrahmens angebracht wird, kann man die Temperatur einstellen und so etwa im Winter das Bett einige Grad wärmer heizen als im Sommer.

Die warme Matratze sorgt nicht nur für ein angenehmes Liege- und Schlafgefühl, sondern auch für eine bessere Schlafhygiene, da die Feuchtigkeit nicht in die Matratze einziehen kann, sondern kontinuierlich verdunstet. Damit ist unerwünschten Mikroorganismen wie Schimmel eine wesentliche Lebensgrundlage entzogen.

Für ein bessere Mikroklima wird auf den Wasserkern eine textile Auflage gespannt oder mit einem Reissverschluss befestigt. Diese kann aus Baumwolle, Lammflor oder anderen atmungsaktiven und feuchtigkeitsregulierenden Naturstoffen gefertigt werden und ist in der Maschine waschbar.

Wasserbetten machen seekrank und verbrauchen viel Strom?

Natürlich ist die Heizung des Wasserbettes ein kontinuierlicher Stromverbraucher, doch dank moderner Technik liegt der tatsächliche Verbrauch nicht höher als etwa bei einem Kühlschrank. Denn Wasser ist ein relativ dichtes Medium, das seine Temperatur gut halten kann, die Heizung muss bei einem temperierten Wasserkern daher mit wenig Leistung die Wunschtemperatur konstant halten. Wer dann noch die Decken über das Bett legt, sorgt für eine zusätzliche Dämmschicht und kann sich obendrein am Abend über angenehm warme Decken freuen.


Wasserbetten sind eine besonders komfortable Möglichkeit, die Nacht zu verbringen. (Bild: © Alin Popescu - shutterstock.com)

Wasserbetten sind eine besonders komfortable Möglichkeit, die Nacht zu verbringen. (Bild: © Alin Popescu – shutterstock.com)


Allerdings sollte man die Leistung der Heizung nicht überschätzen und beim Aufstellen des Bettes und der erstmaligen Befüllung möglichst warmes Wasser einfüllen. Wer kaltes Wasser einfüllt, muss sich nicht wundern, wenn das Bett erst nach mehreren Tagen ununterbrochener Heizleistung angenehm warm wirkt, eine Wasserbettenheizung ist eben kein Tauchsieder.

Seekrank kann man auf einem Wasserbett mit Sicherheit nicht werden, ausser das Bett befindet sich auf einem Hausboot. Wer allerdings einen nicht beruhigten Wasserkern wählt, wird schon mit deutlich wahrnehmbaren Wellenbewegungen beim Einstieg oder Umdrehen im Bett rechnen müssen. Ob dieses – wie von vielen überzeugten Wasserbettenschläfern – als angenehmes Schaukeln empfunden wird oder als störender Wellengang, hängt von den persönlichen Vorlieben ab. Daher sollte man vor der Entscheidung Probeliegen und sich selber einen Eindruck verschaffen.

Wer das Schaukeln nicht wünscht, aber dennoch die Vorzüge eines Wasserbettes nutzen will, kann einen Wasserkern mit Beruhigung wählen. Je nach Hersteller werden dazu Matten oder andere Elemente in die Matratze eingearbeitet, die die Wasserbewegung verlangsamen oder sogar – bei 100 prozentiger Beruhigung – komplett eliminieren.

Erhältlich sind Wassermatratzen in unterschiedlichen Grössen, von kleinen Matratzen für Babys oder Haustiere bis zu Übergrössen oder Sonderformen wie rund oder herzförmig. Wer nicht alleine im Bett schläft, kann entweder einen grossen Wasserkern einsetzen oder zwei nebeneinanderliegende Kerne, die dann auch unterschiedliche Beruhigungen und Temperaturen haben können, um auf individuelle Wünsche eingehen zu können.

Die richtige Pflege

Der Wasserkern braucht eine gewisse Pflege, sowohl von innen wie von aussen. Damit etwa die Weichmacher im Kunststoff nicht durch das Wasser ausgespült werden und Algen oder andere Keime sich im warmen Wasser nicht ungehemmt ausbreiten können, muss regelmässig ein bis zweimal im Jahr sowie beim Aufstellen und Befüllen ein geeigneter Conditioner eingefüllt werden. Dazu muss das Bett regelmässig entlüftet werden, da im Wasser gebundenes Gas durch die Wärme austritt und mit der Zeit für ein deutlich wahrnehmbares Gluckern sorgt. Um den Wasserkern von aussen zu reinigen und zu pflegen, werden spezielle Vinylreiniger angeboten. Sie enthalten keine aggressiven Lösungsmittel und schonen so die empfindliche Oberfläche.

Keine Sorge machen müssen sich Halter von Haustieren, die ihre Lieblinge auch mit im Bett schlafen lassen. Weder kann der Wasserkern bei zu starkem Andrang platzen, noch kann etwa eine übermütige Katze mit ihren Krallen Schaden am Wasserkern verursachen. Dennoch sollte man mit spitzen oder scharfen Gegenständen (Nagelfeile, Schere, Messer) im Bett vorsichtig sein und diese nicht einfach auf die Matratze legen. Zwar kann ein kleiner Defekt im Wasserkern ähnlich wie beim Fahrrad mit einem Reparaturflicken beseitigt werden, doch besser ist es, erst keinen Schaden zu verursachen.



Wasserbetten – Schlafqualität für jeden?

Wasserbetten bieten einen hohen Schlafkomfort, denn sie sind warm, das Wasser trägt das Körpergewicht und macht den Liegenden fast schwerelos und die Hygiene ist im Bett deutlich einfacher sicherzustellen als bei konventionellen Matratzen. Wer unsicher ist oder zweifelt, sollte bei einem Wasserbettenhändler probeliegen und sich selber einen Eindruck verschaffen.

 

Oberstes Bild: © krivenko – shutterstock.com

Über Christian Praetorius

Christian Praetorius, Jahrgang 1969, gelernter Controller und Logistiker mit jahrelanger Berufserfahrung. Seit 2012 gemeinsam mit seiner Frau Christine als freier Texter und Autor selbständig, erfolgreich und glücklich. Seine Kunden schätzen ihn für klare Worte, originelle Slogans und kreative Wortspiele ebenso wie für seine absolute Zuverlässigkeit und Kundenorientierung. Schreibt aus Berufung und mit Leidenschaft für die Sprache, die Botschaft und den Leser.


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