Wink – ein Klassiker mit Mausohren

25.09.2014 |  Von  |  Allgemein
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Wink – ein Klassiker mit Mausohren
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Es gibt Möbel, die innerhalb kurzer Zeit das Herz der Konsumenten erobert haben. Möbel, die zugleich innovativ, gemütlich und funktionell sind. Und die ein einzigartiges Aussehen haben. Grosse Würfe grosser Designer. Ein solches Möbelstück ist der Sessel Wink des japanischen Kunstschaffenden Toshiyuki Kita. Erst 1980 erfunden, findet sich dieser bequeme Sessel in unzähligen Wohnzimmern dieser Welt. Was macht dieses Sitzmöbel zum Liebling der Massen?

Einfach lustig sieht er aus. Mit seinen Micky-Maus-Kopfstützen ist er überall sofort der Liebling der Kinder. Gemütlicher Sessel und noch gemütlichere Liege in einem. Mit dem Wink, den man mit Fug und Recht trotz seiner Jugend bereits als einen Klassiker der Moderne, als ein Möbelstück, das Geschichte machte, bezeichnen darf, ist dem japanischen Designer ein Geniestreich gelungen, den er nie mehr wiederholen konnte. Aus Stahlrohr, Polyurethanschaum, Kunststoff, Stoff oder Leder gefertigt, begann mit dem Wink eine neue, flexibel auf die Bedürfnisse der Nutzer reagierende Möbelgeneration.

Wechselbarer Zusatzbezug

Besonders durchdacht hatte Toshiyuki Kita die Wahl der Materialien. Es könne doch nicht sein, dass teure Möbel, die mit der Zeit als klassische Gebrauchsgegenstände auch Gebrauchsspuren aufweisen, nach kurzer Zeit derart unattraktiv werden, dass sie entsorgt oder recycelt werden müssen. Der Japaner fand eine ebenso einfache wie logische Lösung: Wie können welche Materialien möglichst dauerhaft verwendet werden? Er erfand den wechselbaren Zusatzbezug als Gegenmittel zum optischen und faktischen Verschleiss. Ganz egal ob das Obermaterial des Stuhls aus Leder oder aus Stoff besteht, durch den Zusatzbezug wird der Originalbezug geschont.

Farbliche Wahl der Ohrenschützer

Und wenn der aus Stoff bestehende und in vielen Farben erhältliche Zusatzbezug schmutzig ist? Mit wenigen Handgriffen abziehen und rein in die Waschmaschine. Ebensolche Zusatzbezüge gibt es auch für die klappbaren „Ohren“ des Wink. Bei entsprechender farblicher Wahl dieser „Ohrenschützer“ erhält das Möbelstück ein fröhliches und lustiges Aussehen. Und wenn die Zusatzbezüge einmal verschlissen sind, werden sie einfach nachbestellt. Ohne dass es einen Fachmann benötigt, sieht das Sitzmöbel dann wieder aus wie neu.

Vom Sessel zur Liege

Vorbild bei der Konstruktion des Wink waren mit Sicherheit die Funktion und die Sitzschale eines Autositzes. Wie die Rückenlehne eines Autositzes verstellbar ist, kann mit grossen Drehknöpfen auch die Rückenlehne des Wink verstellt und stufenlos in der Neigung verändert werden. Die beiden Teile der Kopfstütze können ganz nach hinten weggeklappt werden. Und durch das Umklappen des unteren Fussteils nach vorne verwandelt sich das gute Stück vom Sessel in eine Liege.

Es ist noch nicht oft in der Geschichte der Möbel geschehen, dass ein derart multifunktionales Sitzmöbel gleichzeitig mit einer solchen optischen Attraktivität, mit einem tatsächlich aufregenden Äusseren verbunden war. Und durch seine grosse Verbreitung und Akzeptanz hat dieser Sessel wesentlich zum späteren Erfolg der qualitativ hochwertigen „Klassiker der Moderne“ beigetragen.

 

Oberstes Bild: © Wink Cassina – cassina.com


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