Das Polstermöbel: Wandlungen eines Klassikers

25.06.2014 |  Von  |  Publi-Artikel
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Das Polstermöbel: Wandlungen eines Klassikers
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Kaum ein Möbelstück spiegelt die Entwicklung der Alltagskultur besser wider als das Polstermöbel. Unseren Grosseltern war es Zentrum der „guten Stube“, in der sich der bessere Teil des Tages abspielte: Zusammensein, Gespräch und der sonntägliche Krimi. Die Sofas und Sessel waren breit, üppig gepolstert, ornamentiert und standen quasi unverrückbar jahrzehntelang an einer Stelle. Man war mit ihnen vertraut wie mit uralten Freunden der Familie.

Die Generation unserer Eltern pflegte schon einen etwas nervöseren Umgang mit Polstermöbeln. Wechselnde Moden suggerierten den Konsumenten, dass zehn Jahre alte Anschaffungen wie aus dem vorletzten Jahrhundert wirkten und ein frischer Wechsel in der Möbellandschaft die Lebenskräfte stärke. Dennoch versammelte sich auf den öfter ausgetauschten Garnituren weiterhin die Familie, um zu plaudern oder darüber zu streiten, aus welchen der ständig sich vermehrenden Kanäle sie ihr Fernsehprogramm zusammenstellen sollte. Und dann kam unsere eigene Generation. Was können wir noch mit dem Polstermöbel anfangen?

Ein Klassiker verabschiedet sich

Eine Zeit lang sah es schlecht aus. Die Familie verteilte sich auf die Zimmer des Hauses und hockte auf mehr oder weniger improvisierten Sitz- und Liegegelegenheiten vor ihren multimedialen Beschäftigungen. Über das Fernsehprogramm musste nicht mehr gestritten werden, da jeder Hausbewohner mittlerweile einen eigenen Fernseher besass. Polstermöbel gab es noch, aber es waren zu vernachlässigende Grössen, die einmal im Monat für Besuchszwecke abgestaubt wurden. Ausgetauscht wurden sie allenfalls im Rahmen der Wohnstil-Renovierung, um optisch in die Kolonial- oder Landhaus-Landschaft zu passen. Der Gebrauchs- und Bequemlichkeitswert war zweitrangig.

Ein Klassiker kehrt zurück

Und die Zeiten ändern sich. Plötzlich steht der Klassiker unter den Möbelstücken wieder im Zentrum aller Wohnangelegenheiten, das Polstermöbel ist der Bequemlichkeit wegen und als Stilmittel in unsere Wohnungen zurückgekehrt. Oder sagen wir es vielleicht besser umgekehrt: Wir, die in ungemütlichen Zimmern vereinzelten Hausbewohner, haben aus unserer multimedialen Einsamkeit in den klassischen Versammlungsraum unserer vier Wände zurückgefunden – in das Wohnzimmer. Vielleicht nutzen wir diesen Raum heute anders, als unsere Eltern und Grosseltern ihn genutzt haben.


Polstermöbel passen auch ins moderne Wohnzimmer. (Bild: © yuyangc - shutterstock.com)

Polstermöbel passen auch ins moderne Wohnzimmer. (Bild: © yuyangc – shutterstock.com)


Das Wohnzimmer ist nicht mehr allein der Altarraum des Grossfernsehers, auf den alle Versammelten starren wie auf das Heilige Lamm. Das Wohnzimmer ist Treffpunkt von Dokusoap-Junkies, Smartphone-Surfern und Dampfplaudertaschen. Hier werden Imbisse eingenommen, Cru-Bourgeois-Flaschen entkorkt oder einfach nur die Beine ausgestreckt. Und zu all diesen divergierenden Tätigkeiten brauchen wir: die Polstergruppe. Mit neuen, rund-ergonomischen Formgebungen und hochwertigem Material ausgestattet, kommt es unserem Bedürfnis nach Bequemlichkeit und klassischer Eleganz entgegen. Und weil wir es uns zum Trend-Motto zeitgemässer Wohnraumgestaltung gemacht haben, kreativ zu sein, überrascht das moderne Polstermöbel mit ungewohnten Kontrasten und frechen Details.

Ein Klassiker verwandelt sich

Polstermöbel sind Klassiker, weil nichts unter den Möbeln besser unserem Bedürfnis nach Bequemlichkeit dienen kann. In selbstbewusster Übersteigerung des Bequemlichkeits-Postulats haben wir sogar zu einer lange verpönten Gemütslage zurückgefunden: der Gemütlichkeit. Dieser neue Wohlfühlzustand bildet sich nicht nur in Accessoires wie den dicken, bunt bezogenen Kissen ab, mit denen wir unsere Wohnungen erfrischend komfortabel ausstatten – Hauptsymptom der neuen Gemütlichkeit ist naturgemäss der Trend zum Polstermöbel. Nappa-Leder ist bevorzugtes natürliches Bezugsmaterial. Aber auch Detail-Kontraste aus Wollfilz, gebürstetem Edelstahl oder Kunststoffen fügen sich gut in den aktuellen Mixed-Media-Stil ein. Jeder ist sein eigener Raumkünstler und darf sich im Cross-over der Konzepte vom Stildiktat bekannter Architektur- und Designmagazine verabschieden.



Auch die Positionierung der Polstermöbel ist nicht mehr in Erz gegossen. Das Sofa kann nach den wechselnden Bedürfnissen der Menschen und nicht nach den Machtansprüchen des Grossbildfernsehers platziert werden. Es kann auch in einzelne Elemente geteilt werden und je nach den Lieblingsbeschäftigungen seiner Benutzer zusammen mit den Sesseln ambulant im Raum herumwandern. Darum ist auf die Gestaltung der Polstermöbel-Rückseiten genauso viel Mühe wie auf das übrige Möbelstück verwendet worden. So schaffen wir eine echte Wohnlandschaft, flexibel und wirklich gemütlich durch Benutzerfreundlichkeit.


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Oberstes Bild: © EPSTOCK – shutterstock.com

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