Die optimale Einrichtung für Räume mit Dachschrägen

09.06.2014 |  Von  |  Allgemein
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Die optimale Einrichtung für Räume mit Dachschrägen
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Ob Sie Ihren Dachboden ausgebaut oder soeben den Mietvertrag für eine gemütliche Dachwohnung unterschrieben haben, Sie werden zweierlei feststellen: Erstens, Räume mit Dachschrägen wirken wunderbar gemütlich und bringen Sie dem Himmel – gerade mit Dachfenstern – ein Stückchen näher. Zweitens, Ihre Stellfläche ist gegenüber Zimmern mit dem gleichen Bodengrundriss, aber gerade Wänden deutlich reduziert.

Zum Glück gibt es eine ganze Reihe cleverer Einrichtungstipps, die Dachschrägen hervorragend kompensieren, ohne dem Raum seinen Charme zu nehmen. Das Ziel sollte dabei immer heissen: viel Stauraum schaffen und dabei ein grosszügiges Wohngefühl bewahren. Hierfür können Sie mit den richtigen Möbeln, intelligent platzierten Farben und einem durchdachten Lichtkonzept viel tun.

Nutzen Sie zunächst den vorhandenen Stauraum komplett aus. Massgefertigte Möbel sind selbstverständlich nicht billig. Wenn Sie aber länger Dachgeschossbewohner sein werden, dann sollten Sie über eine individuell auf Ihre Raumvorgaben gefertigte Schrank- oder Regallösung nachdenken. Inzwischen gibt es auch preisgünstigere Mittelwege wie herstellergefertigte Systeme, deren Einzelmodule sich flexibel an den gegebenen Raum anpassen können. Einige von ihnen bieten on- oder offline 3D-Simulationen Ihres Raumes an.




Sie werden erstaunt sein über die Diskretion und den Zugewinn an Fläche, den diese Systeme bieten – wobei sie fast unsichtbar bleiben. Überlegen Sie sich vorher nur, was genau Sie auf der Staufläche unterbringen möchten, denn für Kleidung werden diese Module anders kombiniert als für Bücher oder Hausrat.




Alternativ können Sie auch einen kompakten begehbaren Schrank selber schaffen, indem Sie ein vorhandenes, schönes Regal parallel zur Schräge so aufstellen, dass es oben mit der Längskante an der Wand abschliesst. Im Regal lassen sich Objekte oder Bücher unterbringen, während dahinter ein Platzwunder entsteht, das Sie nach Belieben nutzen können, ohne makellose Ordnung darin halten zu müssen. Denken Sie dann nur daran, dass das Regal entweder eine Hinterwand hat oder Sie zuvor einen Vorhang ziehen.

Dann können im dahinterliegenden Raum ungestört Hängekörbe und andere vertikale Ordnungshalter, Kleiderstangen und niedrige Kommoden Platz finden. Eine preisgünstige Alternative zur Regallösung bieten auch Schiebetüren oder Schiebevorhänge, die denselben Zweck erfüllen, aber manchmal luftiger und weicher wirken.

Ebenfalls gut geeignet für die Unterbringung sind Rollcontainer, die sich bis weit in die Schräge hinein zurückschieben lassen. Ihr zusätzlicher Vorteil: Sie sind kompakt, was der Ausgewogenheit des Raumes zugute kommt. In Räumen mit Dachschrägen sollten die Möbel insgesamt möglichst zierlich und niedrig sein, um im optisch ausgewogenen Verhältnis zu den niedrig gezogenen Schrägen zu stehen.

Sideboards und Couchtische machen sich meist wunderbar. Sofas sollten nicht zu ausgeprägte Rückenlehnen haben oder zentral im Raum positioniert sein. Einige schöne Designerstücke in der Raummitte lenken generell von den Dachschrägen ab. Keine Angst also vor ausdrucksstarken Einzelstücken, solange diese nicht an die Wände gerückt werden.




Was viel wichtiger ist: Denken Sie eher minimalistisch. Keinesfalls sollte ein Dachraum zu vollgestellt sein. Keine Sorge: Kühl und puristisch können Räume mit Schrägen sowieso nicht wirken. Versuchen Sie deshalb, die Flächen so weit und offen wie möglich erscheinen zu lassen. Der Raum soll noch „atmen“ können. Vermeiden Sie zusätzliche Trennwände, Paravents oder Möbel mit hohen Rückenlehnen – alles, was den Raum noch zusätzlich unterteilt. Arbeiten Sie stattdessen mit Spiegeln, wo immer möglich.






Hinsichtlich der Farbgestaltung lautet die oberste Regel: Eine oder zwei möglichst helle Grundfarben lassen die Wände und Decke optisch zurücktreten. (Bild: Photographee.eu / Shutterstock.com)

Hinsichtlich der Farbgestaltung lautet die oberste Regel: Eine oder zwei möglichst helle Grundfarben lassen die Wände und Decke optisch zurücktreten. (Bild: Photographee.eu / Shutterstock.com)





Hinsichtlich der Farbgestaltung lautet die oberste Regel: Eine oder zwei möglichst helle Grundfarben lassen die Wände und Decke optisch zurücktreten. Ein farbiger Teppich kann wunderschöne Akzente setzen. Ist die ganze Bodenfläche allerdings zu dunkel, kann dies nach oben drücken und den Raum noch niedriger wirken lassen. Wählen Sie lieber bunte Accessoires, wenn Sie Farbe und Bewegung ins Spiel bringen möchten.

Eine Ausnahme bildet die farbige Betonung eines Wandbereiches, etwa über dem Bett oder einem Sofa. Das verstärkt den Höhlencharakter und sorgt für Behaglichkeit und ein Gefühl von Geborgenheit. Bleiben Sie aber bei einer Farbfläche in uni; Ornamente oder Streifen passen selten in Dachräume. Einen ähnlichen Effekt erreichen Sie mit einem grossen, in der Schräge aufgehängten Bild oder einer Collage vieler kleinerer. Bilderleisten bieten Hilfe bei der Aufhängung.

Wenn Sie mit einem Beleuchtungskonzept auf zwei Ebenen arbeiten, kann Ihr Raum enorm an Tiefe gewinnen. Eine Lichtquelle sollte zur Erhellung der gesamten Fläche dienen, während Sie ansonsten verschiedene Lichtinseln schaffen, die auch den Funktionsbereichen des Zimmers entsprechen können. Vermeiden Sie allerdings den Einsatz zentraler Hängeleuchten, die den Raum optisch zerschneiden und durch die Schrägen zu viele Ecken dunkel lassen. Auch Deckenfluter haben diesen Negativeffekt. Besser sind gezielte Spots und Tischlampen.

Betonen Sie immer auch die natürlichen Lichtquellen, indem Sie die Dachfenster tagsüber nicht mit Vorhängen einschränken und Schreibtische oder Lesesessel unter dem Fenster platzieren. Vergessen Sie allerdings gleichzeitig die Hitzeeinwirkung nicht. Deshalb sollten alle Möbel verrückbar sein, wenn es in den Sommermonaten unter dem Fenster zu heiss wird.

 

Oberstes Bild: © foamfoto – Shutterstock.com



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