Einladendes Entree: Schmale Flure repräsentativ gestalten

03.06.2014 |  Von  |  Entrée
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Einladendes Entree: Schmale Flure repräsentativ gestalten
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Der Flur sollte das Aushängeschild und die Visitenkarte jeder Wohnung und jedes Hauses sein. Doch oft ist dieser Raum schmal und ohne Fenster und fristet daher ein Schattendasein, im wahrsten Sinne des Wortes: düster, kalt und oft mit wahllos zusammengestellten Möbeln. Keine guten Eigenschaften, um Eindruck zu machen. Doch mit ein paar Kniffen und den richtigen Einrichtungsgegenständen wird aus einem müden Flur ein einladender Eingangsbereich.

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Diese Weisheit gilt auch für Besucher der eigenen vier Wände. Wie der erste Raum wahrgenommen wird, den ein Gast in einer ihm neuen Wohnung betritt, entscheidet darüber, mit welchem Gefühl die weiteren Zimmer betrachtet werden. Um hier punkten zu können und darüber hinaus auch selbst Freude an einem freundlich gestalteten Eingangsbereich zu haben, sollte der Korridor ebenso geschmackvoll wie praktisch eingerichtet werden.



Gerade bei schmalen Fluren spielt dabei die Farbgestaltung eine ganz entscheidende Rolle. So lassen helle Farben den Raum grösser erscheinen. Gleiches gilt für an den Wänden angebrachte Spiegel: Sie sind nicht nur eine gute Hilfe für das eigene Styling, sondern tragen zu einem deutlich grösseren Raumempfinden bei. Platziert man sie in ausreichender Grösse gegenüber offen stehenden Türen, werfen sie das einfallende Licht zurück und sorgen zusätzlich für mehr Helligkeit.

Ein Tipp bei besonders hohen Decken, die gerade in Altbauwohnungen oft zu finden sind, ist eine optische Trennung der Wände in zwei Bereiche – oben hell und unten dunkler. Einen zusätzlichen Effekt kann hierbei auch der Einsatz entsprechender Bordüren zaubern. Ebenfalls denkbar ist die Verwendung halbhoher Wandpaneele oder auch das Streichen der schmaleren Seiten mit einem dunkleren Farbton. Auf diese Weise wirken lange Wände kürzer und der Schlaucheffekt wird auf elegante Weise vermieden.

Ein wenig aufwendiger, aber sehr pfiffig: der Einbau eines Hängebodens über die gesamte Breite des Flures. Hier lässt sich die grosse Höhe des Raumes durch das Einziehen einer Zwischendecke als zusätzlicher Stauraum nutzen.

Möbel im Flur – einheitlich und hell. (Bild: Breadmaker / Shutterstock.com)

Möbel im Flur – einheitlich und hell. (Bild: Breadmaker / Shutterstock.com)




Möbel im Flur – einheitlich und hell

In aller Regel stehen nur wenige Möbel im Flur: eine Garderobe, ein Schuhschrank, eventuell noch ein Bücherregal und manchmal eine kleine Kommode oder ein Telefonschränkchen. Wichtig für die Erzielung eines guten Effekts ist hier aber nicht nur eine geschickte Positionierung der Möbelstücke, sondern auch deren farbliche Gestaltung. Wie bei den Wänden gilt: Gerade in kleinen und schmalen Fluren sollten helle Farben unbedingt bevorzugt werden. Der beste optische Eindruck lässt sich daher mit Möbeln erzielen, die im gleichen Farbton gehalten sind wie die Wände.

Da sich das Wissen um die Wichtigkeit des Eingangsbereiches als Visitenkarte des Hauses zunehmend durchsetzt, bieten die Möbelhersteller inzwischen vielfach ebenso schicke wie funktionale Möbel für den Korridor. Liebhaber finden in letzter Zeit vor allem Modulsysteme, in denen sich elegante offene Ablagemöglichkeiten für Einkaufstaschen, Hüte und Post mit praktischen Elementen zum Verstauen von Schuhen, Regenschirmen und ähnlichem vereinen.



Auf jeden Fall unverzichtbar in einem Flur ist eine ausreichend dimensionierte Garderobe. Hier finden sich im Handel die verschiedensten Varianten: als schmaler und verspiegelter Garderobenschrank, leiterförmig direkt an die Wand zu montieren oder als Vertikalstange mit axial beweglichen Kleideraufhängungen. Ein Tipp: Auch an die kleinen Besucher oder Bewohner denken! Kleiderhaken sollten daher unbedingt auch in niedriger Höhe angebracht werden. Und mit einem zur Garderobe passenden Schirmständer finden auch die Helfer für nasse Tage ihren Platz.

Überhaupt: Ordnung im Flur ist ein wichtiger Punkt, wenn es um die Wirkung des Eingangsbereiches geht. So sollte möglichst jedes Ding seinen Platz haben und nicht alles bunt durcheinandergewürfelt herumliegen.

Was beim Aufstellen und Positionieren der Möbel auch nicht ausser Acht gelassen werden darf, ist eine ausreichende Durchgangsbreite: Mindestens 60 bis 80 Zentimeter müssen für ein ungehindertes und bequemes Bewegen im Flur gewährleistet sein.

Richtiges Licht und pfiffige Deko



Da fast alle Flure ohne Fenster auskommen müssen, ist eine vernünftige Beleuchtung das A und O eines stilvoll eingerichteten Korridors. Vor allem für lange Flure eignen sich Beleuchtungssysteme mit Schienenelementen hervorragend, um eine sehr flexible Lichtgestaltung umzusetzen und alle Bereiche angemessen aufzuhellen. Mit Spots können zudem besonders schöne Dekoelemente, ein edles Möbelstück oder ein Bild angestrahlt werden. In Sachen Licht auf jeden Fall ein Muss: beidseitige Leuchten neben dem Garderobenspiegel. So kommt es nicht zu Schatten im Gesicht und der letzte Blick aufs perfekte Styling vor dem Weg nach draussen oder dem Empfangen der Gäste gelingt mühelos.

Sind die Wände freundlich gestrichen und die Möbel aufgestellt, fehlen nur noch die passenden Accessoires, um dem Korridor den letzten Schliff zu geben. In erster Linie bieten sich auch hier praktische Dinge an, die nicht nur einen optischen Nutzen haben, sondern zugleich auch eine sinnvolle Funktion erfüllen. Zu diesen kleinen Helfern zählt beispielsweise das Schlüsselbrett, welches in keinem Flur fehlen darf.

Ausserdem eignen sich vor allem längere Flure ausgezeichnet zur Ausgestaltung mit hübschen Bildern – vielleicht sogar mit einer kleinen Ahnengalerie, die garantiert das Interesse der Besucher weckt und dazu beiträgt, auch einen schmalen Flur zu einem einladenden Aushängeschild der Wohnung werden zu lassen.



 

Oberstes Bild: © bikeriderlondon – Shutterstock.com

Über Christian Schreiber

Christian Schreiber ist seit mehr als 15 Jahren als Autor tätig und hat bereits für Verlage wie Rowohlt, die Verlagsgruppe Random House (Bertelsmann) sowie verschiedene Zeitungen gearbeitet.

Neben der Erstellung vielfältiger Sachtexte zu den unterschiedlichsten Themenfeldern befasst er sich insbesondere mit Rechts- und Finanzangelegenheiten und gibt Wohn- und Einrichtungstipps.




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