Mit LEDs und Designlampen zum Lichtregisseur werden

16.06.2014 |  Von  |  Accessoires
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Mit LEDs und Designlampen zum Lichtregisseur werden
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Es gibt Leute, die der Glühlampe hinterhertrauern wie einer ausgestorbenen Tierart. Das waren Zeiten, als der glimmende Wolframfaden die Wohnungen in ein warmes Licht tauchte! Hand aufs Herz: Welche Möglichkeiten standen jener nostalgisch verehrten Glühlampenzeit zur Verfügung und wie wurden sie genutzt? In allen Epochen der Einrichtungsgeschichte gab es Menschen, die mit besonderem Geschick für ästhetisches Ambiente sorgten. Aber die Trickkiste, aus der sie in der Glühlampenzeit schöpften, war bedeutend schmaler, als sie es heute ist.

Klobige Lampenschirme, unter denen das Licht hervorblendet, Spotlights, die einem in die Augen stechen, kaltblaue Lichtqualitäten, schattenlos ausgeleuchtete Räume mit Wartesaalmentalität – mit einer miserablen Lichtkomposition lassen sich perfekte Einrichtungen ruinieren. Machen Sie den Test: Leuchten Sie ein unachtsam möbliertes Zimmer perfekt aus – es wird Ihnen besser gefallen als ein formvollendet möblierter Raum, dessen Lichtregie die Hausaufgaben nicht gemacht hat. Welche Hausaufgaben, darum geht es in diesem Artikel. Ausserdem stellt er moderne Leuchten vor, mit denen die Lichtkunst besonders gut präsentiert werden kann.

Die Glühlampe ist des Landes verwiesen (Australien hat sie als erster Kontinent verbannt) – es lebe die LED. Blicken wir auf jenes Intermezzo zwischen Glühlampe und LED zurück, das Energiesparlampe hiess: ein seltsames Leuchtmittel, das mit schläfrigen Blicken erwachte und sein volles Schummerlicht erst nach einigen Minuten kalt in den Raum goss. Als wir uns an seine menschenfeindlichen Eigenschaften gewöhnt hatten, erschreckten uns Sicherheitsingenieure mit Notfallplänen, falls eine Energiesparlampe zertrümmert werden sollte: nicht atmen, alle Fenster aufreissen, aus dem Raum flüchten, lange nicht wiederkommen. Zum Glück wurde zur selben Zeit die quecksilberfreie LED alltagstauglich.




LEDs gibt es in einer grossen Bandbreite von Lichtstärken und Lichtqualitäten. Die warmweissen LEDs reichen in ihrer Anmutung an das „natürliche“ Licht von Glühlampen heran. Sie sind dimmbar, können in allen möglichen Formen verbaut werden, halten eine Ewigkeit und sind Rekordhalter im Stromsparen. Der einzige Grund für die Nichtanschaffung einer LED ist ihr Preis. Sollten Sie jedoch zu den Menschen gehören, die auf lange Sicht kalkulieren, fällt auch dieses Nichtanschaffungsargument weg: Während ihrer langen Lebenszeit holt eine LED das Geld locker wieder herein.




Lichtregie ist kein Zauberwerk

Lichtregie ist keine Kunst, die man an der Universität studiert haben muss. Perfekte Lösungen ergeben sich, wie immer im Leben, aus der einfachen Überlegung, was der Mensch wirklich braucht. Welches Licht benötigen Sie wo, um sich zu entspannen, um zu lesen, zu meditieren, zu arbeiten oder akribischen Hobbys nachzugehen? Denken Sie darüber nach, ob Sie bestimmte Accessoires oder solitäre Gegenstände hervorheben möchten. Sollten Sie sich in der komfortablen Situation befinden, ein Haus vom Grundstein an planen zu können, sorgen Sie für Steckdosen, Steckdosen, Steckdosen. Dies ist kein Aufruf zur Stromverschwendung, sondern die Grundvoraussetzung für viele indirekte Lichtquellen – fürs Stromsparen sorgen die eingesetzten LEDs.




Aus alten Werkstätten und Büroräumen kennen Sie die kalte, schattenlose Atmosphäre der Arbeit, die durch lange Neonröhren produziert wird. Das kaltweisse Licht ist augenfreundlich sowie gemüts- und entspannungsfeindlich: genau das Richtige an allen Orten, die das Bruttosozialprodukt steigern sollen. Im Privathaus gehört kaltweisses Licht in die Küchen- und Arbeitsräume. Je gemütlicher Sie es sich machen wollen, desto wärmer sollten die eingesetzten Lichtquellen sein. Versuchen Sie sich vorzustellen, an welchem Ort eines Raums die Bewohner welchen Beschäftigungen nachgehen werden. Schaffen Sie Lichtinseln, sorgen Sie auch in den kaltweissen Arbeitsbereichen für Warmbiotope, in denen Auge und Seele entspannen können.

Lampen und Leuchtkörper von klassisch bis ungewöhnlich

Fangen wir mit einer Neuerrungenschaft an: der LED-Kette. Die flexible Stromsparschnur gibt Ihnen Möglichkeiten des Lichtarrangements an die Hand, die vor wenigen Jahren wie aus einem Zukunftsroman gewirkt hätten. Mit der LED-Kette heben Sie Accessoires hervor, setzen Akzente und betonen Linienführungen. Sie zeichnen mit Licht – und zwar für fünf Franken pro Jahr. So viel ungefähr fallen bei einem täglich fünfstündigen Einsatz der Kette an – eine schöne Veranschaulichung des Sparpotenzials von LEDs.




Deckenleuchten sind sozusagen das Flutlicht einer Wohnung. Ihre Installation hoch oben leuchtet einen Raum gleichmässig aus und sorgt für allgemein gute Sicht. Wenn die Ausleuchtung nicht das hinterste Detail in Szene setzen muss, stellen Deckenleuchten mit indirektem Licht eine schöne Alternative dar: Durch nach oben abgegebenes Licht schaffen sie eine angenehmere Atmosphäre.

Unter den Hängeleuchten feiert ein Leuchtkörper der Aristokratie und Grossbürgerlichkeit Wiederauferstehung: der Kronleuchter. Die kristallene Wolke schafft auch bürgerlichen Mahlzeiten glanzvolle Momente. Laden Sie den fürstlichen Lichtspender aber nur in Ihre Wohnung ein, wenn Sie hohe Räume besitzen – und lassen Sie ihn immer im oberen Viertel des Luftraums schweben. Früher freute sich der Energieversorger über Besitzer von Kronleuchtern – heute lässt sich der Kristalllüster dank LEDs ökologischer betreiben.




Aus einer ganz anderen gesellschaftlichen Richtung sind die Industrieleuchten auf uns gekommen: Hängeleuchten mit grossem Schirm aus emailliertem Stahlblech, die früher Fabrikhallen zierten. Sie sind perfekt einsetzbar im aktuellen kreativen Mixed-Media-Stil. Stehleuchten sind die Garanten indirekten Lichts und die eigentlichen „Bildhauerobjekte“ von Lampendesignern. Die Vielfalt ihrer skulpturalen Formgebungen erfordert den Raum eines eigenen Artikels. Das Spektrum interessanter Stile im Leuchtendesign ist riesig und dank des Einsatzes der wandelbaren LEDs noch einmal gewachsen.

 

Oberstes Bild: © Marko Poplasen – Shutterstock.com


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