Natürliche Schwimmteiche für den eigenen Vorgarten

25.07.2014 |  Von  |  Garten
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Natürliche Schwimmteiche für den eigenen Vorgarten
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Für die meisten Menschen ist ein schicker Pool das Nonplusultra im eigenen Garten. Einige mögen es aber auch etwas naturbezogener und praktischer. Dann stellt ein ganz natürlicher Schwimmteich eine gute Wahl dar, der mit seinem glasklaren Wasser an die unberührte Schönheit der Natur erinnert.

Natur pur direkt vor dem Eigenheim

Pools sind super für den Sommer und heisse Tage, jedoch versprühen sie kaum Natürlichkeit, sondern fallen durch Pumpen und meist auch durch chemische Zusätze auf, die das Wasser im Frühling und Sommer klar halten. Ein Naturteich hingegen fügt sich ganz eigenständig in die Optik des Gartens ein, kommt ohne Chemie aus und bietet dennoch das erfrischende Nass eines Schwimmbeckens. Ein grosser Vorteil vom Schwimmteich ist ausserdem, dass er das gesamte Jahr über genutzt werden kann – wenn auch in den kälteren Phasen nur als optisches Highlight.

Die harmonische Wirkung eines Schwimmteichs bleibt im Garten unerreicht. Die schön natürliche Wasserfläche passt super zu Holz und viel Gras, zugleich kann der Teich, anders als ein Pool, auch mit herrlichen Wasserpflanzen verziert werden. Seine Natürlichkeit hat auch praktische Vorteile, vor allem in der Pflege des Teichs. Naturteiche benötigen tatsächlich nur ein Bruchteil der Pflege, die ein Pool für sich beansprucht, bleiben aber dennoch schön sauber und sind stets schick anzuschauen.

Ein eigenes Ökosystem – das gesamte Jahr über

Der Schwimmteich ist nicht einfach nur ein abgegrenzter Bereich im Garten, sondern ein völlig eigenständiges Ökosystem, an dem man sich 12 Monate im Jahr erfreuen kann. Statt von Pumpen und chemischen Produkten wird die Reinigung des Teichs vollständig von der Natur übernommen. Damit das funktioniert, muss ein Teich immer in zwei abgetrennte Zonen eingeteilt werden: die Zone fürs Schwimmen und eine weitere Klärzone, die für die Reinigung des Wassers zuständig ist.

Die Klärzone im Teich ist quasi für die Regeneration verantwortlich und wird oftmals auch als Uferzone bezeichnet. Das Wasser ist hier wesentlich flacher als in der zweiten Zone des Schwimmteichs, ausserdem befinden sich in der Klärzone mehrere Pflanzen, beispielsweise Rohrkolben, Seerosen oder Schilfgewächse, die die überschüssigen Nährstoffe und den Schmutz aus dem Wasser ziehen und in sich aufnehmen. Durch diesen Vorgang wird das Wasser auf ganz natürliche Art und Weise durch die Pflanzen gereinigt, weshalb auf Chemie im Schwimmteich verzichtet wird.

Mikroben übernehmen in einem Schwimmteich die Aufgabe, die eigentlich Ozon und Chlor in einem Pool erfüllen. Auch diese werden durch die Pflanzen bereitgestellt und reinigen ganz natürlich. Das macht sich besonders beim Tauchen bemerkbar, denn wenn Chlor und Co im Wasser fehlen, wirkt sich das positiv auf Haut und Haare aus – zugleich werden auch ein unangenehmer Duft und ein stechendes Brennen in den Augen vermieden. Langfristig gesehen ist der Schwimmteich damit sogar wirtschaftlicher als ein Pool, denn die chemischen Reinigungsstoffe können, zumindest auf ein grösseres Volumen betrachtet, den Geldbeutel nicht unwesentlich belasten.

Ausreichend Platz und Tiefe sind unverzichtbar

Damit der eigenständige Reinigungseffekt im Teich auch funktioniert, muss dieser mindestens eine Grösse von 60 Quadratmetern aufweisen. Grössere Schwimmteiche zwischen 100 oder gar 300 Quadratmetern sind natürlich ebenfalls möglich, sofern der Garten den dafür benötigten Platz auch hergibt. Prinzipiell gilt hierbei die Faustregel: je grösser der Schwimmteich, desto effizienter auch die Reinigung. Das selbstregulierende Ökosystem profitiert erheblich von einer ausgedehnten Grösse, zugleich behalten die Teiche so auch an besonders heissen Tagen ihre kühle Temperatur.

Die Tiefe bestimmt ebenfalls ganz entscheidend die Temperaturentwicklung und den Reinigungseffekt. Schwimmteiche sollten mindestens eine Tiefe von 2 Metern besitzen, besser sind 2,50 Meter oder gar 3 Meter. Sedimente, die sich beim Naturteich am Grund absetzen, werden dann nicht an die Oberfläche gewirbelt. Dieser Umstand verschönert die Optik des Naturteichs erheblich. Algen müssen im Übrigen kaum befürchtet werden. Trotz vieler Vorurteile bilden diese sich, wenn überhaupt, nur in sehr geringer Zahl.

Ist eine entsprechende Grösse beziehungsweise Tiefe nicht möglich, kann statt einem Naturteich auch auf einen Naturpool zurückgegriffen werden. Diese verzichten immer noch auf Chlor und Chemie, nutzen aber Pumpen und spezielle Filter, um die Reinigung zu vollziehen. Pflanzen mitsamt Klärzone werden bei Naturpools nicht notwendig, dafür erfordert die Pumpe mitsamt ihren ganzen Filtern aber ein höheres Mass an Pflege und Instandhaltung – zugleich sind diese Varianten kurz- und langfristig teurer.

Die Lage und Gestaltung

Ein Naturteich sollte auf keinen Fall den gesamten Tag über in der prallen Sonne liegen, da sich dann einerseits die Wassertemperatur erhöht und andererseits die Produktion von Algen begünstigt wird. Empfehlenswerter ist es, wenn sich der Naturteich direkt an der Seite vom Haus befindet, da dieses dann für mehrere Stunden am Stück Schatten spenden kann. Bäume könnten zwar auch Schatten spenden, sollten aber nicht in direkter Nähe platziert werden, da herabfallendes Laub den Teich verunreinigt.

Clever ist es, wenn die Terrasse direkt als Steg für den Teich genutzt wird. Gepaart mit schönem Holz ergibt sich eine unerreichte Ästhetik, die zugleich viele praktische Vorteile vorzuweisen hat. Natursteine oder eine andere Teicheinfassung sind ebenfalls möglich.

 

Oberstes Bild: © Purple Queue – Shutterstock.com


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