Richtiges Lüften und Heizen – schaffen Sie ein gesundes Raumklima

08.05.2015 |  Von  |  Heizung
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Richtiges Lüften und Heizen – schaffen Sie ein gesundes Raumklima
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Ob beim Duschen, Wäschewaschen oder Kochen – im Haus oder in der Wohnung entsteht Feuchtigkeit. Wer nicht richtig lüftet, riskiert ein ungesundes Raumklima und verursacht im schlimmsten Fall sogar Schimmelbildung.

Um dem vorzubeugen, kommt es auf richtiges Lüften und Heizen an.

Täglich entstehen in einem vierköpfigen Haushalt nach Angaben der Verbraucherzentrale Bundesverband etwa zwölf Liter Feuchtigkeit. Die durch den Wasserdampf angereicherte Raumluft kann sich an kühlen Wandflächen niederschlagen. Wenn Sie nicht aufpassen, kann gerade hinter grossen Möbelstücken schnell Schimmel entstehen. Fakt ist: Die Feuchtigkeit muss aus der Wohnung. Grundsätzlich gilt: Warme Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf als kalte. Eine extrem reduzierte Raumtemperatur führt dazu, dass die Umgebungsluft weniger Luftfeuchte aufnehmen kann.

Gerade im Winter lüften Sie idealerweise mindestens zwei bis vier Mal täglich. Es bringt wenig, das Fenster den ganzen Tag gekippt zu lassen. Viel besser ist es, einen effektiven Luftaustausch durch Querlüften der Räume zu erreichen. Öffnen Sie die Fenster für fünf bis zehn Minuten und sorgen für Durchzug. Dabei entsteht ein Luftzug, der die feuchte Luft aus der Wohnung weht. Während des Lüftens reduzieren Sie die Heiztemperatur, danach drehen Sie wieder auf.

Die feuchte Luft aus Bad oder Küche sollte sich beim Stosslüften nicht in der gesamten Wohnung verteilen – hier ist Durchzug nicht zu empfehlen. Schliessen Sie die Türen zu Küche oder Bad und öffnen Sie die Fenster weit. Bei einem innenliegenden Bad müssen Sie die Tür natürlich öffnen, damit die Feuchtigkeit abziehen kann.

Im Schlafzimmer sammelt sich über Nacht Feuchtigkeit. Schlafen Sie bei offenem Fenster, sorgen Sie für einen ständigen Luftaustausch. Doch nicht jeder mag bei offenem Fenster schlafen. In diesen Fällen empfiehlt sich ein ausgiebiges Lüften nach dem Aufstehen. Öffnen Sie das Fenster dazu weit, die Kippstellung bringt hier nicht den nötigen Erfolg.

Luftfeuchtigkeit regelmässig prüfen

Prüfen Sie die Luftfeuchte in der Wohnung mit einem Hygrometer. Experten empfehlen eine relative von maximal 60 %. Wichtig ist, dass die Feuchtigkeit nach dem Stosslüften deutlich absinkt, sonst steigt die Gefahr der Schimmelbildung.

Im Winter haben wir es alle gern kuschelig warm, dennoch sollten die Wohnräume nicht überheizt werden. Raumtemperaturen um 21 Grad Celsius sind in der Regel vollkommen ausreichend. Mit rund 18 Grad Celsius darf es in den Schlafräumen sogar noch ein wenig kühler sein. In wenig genutzten Räumen sollten Sie die Heizung niemals ganz abstellen. Ist es hier besonders kühl, kann sich mehr Feuchtigkeit niederschlagen und es bildet sich Schimmel. Kühlere Räume mit der warmen Luft anderer Räume zu heizen ist ebenfalls keine gute Idee, denn auch das führt zu einem Anstieg der Luftfeuchtigkeit. Bereits bei einer Luftfeuchtigkeit von 80 % steigt die Gefahr von Schimmelbildung deutlich an.

Kellerräume sind in den Sommermonaten besonders gefährdet. Die Kellerwände sind in der Regel sehr kühl. Strömt nun warme Luft in die Räume, kann sie sich an den Wänden niederschlagen und Schimmelwachstum begünstigen. Darum raten Experten, Kellerräume stets nur in den frühen Morgen- oder in den späten Abendstunden zu lüften, wenn es draussen kühl ist.


Prüfen Sie die Luftfeuchte in der Wohnung mit einem Hygrometer. (Bild: © likuzia - shutterstock.com)

Prüfen Sie die Luftfeuchte in der Wohnung mit einem Hygrometer. (Bild: © likuzia – shutterstock.com)


Möbel nicht zu dicht an Aussenwände stellen

Oftmals wartet beim Umräumen oder Modernisieren eine unliebsame Überraschung: Ein grosser Schrank wird von der Wand abgerückt, dahinter haben sich riesige Schimmelflecken gebildet. Insbesondere kühle und schlecht isolierte Aussenwände können das Auftreten begünstigen. Darum sollten Möbel stets einige Zentimeter von der Wand entfernt stehen. So kann die Luft noch zirkulieren und staut sich nicht hinter den Möbelrückwänden.

So gehen Sie gegen Schimmelbildung vor

Hat sich der Schimmelpilz erst einmal eingenistet, ist guter Rat teuer. Kleine Stellen beseitigen Sie mit passenden Mitteln aus dem Fachhandel selbst. Ist der Befall grösser als einen Quadratmeter, empfiehlt es sich, einen Profi zu beauftragen. Oftmals ist es nicht einfach, den Schimmel zu entdecken. Herrscht ein leicht modriger Geruch in einem Raum, deutet das auf einen Schimmelbefall hin. Dann sollten Sie auch schlecht zugängliche Stellen im Raum prüfen. Gern nistet sich der Schimmel hinter Verkleidungen oder unter dem Fussboden ein, dann ist er nicht leicht zu entdecken.

Als Hausmittel gegen kleinere Schimmelflecken hat sich 70%iger Alkohol bewährt. Auch Brennspiritus wirkt gegen den unliebsamen Mitbewohner. Tragen Sie beim Entfernen der Sporen Schutzkleidung und setzen Sie eine Atemmaske auf, damit Sie die umherfliegenden Sporen nicht einatmen. Oberflächlichen Befall wischen Sie mit einem feuchten Tuch einfach ab.

Wohlfühlklima für Innenräume

Wir fühlen uns in Räumen wohl, in denen die Luftfeuchtigkeit stimmt. Ist es zu trocken, trocknet das unsere Schleimhäute aus, eine Erkältung kann folgen. Ist es dagegen zu feucht, empfinden wir das als belastend, fühlen uns unwohl und es herrscht im wahrsten Sinne des Wortes dicke Luft. Folgende Faktoren beeinflussen das Innenraumklima:

  • Temperatur der Umgebungsluft
  • Luftfeuchtigkeit
  • Luftzirkulation

Mit vielen Grünpflanzen schaffen Sie ein angenehmes Raumklima, denn die Pflanzen binden das in der Luft enthaltene Kohlendioxid und geben Sauerstoff ab. Doch die Gewächse können noch mehr: Sie filtern Schadstoffe, die aus Möbeln oder anderen Baustoffen entweichen, und sorgen so für gute Luft.

Auch mit einem mineralischen Kalkputz können Sie die Luftfeuchtigkeit verbessern. Insbesondere im Bad oder in der Küche leistet der Putz hervorragende Dienste. Der offenporige Putz kann bis zu 20 Liter Wasser pro Quadratmeter aufnehmen. Sinkt die Luftfeuchte in dem betreffenden Raum ab, gibt der Mineralputz die Feuchte wieder in die Umgebung ab. Wichtig ist, dass die Poren dieses Putzes offen bleiben – man spricht von einem diffusionsoffenen Putz.



Fazit: Wer regelmässig lüftet, effizient heizt und auf eine ausgewogene Luftfeuchtigkeit achtet, schafft ein angenehmes Raumklima.

 

Oberstes Bild: © Yuganov Konstantin – shutterstock.com



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Über Andrea Hauser

Aus meinem langjährigen Hobby, dem Schreiben, ist im Jahr 2010 ein echter Job geworden - seitdem arbeite ich als selbständige Texterin. Davor war ich als gelernte Bankkauffrau im klassischen Kreditgeschäft einer Hypothekenbank tätig. Immobilien und Baufinanzierungen zählen noch immer zu meinen Steckenpferden. Angetrieben durch die Lust, Neues zu entdecken, arbeite ich mich gern in unbekannte Themengebiete ein und lasse mich schnell begeistern.

Mit meiner Familie erkunde ich in den Ferien fremde Metropolen oder lasse bei einem Badeurlaub einfach die Seele baumeln. Seit ich klein bin, sind Bücher meine große Leidenschaft, wenn es meine Zeit erlaubt, bin ich immer mit einem guten Buch anzutreffen. Mich fasziniert alles, was mit Kreativität zu tun hat: Von Acrylbildern, über Glasmalerei bis hin zu Loombands habe ich schon vieles ausprobiert.


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