Schlafzimmer für drei: Mit Baby im selben Raum

09.07.2014 |  Von  |  Schlafzimmer
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Schlafzimmer für drei: Mit Baby im selben Raum
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Kündigt sich Nachwuchs an, stellt sich schnell die Frage nach einem geeigneten Schlafplatz für den kleinen Sohn oder die kleine Tochter. Sofern das Kind nicht im eigenen Zimmer nächtigen soll, ist die Unterbringung im Zimmer der Eltern angesagt. Doch wie kann ein „Schlafzimmer für drei“ am besten eingerichtet werden?

Gerade beim Neugeborenen ist es vielfach das Beste, es in den ersten Wochen und Monaten im Schlafzimmer der Eltern unterzubringen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Der neue Erdenbürger ist in direkter Nähe, was Mutter und Vater ein sicheres Gefühl gibt. Schläft das Kind entfernt in einem anderen Zimmer, sind viele junge Eltern oftmals etwas unruhig, weil sie nicht wissen, ob das Baby vielleicht weint oder sich die Decke über den Kopf gezogen hat. Ebenfalls positiv: Durch eine Unterbringung des Kindes im Elternschlafzimmer ist das Stillen für viele Mütter denkbar einfach, weil der kleine Sohn oder die kleine Tochter zum Trinken flugs ins Elternbett geholt werden kann. Auf diese Weise ist die Nachtruhe für alle Beteiligten angenehmer.

Wichtig bei der Gestaltung eines Schlafzimmers für Eltern und Kleinkind ist in jedem Fall die Beachtung einiger grundlegender Dinge. So muss der Raum eine ausreichende Grösse haben, um sowohl das Bett der Eltern als auch Wiege, Stubenwagen oder Kinderbettchen aufnehmen zu können. Bei zu beengten Platzverhältnissen ist nicht nur die Bewegungsfreiheit sehr eingeschränkt und wirkt sich negativ auf das gesamte Raumempfinden und damit auf den Schlafkomfort aus, sondern auch die Reinigung derartig enger Zimmer ist nur schwer möglich. Überdies kann die Unterbringung von drei Personen auf nur wenigen Quadratmetern schlechte Atemluftverhältnisse mit sich bringen. Und Sauerstoffknappheit sollte gerade bei kleinen Kindern tunlichst vermieden werden.

Hinsichtlich der Schlafstätte des Babys gibt es verschiedene Möglichkeiten. Am zweckmässigsten ist zumeist die Aufstellung eines Kinderbettes. (Bild: ziviani / Shutterstock.com)

Hinsichtlich der Schlafstätte des Babys gibt es verschiedene Möglichkeiten. Am zweckmässigsten ist zumeist die Aufstellung eines Kinderbettes. (Bild: ziviani / Shutterstock.com)

Bewährt und lange nutzbar: das Kinderbett




Hinsichtlich der Schlafstätte des Babys gibt es verschiedene Möglichkeiten. Am zweckmässigsten ist zumeist die Aufstellung eines Kinderbettes. Die gängigsten Standardmodelle haben eine Grösse von 140 x 70 Zentimetern. Sie lassen dem Kind genügend Bewegungsspielraum und bieten den grossen Vorteil, dass sie auch später noch im Kinderzimmer Verwendung finden können. Für engere Schlafzimmer lassen sich aber auch etwas kleinere Kinderbetten finden. Exemplare in den Massen 120 x 60 Zentimeter bieten Neugeborenen und Kleinkindern eine vernünftige Möglichkeit für einen gesunden Schlaf.




Die Liegefläche sollte stets höhenverstellbar sein, um eine individuelle Anpassung je nach Alter des Kindes zu gewährleisten. In jedem Falle sinnvoll sind Modelle, die mit Seitengittern ausgestattet sind. So kann ein Herausfallen des Kindes verhindert werden. Bei den meisten derartigen Kinderbetten sind zwei oder drei Streben so ausgestattet, dass sie sich problemlos herausnehmen lassen. Auf diese Weise kann ein etwas älteres Kind das Bett selbstständig verlassen, ist aber beim Schlafen dennoch vor Abstürzen geschützt.

Bewährte Alternativen: Stubenwagen und Wiege




Anstelle des Kleinkindbettes kann auch die Anschaffung eines Stubenwagens überlegt werden. Grösster Vorteil hier ist die Flexibilität: Ein Stubenwagen ist mit kleinen Rädern versehen und lässt sich – nicht zuletzt wegen seines relativ geringen Gewichts und der guten Handhabbarkeit – problemlos in andere Bereiche des Hauses rangieren. So kann Baby auch in der Küche schlummern, während Mama das Mittagessen vorbereitet. Oder der Nachwuchs wird zu Papa ins Arbeitszimmer geschoben, wo der Hausherr ein wachsames Auge auf Sohn oder Tochter haben kann.




Nachteil beim Stubenwagen ist die zumeist nicht so hochwertige Liegefläche: Während beim Kinderbett Matratzen und Lattenroste zum Einsatz kommen können, sind Stubenwagen in aller Regel lediglich mit einer relativ dünnen Liegematte ausgestattet. Zudem wird das Kleine schnell grösser und ist schon nach wenigen Wochen aus dem Stubenwagen herausgewachsen. Eine Weiterverwendung wie beim Kinderbett ist hier ausgeschlossen.

Die klassische Alternative für Babys Schlaf ist die gute alte Wiege. Oft werden derartige Stücke über Generationen vererbt und wie ein Familienschatz gehütet. Säuglinge fühlen sich durch die kuschelige Gemütlichkeit in einer engen Wiege zumeist sehr wohl und geniessen das Geschaukel in besonderem Masse. Allerdings sind Babys auch einer Wiege bereits nach vier bis sechs Monaten entwachsen. Insofern stellt diese Art der Unterbringung nur eine Übergangslösung dar und hat genau wie der Stubenwagen eine sehr begrenzte Nutzungsdauer.

Ein guter Standort für Babys Gesundheit

Ganz gleich, welche Schlafstätte favorisiert wird: Beachtet werden sollte in jedem Fall der richtige Standort von Kinderbett, Stubenwagen oder Wiege im Elternschlafzimmer. In der Nähe der Tür und vor allem unmittelbar vor dem Fenster kommt es oftmals zu stärkeren Luftbewegungen und damit zu Zugluft. Hierdurch kann es bei Säuglingen und Kleinkindern zu Ohrenproblemen oder Erkältungskrankheiten kommen, die unbedingt verhindert werden müssen. Aus diesem Grunde sollten Kinderbetten immer mit einem Windschutz versehen sein. Diese auch „Nestchen“ genannten Elemente bestehen zumeist aus leicht gefüttertem Stoff und werden am Kopfende des Bettes angebunden. Sie schützen das Kleine von drei Seiten und verhindern effektiv eine Zugluftbelastung.

Möglich und sinnvoll ist zudem ein nach oben gerichteter, zeltartiger Aufsatz, der sogenannte Himmel. Auch er leistet gute Dienste, um die empfindlichen Atmungsorgane des Kindes zu schützen.




Ein weiterer, nicht zu vernachlässigender Aspekt beim Kauf von Kinderbetten und generell bei allen Kindermöbeln ist die Schadstoffbelastung. Hier ist man mit unbehandeltem Holz in aller Regel am besten bedient. Mittlerweile gibt es aber auch viele schadstoffgeprüfte Kindermöbel aus den unterschiedlichsten Kunststoffen. Vor einem Kauf sollte aber immer die zum Möbelstück gehörende Spezifikation aufmerksam gelesen werden. Sie gibt Auskunft über die verwendeten Materialien.

Wer also auf einen guten Standort, eine vor Zugluft geschützte Unterbringung und eine auf die persönlichen Bedürfnisse und den individuellen Geschmack abgestimmte Wahl der Schlafstätte für den Nachwuchs achtet, kann gemeinsam mit diesem gut schlummern und schön träumen.

 

Oberstes Bild: © maxriesgo – Shutterstock.com

Über Christian Schreiber

Christian Schreiber ist seit mehr als 15 Jahren als Autor tätig und hat bereits für Verlage wie Rowohlt, die Verlagsgruppe Random House (Bertelsmann) sowie verschiedene Zeitungen gearbeitet.
Neben der Erstellung vielfältiger Sachtexte zu den unterschiedlichsten Themenfeldern befasst er sich insbesondere mit Rechts- und Finanzangelegenheiten und gibt Wohn- und Einrichtungstipps.


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