So wird die Bar zum Esstisch: Eine elegante Lösung für kleinere Wohnungen

11.06.2014 |  Von  |  Esszimmer
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So wird die Bar zum Esstisch: Eine elegante Lösung für kleinere Wohnungen
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Eine stilvolle Bar kann die perfekte Ergänzung zur Küche sein und gleichzeitig ein optimaler Platzsparer, wenn kein Raum für einen Esstisch vorhanden ist. Sie hat ausserdem die exzellente Eigenschaft, dass Ihre Gäste Ihnen beim Kochen zuschauen und in unmittelbarer Nähe zum Herd tatkräftig mitschnipseln können. Gerade für die erste gemeinsame Wohnung, die ja häufig noch ein wenig kleiner ausfällt, eignet sich die Barlösung als Mittelpunkt bestens.

1. Nutzen Sie die Bar als Trennwand

Vor allem in Apartments mit offener Küche können Bars eine wunderbare Raumtrennung bieten. Sie ermöglichen eine optische Teilung in verschiedene Funktionsgebiete und lassen gleichzeitig den Raum optisch grösser wirken, als etwa eine halbhohe Wand dies könnte. Wählen Sie ein Barmodul, das vier Tischbeine hat, dann erhöhen Sie die Transparenz; gleichzeitig werden Sie jedoch nicht den abgeschlossenen, optischen Eindruck erreichen, den eine durchgehende Front Ihnen bietet. Tipp: Machen Sie ein Frontalfoto der Raumsituation und montieren Sie jeweils das Bild der Tisch- und geschlossenen Barlösung hinein.

2. Achten Sie auf die Platzierung

Manche Menschen sitzen partout nicht gerne mit dem Rücken zum Zimmer. Nun scheint das in den meisten Fällen die intuitive Lösung zu sein, denn die Bar ist oft der Abschluss der Küche zum Rest des Raumes. Überlegen Sie in diesem Fall, ob nicht zusätzlich eine Ecklösung denkbar wäre, die entsprechende Gäste weniger exponiert.

3. Machen Sie es sich bequem

Nicht alle Barstühle sind wirklich für längeres Sitzen entworfen. Das liegt auch an der Herkunft aus der Bar – nämlich als Ort des kurzen Verweilens, bevor die Lokalität gewechselt oder man zu Tisch gebeten wird. Wenn Sie Ihre Bar aber als tatsächlichen Essplatz nutzen möchten, dann entscheiden Sie sich für Barstühle, auf denen man auch länger bequem sitzen kann. In jedem Fall sollten sie eine höhere Lehne und bestenfalls Armlehnen haben.




Die Sitzhöhe sollte unbedingt verstellbar sein, so dass für jeden ein bequemer Umgang mit dem Besteck gewährleistet ist. Behalten Sie diese Funktion im Hinterkopf und probieren Sie den Stuhl Ihrer Wahl unbedingt anhand dieser Kriterien aus. Auch für die Füsse sollte es eine Abstellmöglichkeit geben, falls diese nicht schon in die Theke selbst integriert ist. Dabei müssen Sie vielleicht Abstriche an Purismus und Eleganz machen, aber Ihre Gäste werden es Ihnen danken. Das gilt insbesondere für Kinder: Diese rutschen beim Essen viel hin und her – hier sind Armlehnen ein Muss.

4. Bleiben Sie flexibel

Viele Einbauküchen bieten als zukaufbare Module Bartische an, die etwa fest mit der Kochinsel verbunden werden. Natürlich ergibt dies ein sehr homogenes Bild, schränkt Sie aber auch ein. Meist sind diese Baroptionen nämlich nur von einer Seite bespielbar. Sie können Ihre Bar dann aber niemals etwa für vier Personen nutzen, wenn Sie Gäste haben. Eine mobile Tischbar, die unabhängig vom Küchenmobiliar „funktioniert“, kann individuell aufgestellt und von Stühlen umgeben werden.

Wenn Sie Ihren Bartisch auch als zentralen Essbereich nutzen möchten, sollte er nach Möglichkeit etwas breiter sein als die durchschnittliche Bar. (Bild: Goodluz / Fotolia.com)

Wenn Sie Ihren Bartisch auch als zentralen Essbereich nutzen möchten, sollte er nach Möglichkeit etwas breiter sein als die durchschnittliche Bar. (Bild: Goodluz / Fotolia.com)





5. Die Breite entscheidet

Wenn Sie Ihren Bartisch auch als zentralen Essbereich nutzen möchten, sollte er nach Möglichkeit etwas breiter sein als die durchschnittliche Bar. Dann können Teller auch gegenüber voneinander Platz finden, genauso wie Schüsseln, Dekorationselemente und Besteck.

6. Entscheiden Sie sich für funktionales Design

Passen Sie das Design des Bartisches eher an den Stil Ihres Zimmers an als an den der Küche, wenn diese ineinander übergehen – denn optisch wird er eher dem Wohnraum zugeordnet werden. Besonders schön sind zweifarbige Lösungen mit starkem Kontrast. Dabei ist oft die Unterseite hell, während die Barplatte aus schön gemasertem Holz oder mit einer dunklen Lackierung gefertigt ist.

Bedenken Sie dabei, dass diese Lösung eher für nicht so häufig genutzte Tresen geeignet ist, an denen mehr gestanden als gegessen wird. Denn auch wenn Sie sich für ein pflegeleichtes Material entscheiden, das abwischbar ist: Auf Dauer werden die vielen Kontakte mit den Schuhen Ihrer Familie und Gäste Spuren hinterlassen. Hier empfiehlt sich entweder eine Tischlösung oder eine dunkle Farbe im unteren Bereich.

7. Aufs Material kommt es an: Auswahl und Pflege




Gerade wenn sie quasi „Wandcharakter“ hat, sollte Ihre Bar stets das gute Stück bleiben. Mit einer materialgerechten Pflege ist das kein Problem. Von den häufig genutzten, robusten MDF-Platten wischen Sie Flecken einfach mit einem weichen Tuch und Spülmittel ab. Gerade wenn sie hochglanzlackiert sind, dürfen sie allerdings nicht mit einem rauen Putzschwamm bearbeitet werden. Die Versuchung ist gross, wenn der Bartresen die Küche abschliesst, auch hier mal eben mit dem Spülschwamm drüberzuwischen. Auf Dauer kann das aber dumpfe Stellen und Mikrorisse verursachen.




Gleiches gilt für Bartische aus folierter Spanplatte, die auch bei kleinerem Budget eine charmante Lösung sind. Bei dieser müssen Sie zusätzlich auf hochwertige Verklebung und Versiegelung achten. Wenn Ihre Bar nämlich zur Küche gehört, wird Sie konstant Dampf und Kondensation ausgesetzt sein. Das muss sie aushalten können – egal aus welchem Material sie ist.




Wenn Sie etwas tiefer in die Tasche greifen und sich einen Bartisch aus Holz fertigen lassen, dann besprechen Sie mit dem Schreiner, welche Oberflächenbehandlung am schonendsten ist und ob Sie Ihrer Bar von Zeit zu Zeit eine Ölung oder Wachsung angedeihen lassen sollten. Hier sind kleine Flecken und Macken Teil des Alterungsprozesses.

 

Oberstes Bild: © AlexRoz – Shutterstock.com


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