Wildholzmöbel: Unikate, von der Natur geschaffen

29.07.2014 |  Von  |  Allgemein
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Wildholzmöbel: Unikate, von der Natur geschaffen
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Jeder kennt sie von Almhütten, aber nun halten sie zunehmend Einzug in das Alltagsleben: Möbel und Dekorelemente aus Wildholz. Ein Einrichtungsstil ist dies nicht, eher die Möglichkeit, durch ausgefallene Unikate eine vorhandene Linie aufzubrechen und Blicke auf ein spannendes Objekt zu lenken. Am bekanntesten sind in dieser Hinsicht wohl die nun schon relativ häufigen Lampen, die als Ständer ein oder mehrere umeinander gewundene Äste zeigen. Das Faszinierende an Wildholz: Es akzentuiert puristisches Design ebenso wie romantischen Shabby Chic und passt sich an Ethno-Einflüsse genauso an wie an eher mediterrane Umgebungen.

Was zeichnet Wildholzmöbel aus? Vor allem natürlich ihre Individualität. Schliesslich entstehen sie aus Hölzern, die der Wald ‚abwirft‘, gepaart mit der Kreativität des Schreiners – oder Ihrer eigenen, falls Sie sich dem Hobby des DIY-Möbelschreinerns hingeben möchten. Nachhaltiger geht es kaum: Hier wird kein Baum gefällt und idealerweise nur einheimisches Holz verarbeitet. Das spart Transportkosten und schont Wälder daheim und in den Tropen.



Möchten Sie allerdings selbst Hand anlegen und sich etwa eine Bank oder ein Regal aus Wildholz bauen, müssen Sie einiges beachten. Zwar handelt es sich bei den als Rohstoff genutzten Funden um im Wald am Boden liegendes Totholz. Dieses einfach mitzunehmen ist jedoch nicht automatisch erlaubt. Erkundigen Sie sich am besten vor der Suchaktion, wem der Wald gehört und wie die Besitzansprüche geregelt sind.

Berücksichtigen Sie auch, dass sich nicht jedes einheimische Holz gleich gut eignet. Nadelhölzer etwa vermeiden Sie aufgrund der Harzbildung besser. Eiche hingegen ist eine wunderbare Holzquelle, sehr belastbar, wunderschön gemasert und als Möbel sehr pflegeleicht. Aber auch Ahorn, Fichte oder Zwetschge sind ideal. Praktisch müssen Sie auch bedenken, dass Totholz häufig gründlich durchfeuchtet ist. Bis ein dicker Stamm trocken ist, können viele Monate vergehen – vorher sollte er nicht bearbeitet werden.

Dann allerdings können schon mit wenig Werkzeug und so gut wie keiner Schreinererfahrung erstaunliche Ergebnisse erzielt werden – Sie benötigen nicht mehr als eine gute Handsäge, einen Holzbohrer und ein Schnitzmesser. In vielen Fällen kommen Sie sogar ohne Nägel aus. Online finden Sie eine Vielzahl an optischen Anregungen. Für Stühle und Rückenlehnen von Bänken sowie Garderoben oder Lampenfüsse müssen Sie eigentlich nur die gefundenen Äste auf die gewünschte Grösse zurechtschneiden, an geeigneter Stelle anbohren, entsprechend grosse Zapfen zurechtschnitzen und die Astteile zusammenstecken. Zur zusätzlichen Stabilisierung kann noch Schaumleim eingesetzt werden. Nach vollständiger Trocknung sollten Sie das Wildholzmöbel einölen und diese Pflege regelmässig wiederholen – das gilt übrigens auch für Exemplare vom Schreiner.



 

Oberstes Bild: © Art_Maric – Shutterstock.com


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