Wohnen mit Holz von hier: Möbel aus einheimischen Rohstoffen

09.07.2014 |  Von  |  Esszimmer, Garten, Wohnzimmer
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Wohnen mit Holz von hier: Möbel aus einheimischen Rohstoffen
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Klimaschutz ist in aller Munde. Und selbst, wer den pessimistischen Prognosen für einen globalen Klimawandel keinen Glauben schenkt, ist zumeist bestrebt, etwas zum Erhalt der Umwelt und der Bewahrung der Schöpfung beizutragen. Mit Möbeln aus einheimischen Hölzern kann hier nachhaltig geholfen werden.

Tropenhölzer im Wohnbereich

Auf der Suche nach stabilen und witterungsbeständigen Möbeln für Terrasse, Garten oder Balkon landen viele Haus- oder Wohnungsinhaber früher oder später bei Teakholz oder Mahagoni. Auch im Innenbereich sind derartige Tropenhölzer wegen ihrer edlen Optik sehr beliebt.

Allerdings ist die Verwendung dieser Holzarten nicht unumstritten, werden sie doch oft mit Raubrodungen und rücksichtslosen Abholzungen im Regenwald in Verbindung gebracht. Insofern stellt sich für viele die Frage nach Alternativen, die bei möglichst gleicher Robustheit und einem ähnlichen Erscheinungsbild aus verantwortungsvollem Anbau stammen. Doch welche Holzarten von hier kommen dafür infrage?

Vernünftige Alternativen

Gerade im Aussenbereich sind Möbel aus Robinie (auch als Falsche Akazie bezeichnet) eine hervorragende Alternative zu Teak & Co. Robinienholz verrottet selbst ohne Imprägnierung so gut wie nicht. In Europa gibt es keine andere Holzart, die derart resistent gegen Insektenbefall und Pilze ist.

Auch Lärchenholz ist sehr geeignet. Es ist formstabil und sogar in Bereichen mit hoher Luftfeuchtigkeit nutzbar, da es sich selbst unter schlechtesten Bedingungen kaum verzieht. Lärchenholz stammt zumeist aus den nördlichen Alpenregionen und eignet sich sehr gut für Küchenmöbel oder Schränke und Truhen im Bauernstil. Mit ein wenig Suchen wird man bei vielen Möbelanbietern in dieser Richtung fündig und kann mit dem wunderschön strukturierten Holz äusserst stilvolle Akzente setzen. Auch für Treppen im Innen- und Aussenbereich ist Lärchenholz sehr beliebt.

Nicht zuletzt ist die als Möbelholz weit verbreitete Eiche prädestiniert, auch im Freien zum Einsatz zu kommen. Garten- und Terrassenmöbel aus Eiche werden in einem speziellen Verfahren kammergetrocknet, damit ein Wellen oder Reissen des Holzes vermieden wird. Anschliessend werden die Möbel mit einer Imprägnierung auf Öl-Basis versehen, wodurch ein ausgezeichneter Oberflächenschutz entsteht. Derartige Eichenholzmöbel für den Aussenbereich benötigen keine besondere Pflege und sind so gut wie unvergänglich.

Manchmal darf es trotzdem Teak sein

Zum Schluss eine kleine Beruhigung: Tropenholz ist nicht zwangsläufig schlecht. Es gibt zahlreiche Hersteller und Wohnmöbelproduzenten, die Hölzer aus kontrollierter Herkunft beziehen. Erkennbar ist dies immer am FSC-Siegel. Die Wald- und Umweltschutzorganisation Forest Stewardship Council vergibt dieses Zertifikat nur an Unternehmen, bei denen eine ressourcenschonende Waldbewirtschaftung und der Erhalt der biologischen Vielfalt sichergestellt sind. Zudem bilden vernünftige Arbeitsbedingungen eine Grundvoraussetzung. Insofern kann trotz Lärche, Robinie und Fichte guten Gewissens auf In- und Outdoormöbel aus Teakholz oder Mahagoni zurückgegriffen werden – wenn sie denn ein FSC-Siegel tragen.

 

Oberstes Bild: © S_Photo – Shutterstock.com

Über Christian Schreiber

Christian Schreiber ist seit mehr als 15 Jahren als Autor tätig und hat bereits für Verlage wie Rowohlt, die Verlagsgruppe Random House (Bertelsmann) sowie verschiedene Zeitungen gearbeitet.
Neben der Erstellung vielfältiger Sachtexte zu den unterschiedlichsten Themenfeldern befasst er sich insbesondere mit Rechts- und Finanzangelegenheiten und gibt Wohn- und Einrichtungstipps.


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