Zehn Tipps, wie Sie den Wiederverkaufswert Ihres Hauses steigern

19.07.2014 |  Von  |  Allgemein
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Zehn Tipps, wie Sie den Wiederverkaufswert Ihres Hauses steigern
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Manche Häuser werden für die Ewigkeit gekauft. Wenn Sie Ihr Zuhause jedoch ebenso sehr als Heim wie als Investition betrachten, sollten Sie auf kurz- und mittelfristige Strategien achten, mit denen Sie den Hauswert und Eindruck auf eventuelle Käufer optimieren können. Denn diese müssen in der Schweiz zwar immer liquider werden, sind aber auch dementsprechend anspruchsvoll. Die Massnahmen reichen von kosmetischen Details bis zu prinzipiellen Entscheidungen. In der Summe können unsere zehn Tipps Ihnen dabei helfen, realistisch und ergebnisorientiert in Ihre Immobilie zu investieren.

1. Keine Experimente mit der Fassadenfarbe

Für Häuser gilt der Spruch genauso wie für alles andere: Es gibt keine zweite Chance für den ersten Eindruck – und der ist nun mal äusserlich. An und für sich ist die Fassadenfarbe eine schnell veränderliche Komponente, wenn ein Käufer wirklich an Bausubstanz, Lage etc. interessiert ist – sollte man denken. Tatsächlich haben Umfragen anhand von Computersimulationen ergeben, dass die Hausfarbe eine ausschlaggebende Wirkung auf potenzielle Interessenten hat. Dies gilt vor allem dann, wenn sie das Haus deutlich von der Umgebung ab- und damit ausgrenzt. Wenn Sie in den kommenden Jahren verkaufen wollen, dann wählen Sie eine für Ihr Viertel typische Fassadenfarbe, die eine neutrale Betrachtung der Architektur erlaubt.




2. Behalten Sie bei der Gartengestaltung die Zukunft im Auge




Heute gepflanzte Bäume können in fünf Jahren wunderschön aussehen, in zehn aber ernsthafte Probleme bereiten – etwa, wenn die Wurzeln eventuellen Anbauten im Weg sind oder Asphalt aufbrechen, das Blattwerk ab einer gewissen Höhe zu viel Schatten spendet oder die Regeln bezüglich Fällungen sich ändern und Ihre Nacheigentümer das ausgewachsene Exemplar nicht mehr loswerden. Erstellen Sie für Ihren Garten deshalb einen 20-Jahresplan, den Sie auch gegenüber Ihrem Käufer als sinnvoll argumentieren können.

3. Kümmern Sie sich um Ihre Einfahrt und Eingangstür

Jedenfalls spätestens, bevor Sie Ihr Haus auf den Markt bringen. Ihnen mag deren mittelmässiger Zustand im Alltag egal sein, aber mögliche Käufer betrachten diesen schnell als Indikator für eine generelle Vernachlässigung der Bausubstanz. Das Gleiche gilt für das Schloss und die Beschläge. Das scheint ein irrelevantes Detail zu sein – Käufer sehen darin jedoch Hinweise auf fehlende Investitionslust.

4. Investieren Sie für sich – und erwarten Sie nicht zu viel zurück

Nicht alle Investitionen lassen sich beim Verkauf eins zu eins auf den Kaufpreis addieren. Beispiele sind etwa ein Pool, eine teure Einbauküche oder extrem hochwertiges Parkett. Rechnen Sie damit, dass Sie hier Kompromisse in der Übernahmesumme machen müssen und setzen Sie diese nicht allzu hoch an, in der Hoffnung, man könne dann ja immer noch verhandeln. Viele Käufer fühlen sich dann leicht geschröpft und argwöhnen dieselbe Strategie, wenn es um den Kaufpreis als Ganzes geht.




5. Halten Sie die Kaminoption offen

Mauern Sie Kamine nur zu, wenn es unbedingt notwendig ist. Käufer lieben die Idee, einen Kamin bauen zu können (selbst falls sie es dann niemals tun sollten).

Zukunftsfähige Heizung. (Bild: ronstik / Shutterstock.com)

Zukunftsfähige Heizung. (Bild: ronstik / Shutterstock.com)





6. Entscheiden Sie sich für eine zukunftsfähige Heizung

Wenn Sie Ihre Heizung ohnehin austauschen müssen, dann leisten Sie sich ein nachhaltiges Modell, das auch die energietechnischen Anforderungen der nächsten fünfzehn Jahre berücksichtigt – selbst wenn die Initialkosten etwas höher ausfallen sollten. Nicht nur sparen Sie Stromkosten, Sie geben auch Ihren potenziellen Käufern das beruhigende Gefühl, alles für eine Minimierung der Erhaltungskosten getan zu haben und in den ersten Jahren nach Kauf nicht mit aufwendigen Nachrüstungskosten konfrontiert zu sein.

7. Erhalten Sie den Wert Ihrer Einbauküche

Auch hier gilt die Psychologie des vorangegangenen Punktes. Halten Sie Ihre Küche grundsätzlich sauber und bringen Sie sie vor Besichtigungsterminen auf Hochglanz. Einzelne Griffe, Fronten, Bodenplatten, Geräte etc., die nicht mehr sauber zu bekommen sind oder nicht mehr funktionieren, sollten ausgewechselt werden. Vergessen Sie beim gründlichen Säubern der Küche (und des Bades) nicht, auch hinter den Kulissen für Sauberkeit zu sorgen – kein Interessent erlebt gerne Überraschungen beim Öffnen von Backofen oder Schränken.

8. Erlernen Sie die Kunst des Putzens

Grundsätzlich können Ihnen die richtigen Reinigungsmittel für die entsprechenden Materialien – ob Holz, Marmor, Graphit oder Edelstahl – die Kosten eines Wechsels sparen, weil Flecken sich endgültig festgesetzt haben oder die Oberfläche beim Putzen optisch irreversiblen Schaden genommen hat. Vor allem, wenn Ihr Parkett schon lange liegt und deutlich an Glanz verloren hat, kann die Investition für Schleifen und Neulackierung oder Wachsung sich durchaus lohnen angesichts des dann möglichen Zugewinns im Verkaufspreis.

9. Wählen Sie neutrale Einbauten

Alle Einbauten, wie Küchen, Sanitäranlagen, Einbauschränke oder Regale, sollten so neutral wie möglich sein, um individuelle Gestaltungsmöglichkeiten zuzulassen. Wenn Sie mit Farbe und Design spielen wollen, sollten Sie dies über Accessoires und leicht zu überstreichende Flächen realisieren. Auch Trends können schnell vorübergehen oder sind kulturbedingt unerwünscht. Dann sehen gerade ausländische Käufer statt einem begehrenswerten Einbau nur ein überflüssiges Objekt und die Kosten seiner Entsorgung.

10. Leihen Sie sich ein drittes Auge




Ist der Zeitpunkt der Veräusserung gekommen und haben Sie alle vorherigen Punkte berücksichtigt, dann laden Sie Bekannte als Probekäufer ein. Diese sollen das Haus mit den Augen möglicher Investoren betrachten – Sie werden erstaunt sein, wie viele Details Sie aus ‚Betriebsblindheit‘ übersehen!

 

Oberstes Bild: © V. J. Matthew – Shutterstock.com


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