Das Polstermöbel: Wandlung eines Klassikers

08.10.2014 |  Von  |  Publi-Artikel
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Das Polstermöbel: Wandlung eines Klassikers
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Kaum ein Möbelstück zeigt die Entwicklung der Alltagskultur besser als das Polstermöbel. Bei unseren Grosseltern war es das Zentrum der „guten Stube“, in der sich der schönste Teil des Tages abspielte: Zusammensein, Gespräche und sonntäglicher Krimi.

Die Sofas und Sessel waren breit, ornamentiert, üppig gepolstert und standen unverrückbar jahrzehntelang an einer Stelle. Man war mit ihnen vertraut wie mit alten Freunden der Familie.

Die Generation unserer Eltern pflegte schon einen etwas anderen Umgang mit Polstermöbeln. Wechselnde Moden suggerierten den Konsumenten, dass zehn Jahre alte Anschaffungen wirkten, als würden sie dem vorletzten Jahrhundert entstammen und dass ein Wechsel in der Möbellandschaft die Lebenskräfte stärke. Dennoch versammelte sich auf den häufiger ausgetauschten Garnituren weiterhin die Familie, um zu plaudern oder darüber zu streiten, aus welchen der sich ständig vermehrenden Kanäle das Fernsehprogramm zusammengestellt werden sollte. Und dann kam unsere Generation. Was können wir mit dem Polstermöbel anfangen?

Ein Klassiker verabschiedet sich

Eine Zeit lang sah es schlecht aus. Die Familie verteilte sich auf die Zimmer des Hauses und hockte auf mehr oder weniger improvisierten Sitz- oder Liegegelegenheiten vor ihren multimedialen Beschäftigungen. Über das Fernsehprogramm stritt man nicht mehr, da jeder mittlerweile einen eigenen Fernseher besass. Polstermöbel gab es noch, aber sie wurden nur noch einmal im Monat für Besuchszwecke abgestaubt. Ausgetauscht wurden sie allenfalls im Rahmen der Wohnstil-Renovierung, um optisch in die Kolonial- oder Landhausstil-Landschaft zu passen. Der Gebrauchs- und Bequemlichkeitswert war nur noch zweitrangig.

Ein Klassiker kehrt zurück

Die Zeiten ändern sich. Plötzlich steht der Klassiker der Möbelstücke wieder im Zentrum aller Wohnangelegenheiten, das Polstermöbel ist der Gemütlichkeit wegen und als Stilmittel in unsere Wohnungen zurückgekehrt. Oder sagen wir es vielleicht eher umgekehrt: Wir haben aus unserer multimedialen Einsamkeit in den klassischen Versammlungsraum unserer Wohnungen zurückgefunden – in das Wohnzimmer. Vielleicht nutzen wir diesen Raum heute anders, als unsere Eltern und Grosseltern ihn genutzt haben.


Eine Polstergruppe im klassischen Braunton. (Bild: © arsdigital - fotolia.com)

Eine Polstergruppe im klassischen Braunton. (Bild: © arsdigital – fotolia.com)


Das Wohnzimmer ist nicht mehr allein der Altarraum des Grossfernsehers. Das Wohnzimmer ist Treffpunkt von Dokusoap-Junkies und Smartphone-Surfern. Hier werden Imbisse eingenommen, Weinflaschen entkorkt oder einfach nur die Beine ausgestreckt. Und zu all diesen Tätigkeiten brauchen wir das Polstermöbel. Mit neuer, rund-ergonomischer Form und hochwertigem Material ausgestattet, kommt es unserem Bedürfnis nach Bequemlichkeit und klassischer Eleganz entgegen. Und weil wir es uns zum Motto zeitgemässer Wohnraumgestaltung gemacht haben, kreativ zu sein, überrascht das moderne Polstermöbel mit ungewohnten Kontrasten und frechen Details.

Ein Klassiker verwandelt sich

Polstermöbel sind Klassiker, weil kein anderes Möbelstück besser unserem Bedürfnis nach Bequemlichkeit dient. In selbstbewusster Übersteigerung des Bequemlichkeits-Postulats haben wir sogar zu einer lange verpönten Gemütslage zurückgefunden: der Gemütlichkeit. Dieser neue Wohlfühlzustand zeigt sich nicht nur in Accessoires wie den dicken, bunt bezogenen Kissen, mit denen wir unsere Wohnungen erfrischend komfortabel ausstatten – Hauptzeichen der neuen Gemütlichkeit ist naturgemäss der Trend zur Polstergruppe. Nappa-Leder ist bevorzugtes natürliches Bezugsmaterial. Aber auch Detail-Kontraste aus Wollfilz, Kunststoffen oder gebürstetem Edelstahl fügen sich gut in den aktuellen Mixed-Media-Stil ein. Jeder ist sein eigener Raumkünstler!



Auch die Positionierung der Polstermöbel ist wandelbar. Das Sofa kann nach unseren wechselnden Bedürfnissen platziert werden. Es kann auch in einzelne Elemente aufgeteilt werden und je nach den Lieblingsbeschäftigungen der Benutzer zusammen mit den Sesseln im Raum herumwandern. Darum wird auf die Gestaltung der Polstermöbel-Rückseiten genauso viel Mühe wie auf das übrige Möbelstück verwendet. So schaffen wir eine echte Wohnlandschaft, flexibel und wirklich gemütlich durch Benutzerfreundlichkeit.

 

Oberstes Bild: © virtua73 – fotolia.com

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