Die Waschmaschine läuft aus – Was tun und wer zahlt?

26.02.2021 |  Von  |  Allgemein

Noch eben die Waschmaschine angestellt, bevor es zur Arbeit geht. So kann die saubere Wäsche nach Feierabend direkt aufgehängt werden. Doch dann der Schreck. Der Nachbar von untendrunter ruft an: “Es tropft durch die Decke!”.

Immer wieder hört man von dem Drama. Aufgeweichte Holzdielen, Wandfäule durch Wasserschaden. “Lass deine Waschmaschine bloss nicht unbeaufsichtigt!” Was steckt hinter dem bekannten Ratschlag und wer kommt eigentlich für den Schaden auf. Dieser Artikel soll Licht ins Dunkel bringen.

Wie kommt es zum Wasserschaden?

Zunächst fragen wir uns aber, warum  kommt es überhaupt immer wieder vor, dass Waschmaschinen auslaufen? Tatsächlich gibt es dafür eine ganze Reihe von Möglichkeiten.

Dichtungen

Der wohl häufigste Grund beim Leaken der Maschine ist beim Wasseranschluss zu finden. Poröse Dichtungen oder ein unsauberes Anbringen der Schläuche kann dazu führen, dass an Anschlussstellen Wasser austritt.

Auch die Tür der Waschmaschine bietet eine Schwachstelle. Vor allem harte Gegenstände, die man eigentlich nicht mit waschen sollte,  beschädigen oft die Dichtung im Türraum.

Waschmittelschublade und Flusensieb

Unter normalen Umständen wird das Wasser durch die Waschmittelschublade in die Trommel geleitet. Ist dieses aber verstopft, sucht sich die Flüssigkeit einen anderen Weg und läuft über das Aussengehäuse auf den Boden.

Nicht selten wird das Flusensieb nach Reinigung nicht wieder richtig verschlossen und dient so als Ausflussstelle des Wassers.

Ermüdungsbruch

Vor allem bei älteren Modellen, können durch Kalkablagerungen und Ermüdungsbruch Löcher in die Maschine gelangen.

Das Wasser läuft aus. Was tun?

Angenommen, Sie befinden sich nicht am Arbeitsplatz, sondern sind beim Waschgang anwesend und nehmen die schnell grösser werdende Pfütze am Fusse des Gerätes war. Um ein grosses Unglück zu vermeiden, ist jetzt schnelles Handeln gefragt – aber mit der richtigen Vorgehensweise:

  1. Drehen sie als Allererstes den Hahn, der für den Wasserzulauf verantwortlich ist zu.
  2. Nehmen Sie die Maschine vom Strom (Stecker ziehen oder Sicherungen ausschalten), um einen möglichen Stromschlag zu vermeiden.
  3. Halten Sie den Wasserschaden fotografisch fest, um dies bei dem Vermieter bzw. der Versicherung vorlegen zu können.
  4. Erst jetzt ist Zeit zum Aufwischen und Durchatmen
  5. Denken Sie daran, das restliche Wasser aus der Maschine zu entfernen. Dies geht am Besten über das Flusensieb.
  6. Der letzte Schritt gilt der Fehlerbehebung. Versuchen Sie die Wasseraustrittsstelle zu lokalisieren. War vielleicht einfach das Flusensieb nicht richtig eingeschoben? Oder sind Dichtungen porös geworden und müssen ausgetauscht werden.

Können Sie dem Problem nicht selber auf die Schliche kommen, hilft es in jedem Falle, einen Blick auf den Garantieschein zu werfen. Möglicherweise ist die Garantie noch nicht abgelaufen. Handelt es sich um ein sehr altes Gerät, muss abgewägt werden, ob sich eine professionelle Reparatur noch lohnt oder besser in eine neue Maschine investiert werden sollte.

Die Schadensregulierung

Vor allem, wenn das Problem nicht sofort erkannt wird, stehen Küche und Bad schnell unter Wasser und es tropft durch den Boden. Jetzt ist es sehr hilfreich eine Hausrat und Haftpflichtversicherung zu besitzen. Sie tritt in diesen Fällen in Kraft und ersetzt den entstandenen Schaden. Dabei können die Versicherungspakete individuell zusammengestellt werden. Der Kunde entscheidet, ob nur eine Haftpflicht- oder nur eine Hausratversicherung gebraucht wird oder ob eine Kombination am besten ist.

In der Regel übernimmt die Hausratsversicherung die Reparaturkosten für die beschädigte Waschmaschine oder kommt sogar für eine Neuanschaffung auf. Die Haftpflichtversicherung greift insbesondere beim angerichteten Schaden im eigenen Heim oder bei den Nachbarn. Für einen reibungslosen Ablauf der Schadensregulierung, hilft es, wie oben erwähnt, Fotos vom Unglücksort vorzulegen. Für den Fall, dass die Versicherung entscheidet, einen Gutachter auszusenden, ist es ebenfalls sinnvoll, das beschädigte Gerät noch nicht entsorgt zu haben.

Warum aber wird davon abgeraten, den Waschgang laufen zu lassen, während man bei der Arbeit oder dem Einkauf ist? Die Antwort liegt auf der Hand: je eher ein Leck festgestellt werden kann, desto geringer wird der Wasserschaden ausfallen. Horrende Reparaturkosten könnten sich durch Anwesenheit leicht vermeiden lassen.

Hat man das Haus für mehrere Stunden oder gar das Wochenende verlassen, wenn der Wasserschaden eintritt, kann einem fahrlässiges Handeln nachgesagt werden. Je nach Fall kann man dann auf einem Teil oder gar den gesamten Kosten sitzen bleiben. Es empfiehlt sich also stets den Waschgang zu beaufsichtigen – und das bedeutet nicht, dass man während der gesamten Laufzeit daneben sitzen muss. Man sollte aber in regelmässigen Abständen nach der Maschine schauen.

Technologie – unser Freund und Helfer

Mit der Digitalisierung kann der Alltag in vielerlei Hinsicht vereinfacht werden. Ein Roboter übernimmt das Staubsaugen, Fenster werden mechanisch gereinigt und das Auto parkt selbstständig ein. Zudem gibt es mittlerweile intelligente Küchen. Ein Blick auf das Smartphone kann uns verraten, wann der Geschirrspüler fertig ist – warum dann auch nicht eine Warnung für das Auslaufen der Spülmaschine? Das ist nicht weit weg.

 

Titelbild: Pixel-Shot – shutterstock.com

Über Agentur belmedia GmbH

Die Agentur belmedia GmbH beliefert die Leserschaft täglich mit interessanten News, spannenden Themen und tollen Tipps aus den unterschiedlichsten Bereichen. Nahezu jedes Themengebiet deckt die Agentur belmedia mit ihren Online-Portalen ab. Wofür wir das machen? Damit Sie stets gut informiert sind – ob im beruflichen oder privaten Alltag!


Ihr Kommentar zu:

Die Waschmaschine läuft aus – Was tun und wer zahlt?

Für die Kommentare gilt die Netiquette! Erwünscht sind weder diskriminierende bzw. beleidigende Kommentare noch solche, die zur Platzierung von Werbelinks dienen. Die Agentur belmedia GmbH behält sich vor, Kommentare ggf. nicht zu veröffentlichen.