Digitale Weiterbildung in Corona-Zeiten: Prof. Meinel im Wissenspodcast Neuland über den sozialen Faktor beim Lernen

03.02.2021 |  Von  |  Presseportal

Potsdam (ots) – Von Hygieneregeln bis zu den Eigenheiten des Home Offices und des Homeschoolings – wir haben in der Corona-Pandemie viel Neues lernen müssen. Viele Menschen haben das letzte Jahr aber auch genutzt, um sich privat weiterzubilden. Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) verzeichnete auf seinen digitalen Lernplattformen wie openHPI einen regelrechten Boom. Dabei ist E-Learning eigentlich nichts Neues.

Wie funktioniert selbstbestimmtes digitales Lernen in einer Pandemie und wie hat es sich verändert? Wie bringt man den sozialen Faktor, der so wichtig ist für eine erfolgreiche Wissensvermittlung, in die digitale Welt? Und was können wir gegen die Ermüdung vor dem Bildschirm tun?

Diese und andere Fragen beantwortet Professor Christoph Meinel, Direktor des HPI sowie Leiter der Online-Bildungsplattform openHPI und des HPI Schul-Cloud-Projekts, in der neuen Podcast-Folge Neuland (https://podcast.hpi.de). Im Gespräch mit Moderator Leon Stebe spricht er über die Bedeutung des gemeinsamen Lernens und erklärt, welche Formate in der digitalen Wissensvermittlung funktionieren.

„Digitalisierung hat auch ihre Grenzen“

„Wenn ich gefragt werde, was ich letztes Jahr gelernt habe, dann, dass die Digitalisierung auch ihre Grenzen hat.“ Mimik und Körpersprache seien essenzieller Bestandteil der Kommunikation und somit für den Prozess des Lernens von großer Bedeutung. „Die menschliche Begegnung können wir im Digitalen nicht ersetzen, aber wir können mit gezielten Formaten, die den Austausch der Lernenden untereinander fördern, versuchen den Teamgeist und die Motivation zu steigern,“ so Meinel. Das traditionelle Modell des Frontalunterrichts passe daher nicht in eine digitale Welt. Jetzt müsse sich jeder aneignen, wann ein klassischer Vortrag nötig sei oder wann virtuelle Gruppenarbeit kombiniert mit Gamification-Ansätzen die besten Ergebnisse erziele. „Da braucht es Erfahrungswerte. Das gelingt auch einer guten Lehrkraft nicht beim ersten Mal“.

Meinel macht außerdem deutlich, wie die kurzfristige Umstellung von Präsenz- auf digitale Lehre Deutschland in der digitalen Transformation nach vorne bringen kann. „In den digitalen Themen war Deutschland lange sehr abgeschlagen. Vielleicht schaffen wir es, auf diese Weise ein Stück näher an die Möglichkeiten zu kommen, die unsere Zeit bietet.“

Fundiertes Wissen über die digitale Welt, anschaulich und verständlich erklärt – das bietet der Wissenspodcast „Neuland“ mit Experten des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) unter: https://podcast.hpi.de, bei iTunes und Spotify. Einmal im Monat sprechen sie bei Neuland über aktuelle und gesellschaftlich relevante Digitalthemen, ihre Forschungsarbeit und über Chancen und Herausforderungen digitaler Trends und Entwicklungen.

Hintergrund zur Bildungsplattform-Technologie des HPI

Seine eigenen interaktiven Internetangebote hat das Hasso-Plattner-Institut als Pionier unter den europäischen Wissenschafts-Institutionen am 5. September 2012 gestartet – auf der Plattform https://open.hpi.de. Diese bietet seitdem einen Gratis-Zugang zu aktuellem Hochschul-Wissen aus den sich schnell verändernden Gebieten der Informationstechnologie und Innovation. Das geschieht bislang hauptsächlich auf Deutsch, Englisch und Chinesisch. Im Herbst 2017 hat openHPI aber erstmals auch die Online-Übersetzung und Untertitelung eines Kurses in elf Weltsprachen angeboten. Mittlerweile wurden auf openHPI mehr als 900.000 Kurseinschreibungen registriert. Mehr als 260.000 Personen aus 180 Ländern gehören derzeit auf der Plattform zum festen Nutzerkreis. Er wächst täglich. Für besonders erfolgreiche Teilnehmer an seinen „Massive Open Online Courses“, kurz MOOCs genannt, stellte das Institut bisher rund 96.000 Zertifikate aus. Das openHPI-Jahresprogramm umfasst zahlreiche Angebote für IT-Einsteiger und Experten. Auch die in der Vergangenheit angebotenen rund 80 Kurse können im Selbststudium nach wie vor genutzt werden – ebenfalls kostenfrei. Studierende können sich für das Absolvieren von openHPI-Kursen jetzt auch Leistungspunkte an ihrer Universität anrechnen lassen. Wer sich Videolektionen aus den Kursen unterwegs auch dann anschauen will, wenn keine Internetverbindung gewährleistet ist (etwa im Flugzeug), kann zudem die openHPI-App für Android-Mobilgeräte, iPhones oder iPads nutzen. Partnerplattformen, die mit derselben Lerntechnologie arbeiten, sind openSAP und OpenWHO.

Kurzprofil Hasso-Plattner-Institut

Das Hasso-Plattner-Institut (HPI) in Potsdam ist Deutschlands universitäres Exzellenz-Zentrum für Digital Engineering (https://hpi.de). Mit dem Bachelorstudiengang „IT-Systems Engineering“ bietet die gemeinsame Digital-Engineering-Fakultät des HPI und der Universität Potsdam ein deutschlandweit einmaliges und besonders praxisnahes ingenieurwissenschaftliches Informatikstudium an, das von derzeit rund 600 Studierenden genutzt wird. In den vier Masterstudiengängen „IT-Systems Engineering“, „Digital Health“, „Data Engineering“ und „Cybersecurity“ können darauf aufbauend eigene Forschungsschwerpunkte gesetzt werden. Bei den CHE-Hochschulrankings belegt das HPI stets Spitzenplätze. Die HPI School of Design Thinking, Europas erste Innovationsschule für Studenten nach dem Vorbild der Stanforder d.school, bietet jährlich 240 Plätze für ein Zusatzstudium an. Derzeit sind am HPI 21 Professorinnen und Professoren sowie über 50 weitere Gastprofessoren, Lehrbeauftragte und Dozenten tätig. Es betreibt exzellente universitäre Forschung – in seinen IT-Fachgebieten, aber auch in der HPI Research School für Doktoranden mit ihren Forschungsaußenstellen in Kapstadt, Irvine, Haifa und Nanjing. Schwerpunkt der HPI-Lehre und -Forschung sind die Grundlagen und Anwendungen großer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme. Hinzu kommt das Entwickeln und Erforschen nutzerorientierter Innovationen für alle Lebensbereiche.

Pressekontakt:

presse@hpi.de
Christiane Rosenbach, Tel. 0331 5509-119, christiane.rosenbach@hpi.de
und Carina Kretzschmar-Weidmann, Tel. 0331 5509-177,
carina.kretzschmar@hpi.de

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