Ein Lätzli für alle Fälle

19.06.2017 |  Von  |  Publi-Artikel
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Ein Lätzli für alle Fälle
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Wenn Babys essen, verlässt mindestens die Hälfte der Nahrung den Mund doppelt so schnell, wie sie Mami oder Papi vorher hineinbefördert hat – egal ob der jeweilige Brei versehentlich seitlich aus dem offenen Mundwinkel quillt oder vom kleinen Sonnenschein bewusst, meist noch mit einem breiten Grinsen im Gesicht, mit der Zunge zwischen den Lippen wieder nach draussen gepresst oder in die Gegend gespuckt wird.

Und dabei verteilt sich das rote Karottenmus oder der grüne Spinat grossflächig auf allen Gegenständen, die sich in der Nähe des Kleinkindes befinden, und darüber hinaus auch noch auf dem Säugling selbst. Wenn man den Zwerg nicht nackt füttern oder nach jeder Mahlzeit kalt abspritzen möchte, sollte man ihn mit einem Lätzli (alternative Bezeichnungen: Schlabber- oder Sabberlatz, Trieler oder in Österreich Batterl) schützen, das den Grossteil des retour geschickten Breis abfängt und sowohl Baby wie auch dessen Klamotten sauber hält – damit die Waschmaschine nicht ständig im Hochbetrieb laufen muss.

Ihren Ursprung hatten die kleinen bunten Tücher, die mittlerweile in den verschiedensten Materialien und Formen erhältlich sind, in den guten alten und vor allem praktischen Stoffservietten, die früher nicht nur kleinen Kindern beim Essen umgebunden wurden – auch Erwachsene haben sich das textile Produkt in den Hemdausschnitt gestopft und tun es zum Teil bis heute, um sich nicht zu bekleckern. Die ersten richtigen Babylätzli tauchten in Erzählungen und Zeichnungen erstmals Mitte des 19. Jahrhunderts auf.


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Verschiedene Ausführungen von Lätzli

Neben den langärmeligen Lätzli und den Überziehlätzli, die besonders praktisch für die Kleinsten unter den Kleinen sind, weil sie deren Kleidungsstücke am gesamten Oberkörper vor Farbklecksen schützen, stellen die runden Tuchlätzli die beliebteste Variante dar. Diese werden aus Stoff hergestellt und bedecken teilweise oder komplett den Brustkorb des Säuglings – also genau dort, wo beim Ausspucken üblicherweise der grösste Teil der retournierten Nahrung landet. Die meisten Lätzli verklettet man im Nacken oder bindet sie mit einer Schleife zusammen. Es gibt auch Ausführungen mit einem Loch in der Mitte, umnäht mit besonders anschmiegsamem Material, das dem Baby einfach über den Kopf gezogen wird.


Lätzli, Schlabber- oder Sabberlatz, Trieler oder in Österreich Batterl (Bild: nastja Urheber - shutterstock.com)

Lätzli, Schlabber- oder Sabberlatz, Trieler oder in Österreich Batterl (Bild: nastja Urheber – shutterstock.com)


Die Modelle bestehen in der Regel aus besonders saugfähigem und waschbarem Frottee, weil das Lätzli stark beansprucht und bei hohen Temperaturen gewaschen wird.

Das selbst gestaltete Lätzli für mehr Individualität oder als optimales Geschenk

Wer es selbst individuell mag oder vor Freude über den Neuankömmling in der Familie vor Ideen und Kreativität sprüht, kann das Lätzli für das eigene Baby selbst entwerfen. Die Möglichkeiten dazu sind vielfältig: Das nach den Wünschen des Kunden in Form und Farbe von Profis genähte Lätzli kann mit dem Namen und Geburtsdatum des Kindes personalisiert oder mit einem hübschen Motiv, das man auswählt oder entwirft, sowie einem witzigen Spruch versehen sein.

Die Gestaltung erfolgt dann mittels einer kunstvollen Stickerei, die in den Stoff eingearbeitet wird. Mit dieser Individualisierung erhält man ein einmaliges Einzelstück, das man gerne als Souvenir – in wehmütigem Gedenken an die Spuck- statt Schluckphase der ersten Lebensmonate des Nachwuchses – aufbewahrt.



Darüber hinaus eignet sich das selbst gestaltete Lätzli auch besonders gut als Mitbringsel für werdende Eltern, als Begrüssungsgabe an den neuen Erdenbürger. In diese Version könnte dann auch der Name des Schenkenden mit eingestickt sein, etwa: „von deiner stolzen Tante Lisa“. Bei den Verzierungen der Lätzli kann es sich unter anderem um Comic-Figuren, selbst angefertigte Zeichnungen oder beliebte Kindermotive wie etwa Hubschrauber auf blauem Stoff für Jungs und ein verschnörkeltes Krönchen auf einem rosa Lätzli für Mädels handeln.

Bei den Sprüchen werden gerne Benennungen wie „Daddys little Princess“ oder ein Hinweis wie „Ich darf kleckern, du klotzen“ gewählt. Noch beliebter sind allerdings die personalisierten Lätzli mit integriertem Namen, zum Beispiel: „Lieselotte spuckt am liebsten Karotte!“ oder „Griesbrei in den Mund hinein, erst dann hört Kevin auf zu schrei´n!“

 

Oberstes Bild: © Andrey_Kuzmin – shutterstock.com

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