Formaldeyhd im Innenbereich: So bedenklich ist das

21.01.2016 |  Von  |  Allgemein
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Formaldeyhd im Innenbereich: So bedenklich ist das
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„Der Duft des Neuen“ – das hört sich eigentlich gut an. Doch hat man sich beispielsweise mal wieder ein neues Möbelstück geleistet, birgt der Duft der „Neuwertigkeit“ auch Risiken.

Dabei ist vielen Menschen ist gar nicht bewusst, welche Gefahr Tag für Tag und Nacht für Nacht von ihren Möbeln ausgeht: Formaldehyd, das farblose, süsslich riechende Gas, ist nach wie vor einer der häufigsten Schadstoffe im Innenbereich.

Wenn die Luft nicht rein ist

Formaldehyd ist als natürlicher Stoff Bestandteil vieler pflanzlicher Zellen in Früchten und Hölzern enthalten – doch der Stoff ist gesundheitsgefährdend. Der Kontakt mit ihm ist unumgänglich, denn er kommt u. a. auch in Kleidung, Teppichen, Desinfektionsmitteln und sogar Kosmetika vor. Hauptsächlich wird er jedoch in der Produktion von Holzwerkstoffen verwendet.

Dazu zählen insbesondere Spanplatten, die bereits seit langer Zeit als Ersatz für Massivholz gelten. Ihr Grundmaterial sind holzhaltige Faserstoffe, die mittels Bindemittel zu den entsprechenden Platten gepresst werden. Meist besteht eben dieses jedoch aus formaldehydhaltigen Kunstharzen. So gast der schädliche Stoff überwiegend aus den Stellen aus, die nicht furniert sind, belastet die Raumluft und auch die Gesundheit.

Obacht in der Nacht

Seit 2004 wird Formaldehyd von der Weltgesundheitsorganisation WHO als krebserregend eingestuft.  Dabei kann Formaldehyd nicht nur die Ursache für Kopfschmerzen sein, sondern auch die Schleimhäute reizen und sogar Atembeschwerden, Asthma und Allergien auslösen.

Am schlimmsten ist die Belastung im Schlafzimmer, denn während der Nachtruhe hat Formaldehyd genug Zeit, sich ganz in Ruhe schädigend auf den Körper auszuwirken.



Nummer Sicher: Weg damit!

Spanplatten und andere Möbel unterliegen zwar nach wie vor strengen Prüfungen und werden ausserdem entsprechend gekennzeichnet, doch das sagt leider noch nichts über die Sicherheit im Wohn- oder Schlafzimmer aus. Die Emissionsklasse 1 (E 1) laut Spanplattenrichtlinie bietet keine Sicherheit vor zu viel Formaldehyd in der Raumluft.

Wer hier wirklich auf Nummer sicher gehen will, der sollte nach und nach alle Formaldehydquellen aus seinem Haushalt entfernen und ggf. gegen Massivholzmöbel austauschen. Ein erster Schritt wäre auch, die Oberflächen belasteter Platten abzudichten.

 

Artikel von: livingpress.de
Artikelbild: © Monkey Business Images – shutterstock.com

Über Samuel Nies

Als gelernter Informatikkaufmann war für mich schon schnell klar, dass die Administration von verschiedenen Systemen zu meinem Gebiet werden sollte. Um aber auch einen kreativen Anteil in meinen Arbeitsalltag zu integrieren, verschlug es mich in die Welt des Web Content Management.



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