Homing – der neue Wohntrend
von Samuel Nies Esszimmer Wohnzimmer
Cocooning war gestern – heute ist Homing angesagt. Der neue Trend steht für ein grosszügiges, kuscheliges Wohngefühl, und im Mittelpunkt des sozialen Lebens steht das Zuhause.
Zog man sich beim Cocooning noch aus der Öffentlichkeit zurück, um seine Privatsphäre allein und daheim geniessen, werden nun Freunde und Bekannte nach Hause eingeladen: Anstatt ins Restaurant zu gehen, zaubert man gemeinsam ein Menü, und das Heimkino lädt zum Entspannen ein. Sogar die guten, alten Spieleabende kommen wieder in Mode!
Alles dreht sich um den Tisch
Wein geniessen, essen, spielen: Der (Ess)Tisch ist das zentrale Einrichtungsstück jeder Wohnung. Hier verbringt man die meiste Zeit mit Freunden und Familie. Grosse Tische mit vielen Stühlen sind im Trend, die Materialien spielen hier eine untergeordnete Rolle.
Auch Wohnküchen oder grosse, offene Küchen passen zum Homingtrend – hier kann in grossen Gruppen gekocht und genossen werden. Günstiger kann man das Zuhause mit flauschigen Decken und Kissen, langflorigen Teppichen oder Fellen veredeln.
Bei den Sofas geht der Trend hin zu grossen, bequemen und weichen Sitzgelegenheiten – perfekt für lange Abende unter Freunden. Die lange verpönten Ecksofas kommen zurück, da sie viel Platz für Entspannung bieten.
Gemütlichkeit wird gross geschrieben
Natürlich sollte das einladende Heim so gemütlich wie möglich sein. Wer Platz hat, gönnt sich einen Kamin oder lässt einen Kachelofen einbauen, der besonders im Winter für Romantik und Wärme sorgt. Doch auch im Sommer können kleine, mobile Kamine im Wohnzimmer oder aber auf dem Balkon und im Garten für eine schöne Atmosphäre schaffen.
Gerade die Aussenflächen werden bei diesem Trend mit einbezogen, denn schliesslich geht das Wohnen auch draussen weiter. Wintergärten sind wieder mehr gefragt als noch vor einigen Jahren – so kann man auch bei schlechtem Wetter ein Stück Natur geniessen.
Alte Räume, neue Nutzung
Während die Küche immer grössere Symbiosen mit Ess- und Wohnzimmer eingeht, ist der Flur, der bisher eher stiefkindlich behandelt wurde, der erste Blickfang beim Homing. Hier kommen die Gäste an, also sollte er als einladender Empfangsbereich und weniger als Schuh-Lager gestaltet werden.
Das Schlafzimmer bleibt kein Tabu mehr – Gastgeber zeigen beim Homing das Gesamtkonzept ihres Zuhauses und die Gäste können sich gerne in allen Räumen umschauen.
Ein weiterer, neuer Trend beim Homing ist die Rückbesinnung auf heimische Folklore: Inzwischen sieht man wieder weniger Buddhas in den Gärten, sondern eher kultige Gartenzwerge. Auch heimische Hölzer sind bei Möbeln und Bodenbelägen wieder im Trend, hier spielen auch ethische Werte eine Rolle.
Allerdings hat Homing wenig mit Verzicht und Askese zu tun – man zeigt, was man hat und zelebriert die Lust am eigenen Zuhause.
Homing und Männer
War Inneneinrichtung und Deko lange Zeit eher ein weibliches Thema, so sind beim Thema Homing auch die Männer als Technikexperten gefragt. Nicht nur der Fernseher, sondern auch die Soundanlage sollte perfekt zum Wohnzimmer passen. Und ausgefallene Lichtinstallationen sind die Krönung eines perfekten Homing-Heims.
Artikel von: livingpress.de
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