Krankenkasse: welche Zusatzversicherung ist in welchem Lebensalter sinnvoll?

15.04.2015 |  Von  |  Publi-Artikel
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Krankenkasse: welche Zusatzversicherung ist in welchem Lebensalter sinnvoll?
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Im Schweizer Krankenversicherungssystem sind Anzahl und Art der Zusatzversicherungen im Laufe der letzten Jahre stetig gestiegen. In immer mehr Lebensbereichen besteht bei den Schweizerinnen und Schweizern der Wunsch, teure Behandlungskosten nicht selbst zahlen zu müssen, sondern an einen Krankenversicherer abzugeben. Abhängig von der gesundheitlichen Konstitution und vom Lebensalter ergeben sich verschiedene Notwendigkeiten, eine Zusatzversicherung abzuschliessen und zugehörige Prämien über Jahre und Jahrzehnte hinweg allein aus privaten Mitteln zu finanzieren.

Umso wichtiger ist es, eine Notwendigkeit für bestimmte Zusatzversicherungen im individuellen Fall zu erkennen und dabei auch an die Zukunft mit stetiger Entwicklung des eigenen Gesundheitszustands zu denken.

Zusätzliche Absicherungen bereits vor dem Alter sinnvoll

Das Schweizer System unterscheidet zwischen Spital-Zusatzversicherungen und Zusatzversicherungen im ambulanten Bereich. Gerade im Bereich der Krankenhaus-Zusatzversicherungen sind Zusatzleistungen unabhängig vom Lebensalter sinnvoll, da ein Krankenhausaufenthalt auch bei Jugendlichen oder jungen Erwachsenen keine Seltenheit darstellt. Für einen operativen Eingriff oder als Folge eines Unfalls im Laufe des Lebens sichert die Zusatzversicherung den Aufenthalt in einem Ein- oder Zweibettzimmer oder die Behandlung durch den Chefarzt zu. Auf genau diesen Luxus möchten hierzulande viele Patienten nicht verzichten, weshalb man bereits früh über stationäre Zusatzversicherungen nachdenken sollte.

Was die weitreichende Absicherung ambulanter Massnahmen und Heilmittel betrifft, gehen die Meinungen unter Experten auseinander. Hier kann schlichtweg kein pauschaler Rat gegeben werden, da die jeweilige gesundheitliche Disposition den Abschluss eines bestimmten Zusatzschutzes erforderlich macht. Beispielsweise ist eine Kostenübernahme von Reise- und Schutzimpfungen möglich, finanziell bietet sich dies allerdings nur für Versicherte mit einem regelmässigen Aufenthalt im exotischen Ausland an. Auch Bergungs- und Rettungskosten können an einen Versicherer weitergegeben werden, ohne ein eigenes Auto oder wenn man hauptsächlich Stadtfahrten macht, ergibt die Zahlung von Jahresprämien in diesem Segment aber nur wenig Sinn. Andere Zusatzversicherungen lassen sich auch auf Verdacht abschliessen, um im späteren Leben auf Kosteneinsparungen zu hoffen, vor allem für Zahnersatz und Sehhilfen ist dies eine sinnvolle Vorgehensweise.

Rechtzeitiger Blick in die Zukunft spart Geld

Gerade wenn es um das eigene Portemonnaie geht, werden Risiken bei langfristiger Planung kleingeredet und so nicht angemessen berücksichtigt. Auch wenn verschiedene Erkrankungen und Symptome zum Lebensabend hin absehbar sind, möchten junge Versicherte in der Schweiz noch nicht so früh Geld für eine angemessene Absicherung ausgeben. Dass dies jedoch durchaus sinnvoll ist, legen die Tarifstrukturen der schweizerischen Assekuranzen nahe. Jede Krankenkasse berücksichtigt bei ihren Zusatztarifen ein junges Eintrittsalter und eine gute gesundheitliche Konstitution, die in den meisten Fällen mitgebracht wird. Die Folge sind noch überschaubare Jahresprämien, die bei einer späteren Aufnahme der Zusatzversicherung nicht mehr erreicht werden können.

Wichtig ist es zu sehen, dass jede Krankenkasse eine ganz individuelle Bewertung des Antragsstellers vornimmt und deshalb persönliche Risikofaktoren und Vorerkrankungen eigenständig bewertet. Auch wenn bereits in jungen Jahren verschiedene Beschwerden und Erkrankungen vorliegen, spiegelt sich dies nicht bei allen Krankenkassen in Form hoher Prämien wider. Auch die jeweilige Art der Zusatzversicherung ist dabei entscheidend, gerade bei Spezialrisiken wie Zahnersatz und Sehhilfen wird eine generelle gesundheitliche Entwicklung zu Gunsten des speziellen medizinischen Bereiches ausgeklammert. Somit ist es unabhängig vom Gesundheitszustand eine Überlegung wert, zumindest in einzelnen Bereichen über einen ergänzenden Schutz nachzudenken und so für finanzielle Entlastung zu sorgen.

Kein Luxus: Absicherung der Gesundheit

Die Vielfalt an Zusatztarifen und unterschiedlichen Bereichen, in denen eine gesonderte Absicherung möglich ist, bremst viele Versicherte hierzulande bei der generellen Vorsorge aus. Tatsächlich muss man nicht in jedem Segment einen Zusatztarif abschliessen, um die Grundversicherung durch die Krankenkasse zu ergänzen. Falls einzelne Gesundheitsrisiken im Laufe der Jahrzehnte eintreten, kann zumindest eine partielle Entlastung angestrebt werden, anstatt für sämtliche Behandlungen teure Zuzahlungen leisten zu müssen. Junge Menschen sollten deshalb bereits früh damit beginnen, die verschiedenen Zusatzsparten kennenzulernen und sich für einen adäquaten Schutz zu entscheiden. Mit den richtigen Tarifen und der richtigen Krankenkasse wird dies unabhängig vom vorhandenen Einkommen finanzierbar.

 

Oberstes Bild: © Jasmin Awad – shutterstock.com

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