Warum man regelmässig seine Matratze reinigen sollte

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Warum man regelmässig seine Matratze reinigen sollte
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Das Bett ist ein Platz in der Wohnung, an dem viel Zeit verbracht wird. Es soll gemütlich, kuschelig und sauber sein und dabei gut aussehen. Die Bettwäsche wird regelmässig gewechselt, morgens wird das Bett gemacht, damit es den Tag über ordentlich aussieht. Eventuell wird auch noch liebevoll eine Tagesdecke über alles gelegt.

Ist das, was optisch ansprechend aussieht, auch gut für das Schlafklima und die Matratze und apropos Matratze, wann wurde die denn das letzte Mal gereinigt?

Aus dem Leben einer Matratze

Eine Matratze trägt und bettet eine Person im Schnitt acht bis zehn Jahre, teilweise auch länger. In dieser Zeit muss die Matratze einiges mitmachen und aushalten. So verliert jeder Mensch beim Schlafen Hautschüppchen, Haare und Schweiss. Gerade die kleinen Hautschüppchen und der Schweiss lagern sich in der Matratze ab und sind nicht unbedingt mit dem blossen Auge sichtbar.

Zwar werden in den meisten Haushalten das Bettlaken und der Kissen- und Bettbezug regelmässig gewechselt und gewaschen, dabei die Matratze zu reinigen wird jedoch vergessen und so wird saubere Bettwäsche auf eine nicht gereinigte Matratze aufgezogen. Das Nichtreinigen der Matratze kann so ein optimaler Lebensraum für kleine Mitbewohner schaffen, die nicht erwünscht sind.

Die kleinen Mitbewohner


Milbenverbot (Zeichen)

Hausstaubmilben und Bettwanzen können dem Menscen gesundheitlich Schaden – entweder durch eine Allergie oder Juckreiz in Folge eines Bisses einer Bettwanze. (Bild: Crevis – shutterstock.com)


Hausstaubmilben

Schätzungen gehen davon aus, dass zwischen zwei und zehn Millionen Hausstaubmilben in einem Bett leben können. Hausstaubmilben zählen zu den Spinnentieren, sie sind weiss und sind lediglich 0,1 bis 0,5 Millimeter gross. Sie ernähren sich von Hautschuppen, die jeder Mensch beim Schlafen verliert und von anderem Hausstaub. Ausserdem fühlen sie sich in einem feuchtwarmen Klima sehr wohl und daher ist das Bett in Bezug auf das Nahrungsangebot und das vorherrschende Klima der optimale Lebensraum für Hausstaubmilben.

Dies ist jedoch kein Grund zur Panik, die Milben sind ungefährlich und können den Menschen weder stechen noch beissen. Ihre Ausscheidungen können bei bestimmten Personengruppen Allergien auslösen. Die allergische Reaktion äussert sich durch häufiges Niesen, eine verstopfte Nase und geschwollene Augen.

Bettwanzen

Klein und mit dem blossen Auge nicht zu sehen sind Bettwanzen. Sie erreichen im Erwachsenenalter eine Körperlänge von 3,8 und 5,5 Millimeter und sind dabei lediglich so dick wie ein Stück Papier. Die rotbraunen Insekten sind nachtaktiv und verstecken sich tagsüber in jedem noch so kleinen Hohlraum des Bettes. Bettwanzen ernähren sich vom Blut warmblütiger Lebewesen und bevorzugen hier den Menschen. Der Biss einer Bettwanze wird überwiegend erst ein paar Tage später bemerkt. Die betroffene Stelle beginnt zu Jucken und es tritt eine Rötung ein. Wie stark der Juckreiz und die Rötung ist, hängt davon ab, ob eine Person allergisch reagiert oder nicht.

Hilfe für die Matratze

Die kleinen Mitbewohner können im Zaum gehalten und bekämpft werden. Damit sie sich erst gar nicht einnisten, sollten folgende Tipps in Bezug auf die Pflege der Matratze beherzigt werden. Die Bettdecke nach dem Aufstehen vollständig zurückschlagen oder wenn möglich ganz aus dem Bett herausnehmen und locker zum Lüften aufhängen. Ebenso mit dem Kopfkissen verfahren. So kann die Matratze gut durchlüften. Wenn möglich das Fenster des Schlafzimmers für fünf bis zehn Minuten komplett öffnen und so für eine gute Durchlüftung des Raumes sorgen.

Auch wenn ein ordentlich gemachtes Bett mit einer Tagesdecke optisch ansprechend aussieht, sollte dabei bedacht werden, dass durch das vollständige und dichte Abdecken der Matratze ein gemütliches Klima für die kleinen Mitbewohner geschaffen wird. Soll eine Tagesdecke auf das Bett, ist es sehr wichtig, den vorherigen Schritt des Durchlüftens intensiv auszuführen.



Einmal im Monat ist es sinnvoll die Matratze zu reinigen. Dabei wird die Matratze komplett abgesaugt und abgebürstet. Hierbei sollten auch die Seitenleisten und Ritzen des Bettes absaugt werden, denn auch hier können sich die kleinen Mitbewohner einnisten. Wenn möglich die Matratze zwei- bis viermal im Jahr komplett aus dem Bett herausnehmen und zum Durchlüften aufstellen.

Hat die Matratze einen abnehmbaren Bezug, kann er bei dieser Aktion gleich in der Waschmaschine gewaschen werden. Es ist ausserdem empfehlenswert, einen Matratzenschoner über die Matratze zu ziehen. Dieser ist deutlich leichter zu reinigen. Ein weiterer Vorteil ist, dass er die Matratze bis zu einem gewissen Punkt vor Verunreinigungen durch Körperflüssigkeiten und/oder Lebensmittel schützen kann. So fällt es leichter die Matratze zu reinigen.

Mehr Schlafgenuss

Werden die oben genannten Punkte beachtet, wird nicht nur die Matratze gereinigt und das Risiko für Hausstaubmilben oder Bettwanzen gemildert, sondern vor allem auch das Schlafklima verbessert. Die regelmässige Durchlüftung des Schlafzimmers und eine saubere Matratze verändern die Schlafqualität immens. Und genau darum geht es unterm Strich ja. Das Bett soll ein Ort der Erholung und Regeneration sein. Gesunder Schlaf sorgt dafür, dass Menschen ausgeglichen und zufrieden werden. Die Devise lautet, dass das Bett kein Zuhause für kleine Mitbewohner ist, sondern der Entspannungsort für Sie.

 

Titeilbild: FotoDuets – shutterstock.com


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