Wohnlandschaft - harte oder weiche Polsterung? Was passt zu mir?

Eine Wohnlandschaft bringt als grossflächige Polstergarnitur die Vorteile sämtlicher gemütlicher Möbel gebündelt ins Wohnzimmer. Ob für einen Filmabend mit der Familie, einen Kaffee mit guten Freunden oder eine Entspannungszeit in der Waagerechten, eine Wohnlandschaft steht für alles bereit.

Doch häufig sind sich die Käufer nicht sicher, welche Polsterung sie auf Dauer wirklich bevorzugen: Hart oder weich?

Der erste Eindruck beim Kauf kann täuschen

Beim Kauf einer Wohnlandschaft kann es schnell passieren, dass ein weiches Polster beim Probesitzen instinktiv als das Bequemere empfunden wird. In manchen Fällen kann sich dies als gute Wahl herausstellen, doch häufig entpuppt sich der erste Eindruck als trügerisch: Denn beim längeren Sitzen kann sich das weiche Polster als ermüdend für den Rücken herausstellen. Andersherum kann es ebenso passieren, dass ein hartes Sitzpolster instinktiv als zu unnachgiebig empfunden wird, obwohl es durch seine Stabilität vielleicht auf Dauer eine angenehm stützende Wirkung hätte. Hier gilt also, sich bei der Auswahl nicht vom ersten Eindruck täuschen zu lassen. Das bedeutet nicht, dass harte Polsterungen die bessere Wahl sind, aber, dass sie bei einer zu spontanen Entscheidung gerne mal ohne nachhaltigen Grund zurückstecken müssen.

Wie Polsterungen sinnvoll verglichen werden können

Um eine möglichst gute Wahl zu treffen, lohnt es sich also, beim Testen etwas Zeit mitzubringen. Dabei ist es empfehlenswert, sich möglichst so hinzusetzen, wie man es Zuhause auch tun würde. Testet man ein Möbel, das für ein entspanntes Wohnen kreiert wurde unter Anspannung, ist es schwierig, eine gute Entscheidung zu treffen. Denn mit einer verkrampften Haltung kann wohl kaum festgestellt werden, welches Polster das Angenehmere ist. Auch das Testen im Liegen ist wichtig, falls das Möbel auch dafür ausgelegt ist. Hier wird das Polster zwangsläufig als härter empfunden, da sich das Körpergewicht auf eine grosse Fläche verteilt, statt punktuell und geballt eine kleine Fläche einzudrücken. Es muss also auch bei der Wahl des Härtegrads ein Kompromiss getroffen werden, der möglichst beidem gerecht wird.

Wann ist eine harte Polsterung zu empfehlen?

Eine harte Polsterung wird vor allem von älteren Menschen bevorzugt, die Schwierigkeiten beim Aufstehen haben. Denn ein tendenziell harter Untergrund wirkt stützend und erleichtert da Aufstehen. Sinkt man dagegen zu sehr ein, ist erweist sich das Aufstehen als anstrengender – insbesondere, wenn die Sitzmöbel tendenziell tiefer sind.


Weiches oder hartes Polster – ganz nach Bedarf (Bild: Prostock-studio – shutterstock.com)

Wann sollte man sich für eine weiche Polsterung entscheiden?

Eine weiche Polsterung eignet sich hervorragend zum Entspannen und ist jedem zu raten, der es sich so richtig gemütlich machen will. Denn hier kann man so richtig einsinken und es sich dabei gut gehen lassen. Wie im vorherigen Abschnitt beschrieben, erweist sich dies bei gleichzeitiger Anspannung auf Dauer als ermüdend und ist deshalb nicht zum regelmässigen Arbeiten zu empfehlen. Deshalb sollte die Entscheidung für die weiche Variante nur getroffen werden, wenn das Möbelstück dem bewussten Geniessen oder Abschalten dienen soll. Ob zum Lümmeln, Filme schauen oder gemütlichen Plausch, mit einer weichen Polsterung kann die Wohnlandschaft zu einem wahren Entspannungspol werden. Bei dieser Variante bildet der Bezugsstoff nach einiger Zeit gerne Falten. Dies ist aber kein Qualitätsverlust, sondern durch die Ausdehnung des Bezugs bedingt, der für ein gemütliches Einsinken möglich und nötig ist.

Was für Polsterarten gibt es?

Auch die Auswahl der Materialien nimmt bei der Polsterung Einfluss. Dabei ist die Polsterung der Sitzflächen meistens etwas komplexer aufgebaut als die der Rückenlehnen. Angefangen bei der Unterfederung, gefolgt von einer Kernpolsterung, kommt die Feinpolsterung, welche zusammen mit dem Bezug die letzte Schicht bildet. Die erste Schicht wird häufig aus wellenförmigen Nosagfedern gefertigt und die zweite aus Spiralfedern; bei der dritten Schicht wird gerne auf Schaumstoff zurückgegriffen. Diese bildet ohne die ersten beiden genannten Schichten das Polster der Rückenlehnen. Als Alternative zu gepolsterten Rückenlehnen gibt es auch viele Garnituren mit harten Lehnen, welche mit grossen Kissen bestückt sind. Dieser klassische Aufbau wird auch manchmal durch die Verwendung verschiedener Materialien variiert. So sind auch häufig Garnituren anzutreffen, bei denen die Unterfederung durch Gurte geregelt ist. Im Idealfall sind hierzu modellspezifische Informationen vom jeweiligen Hersteller verfügbar.

Was für einen Bezug möchte ich?

Beim Bezug stehen häufig verschiedene Stoffe wie Flockware, Mikrofaser, Flachgewebe oder Velours und auch verschiedene Lederbezüge zur Verfügung. Der Bezug der gesuchten Garnitur sollte natürlich optisch gefallen und sich gut anfühlen. Auch das Sitzgefühl wird durch das Material mitbeeinflusst. Da der Bezug die äusserste Schicht der Wohnlandschaft darstellt, ist dieser den meisten Einflüssen direkt ausgesetzt. Deshalb sollte die Qualität unbedingt stimmen, damit er diesen lange standhalten kann.

Schritt für Schritt zur geeigneten Polsterung

  1. Welchen Zweck soll das gesuchte Möbel hauptsächlich erfüllen? Nach den vorher erläuterten Kriterien für eine eher harte oder weiche Polsterung entscheiden. Gibt es bereits Zuhause Polsterungen, die gut gefallen? Falls ja, diese noch einmal Probe sitzen bzw. liegen und den gefühlten Härtegrad als Referenz im Gedächtnis behalten.
  2. Zu einem Händler des Vertrauens gehen.
  3. Verschiedene Wohnlandschaften ausgiebig im Sitzen und gegebenenfalls im Liegen ausprobieren.
  4. Welche Polsterungen sind dem ersten Eindruck nach die Bequemsten? Welche sind es nach längerem   Ausprobieren? Das zweite Kriterium ist eher massgebend. Aber wenn sich hier die Eindrücke bei einer Wohnlandschaft decken, so kann dies ein gutes Zeichen sein, den bequemsten Härtegrad und gegebenenfalls den beliebtesten Bezugsstoff herauszufinden. Stellt sich eine Vorliebe bezüglich des Polstermaterials heraus? Sowie kurze als auch    längere Wechsel zwischen den Garnituren können beim Testen helfen. Referenzen von Punkt 1 können hier zu Rate genommen werden.
  5. Mithilfe des nun gewünschten optimalen Härtegrads und Bezugsstoffs gezielt Wohnlandschaften suchen, die diesen entsprechen und die Lieblings-Wohnlandschaft finden.

 

Titelbild: LEKSTOCK 3D – shutterstock.com

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