Bald klingen wieder die Glöckchen …

15.11.2014 |  Von  |  Accessoires, Allgemein
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Bald klingen wieder die Glöckchen …
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Unaufhaltsam naht wieder die schönste Zeit des Jahres. Die Zeit, die Kinderaugen zum Leuchten und Wärme in unser aller Herzen bringt. Weihnachten. Machen Sie sich rechtzeitig Gedanken um Ihre Weihnachtsdekoration, mit der Sie Ihrer Wohnung geschmackvoll ein weihnachtlich-besinnliches Flair verleihen.

Jedes Jahr vor Weihnachten stellen sich mehrere Fragen. Soll man sich wieder für einen Naturbaum als Weihnachtsbaum entscheiden oder darf es dieses und dann auch für die folgenden Jahre doch ein täuschend echt nachgemachter Baum aus Kunststoffmaterialien sein? Oder gar ein abstrahierter Baum aus Buchenholz, Metall oder Glas? Gleich wie Ihre Entscheidung ausfällt, jeder Baum muss geschmückt werden. Dies ist ein alter Brauch, der schon seit über 200 Jahren gepflegt wird.



Weihnachtsschmuck aus Papier

Vor dem 19. Jahrhundert waren es hauptsächlich Äpfel und Nüsse, aber auch Backwerk und Zuckerwerk, die in die Äste des Weihnachtsbaums gehängt wurden. Immer öfter wurden Äpfel und Nüsse auch mit Gold- oder Silberfarbe verziert. Es gab lange keine industrialisierte Produktion von Weihnachtsschmuck. Die Ziergegenstände wurden jedes Jahr neu von der Familie an den damals noch fernsehlosen Abenden gemeinsam hergestellt. Dabei wurde viel Schmuck aus Papier und Pappmaschee gebastelt. Lange farbige Ketten oder kleine Gegenstände aus festem, farbigem Karton.

Weihnachtskugeln erobern die Welt

Dieser Papierbaumschmuck war es dann auch, der als erster industriell gefertigt wurde. So gab es ganze Bastelbögensortimente zu kaufen, aus denen von der kleinen Lokomotive bis zum Zeppelin kleine Christbaumschmuckkunstwerke hergestellt werden konnten. Heute kaum mehr denkbar, dass die Erfindung der Christbaumkugel der Armut der Leute geschuldet war. Ein verarmter Thüringer Glasbläser war es, der sich 1847 weder Äpfel noch Walnüsse leisten konnte und deshalb farbige Kugeln aus Glas herstellte. Dies war aber der Startschuss zu einem grossen wirtschaftlichen Erfolg, verbreiteten sich doch die Weihnachtskugeln aus Glas aus Thüringen um die ganze Welt und eroberten ab 1880 auch die USA. Wichtig für den Boom der Glasweihnachtskugeln war eine Erfindung des grossen Naturwissenschaftlers Justus von Liebig, der ein neues Forschungsgerät konstruierte und als Nebenprodukt entdeckte, dass man Glaskugeln mit einer Silberlösung beschichten kann.

Zurück zu den Wurzeln

Auch das industriell hergestellte Lametta wurde immer beliebter. Heute wird der klassische Christbaumschmuck, bei dem die Phantasie beinahe keine Grenzen kennt, hauptsächlich aus Plastik und in China hergestellt. In Kauf- und Warenhäusern, auf den klassischen Weihnachtsmärkten und vor allem bei spezialisierten Händlern im Internet gibt es eine nie dagewesene Auswahl an Kugeln, Kerzen, Girlanden und LED-Beleuchtungsketten. Der Konsument hat dort die Qual der Wahl. Wie wäre es daher, sich dieses Jahr wie unsere Vorfahren für einen selbst gebastelten Weihnachtsschmuck im alten Stil zu entscheiden, für Äpfel, Nüsse, rote Schleifen, selbst gebackenes Naschwerk und farbige Zuckerbäckerei?




 

Oberstes Bild: © Andrey_Kuzmin – Shutterstock.com


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