Herbstputz im Kleiderschrank – effektiv Ordnung schaffen

12.09.2014 |  Von  |  Allgemein
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Herbstputz im Kleiderschrank – effektiv Ordnung schaffen
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Es ist wieder so weit: Die Tage werden merklich kühler. Shorts und Minirock haben für dieses Jahr endgültig ihren Dienst getan. Jedes Mal zum Herbstbeginn ist auch im Kleiderschrank Saisonwechsel angesagt: Sommerkleidung muss aussortiert, wärmere Sachen vom Speicher geholt, manches neu gekauft werden. Doch wie geht man am besten vor, damit die Durchsicht nicht in Stress ausartet und neben der Kleidung auch dem Schrank guttut? Ein paar praktische Tipps helfen, hier den Überblick zu behalten und zu einem Ergebnis zu gelangen, das sich sehen lassen kann.

Zunächst ist es sinnvoll, sich das Ziel des Herbstputzes bewusst zu machen: Schluss mit überquellenden Schrankfächern und dem Ärger über viel zu viele Blusen, Röcke und Hemden, die nicht mehr richtig passen oder ohnehin nicht mehr angezogen werden. Und ebenso wichtig: Entlastung für überquellende Möbelstücke, die den Unmengen an Kleidungsstücken nicht mehr gewachsen sind.



Reinigungsaktion und Inventur

Um eine solche Aktion durchzuziehen, sollte ausreichend Zeit eingeplant und nach einem strikten Plan vorgegangen werden. Schliesslich bedarf jedes Kleidungsstück einer Begutachtung: Was kann bleiben, was wird ausgelagert, was kann weg? Und wie geht es eigentlich den entsprechenden Möbeln?

Doch zunächst wird der gesamte Kleiderschrank entleert. Ist dies passiert, werden alle Fächer gründlich gereinigt und anschliessend trockengewischt. Im nächsten Schritt wird die Herbstkleidung aus dem Keller oder vom Dachboden geholt und ebenfalls inspiziert. Eine solche Inventur und das damit verbundene Ausmisten ist wohl der schwierigste Teil der gesamten Aktion. In einem ersten Durchgang wird alles, was länger nicht mehr angezogen wurde, ausgesondert. Selbstkritik ist angesagt: Wie lange wurde die Jeans nicht mehr getragen? Warum nicht? Passt sie überhaupt noch? Wie sieht sie angezogen aus? Entspricht sie dem eigenen Stil? Oft ist man geneigt, sich das Abschiednehmen von alten Sachen schwer zu machen. Doch Kleidung, die nicht getragen wird, macht den Schrank unnötig voll und erschwert das Ordnung halten.

Alltagstauglich sortiert



Am sinnvollsten ist es, Kleidungsstücke in Kategorien zu sortieren und diese Ordnung im Alltag auch beizubehalten. So bekommen Unterwäsche und Socken ihren festen Platz in einer Schublade. Ist der Kleiderschrank nicht mit einer solchen ausgestattet, lohnt die zusätzliche Anschaffung einer Kommode mit mehreren Schüben. Eine solche Kommode kann vielleicht sogar das neue Schmuckstück des Schlafzimmers werden.

Im Fächerteil des Kleiderschrankes finden Hemden, Hosen und Pullover ordentlich übereinandergestapelt ihren Platz. Wo eine Kleiderstange vorhanden ist, können Hosen und Hemden auch auf Bügeln aufgehängt werden.



Die Sommersachen, die für das nächste Jahr aufbewahrt werden sollen, kommen am besten gleich in einen separaten Wäschekorb und werden später weggeräumt. Im Austausch gegen die Herbst- und Winterkleidung wandern dünne Jacken, kurze Hosen und Röcke auf den Dachboden oder in den Keller.

Sind hierfür keine geeigneten Kisten oder Wäschesäcke vorhanden oder sind die alten bereits verschlissen, lohnt in diesem Zusammenhang die Anschaffung entsprechender Aufbewahrungshilfen. Ein guter Tipp für höherwertige Kleidungsstücke, die vorzugsweise hängend gelagert werden, sind Kleiderboxen, wie sie für Wohnungsumzüge verwendet werden. Diese Teile sind preiswert und auch für eine längerfristige Lagerung bestens geeignet. Auch Vakuumtaschen leisten hervorragende Dienste und benötigen durch die abgesaugte Luft wesentlich weniger Platz als Kleiderkisten oder Ähnliches.

Wird im Zuge des Kleiderwechsels festgestellt, dass etwas defekt oder reparaturbedürftig ist, muss entschieden werden, ob sich eine Reparatur überhaupt noch lohnt. Falls nicht, heisst es hier wieder: Weg damit!





Vor dem Verstauen der Sommersachen sollte jedes Kleidungsstück nochmals genau geprüft werden. (Bild: Inchic / Shutterstock.com)

Vor dem Verstauen der Sommersachen sollte jedes Kleidungsstück nochmals genau geprüft werden. (Bild: Inchic / Shutterstock.com)

Was darf bleiben, was kommt weg?

Vor dem Verstauen der Sommersachen in entsprechende Aufbewahrungsboxen sollte jedes Kleidungsstück nochmals genau geprüft werden. Ziehe ich diese Hose in der nächsten Saison wirklich wieder an? Passt sie zu meiner übrigen Kleidung? Wenn die Antwort eindeutig ja lautet, dann darf sie zum Überwintern im Hause bleiben und kommt im nächsten Frühling zurück in den Kleiderschrank. Fällt bei manchen Hosen oder Pullis die Entscheidung schwer, kann es sinnvoll sein, diese zunächst zur Seite zu legen, um sie noch einmal durchzusehen, wenn alle anderen Pullover, Hemden und Röcke gecheckt sind. Meistens fällt es beim erneuten Durchsehen leichter, eine Entscheidung zum Weggeben zu treffen.

Übrigens: Wem die Trennung alter Sachen schwerfällt, dem hilft vielleicht der Gedanke, dass jeder Lebensabschnitt und mit ihm auch die Kleidung ein Teil der Persönlichkeit ist. So wie man sich selbst immer weiter entwickelt, darf sich auch die Garderobe verändern. Wozu also an den alten Kleidungsstücken festhalten?

Ausrangierte Sachen können in die Altkleidersammlung gegeben oder Bekannten angeboten werden. Auch karitative oder soziale Einrichtungen sind für Kleiderspenden dankbar.

Gut gerüstet für die nächsten Monate

Ist alles fertig sortiert und die Sommersachen – gut verpackt – auf dem Dachboden oder im Keller eingelagert sowie die ausgesonderten Kleidungsstücke für den Abtransport bereitgestellt, gilt der letzte Blick dem nunmehr für die Herbst- und Wintersaison gerüsteten Kleiderschrank: Müssen die Scharniere eventuell ein wenig nachjustiert werden, damit die Türen wieder gerade stehen oder ist der Frontspiegel noch ungeputzt? Dann sollte flugs noch einmal der Lappen geschwungen werden, damit dem perfekten Styling für die kommenden Monate nichts mehr im Wege steht.




 

Oberstes Bild: © Evgeny Atamanenko – Shutterstock.com

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Über Christian Schreiber

Christian Schreiber ist seit mehr als 15 Jahren als Autor tätig und hat bereits für Verlage wie Rowohlt, die Verlagsgruppe Random House (Bertelsmann) sowie verschiedene Zeitungen gearbeitet.
Neben der Erstellung vielfältiger Sachtexte zu den unterschiedlichsten Themenfeldern befasst er sich insbesondere mit Rechts- und Finanzangelegenheiten und gibt Wohn- und Einrichtungstipps.


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