Ihr Garten – Refugium zwischen Erholung und Herausforderung

10.06.2014 |  Von  |  Allgemein

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Ihr Garten – Refugium zwischen Erholung und Herausforderung
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Besonders bei Eigenheimen auf dem offenen Land gehört ein Garten unverzichtbar zum gewünschten Wohnumfeld. Aber auch zu Mehrparteienhäusern oder ganzen städtischen Wohnsiedlungen gehört ein Garten oftmals mit dazu. Ob er nun ganz allein oder in Mitbenutzung genossen werden kann – immer bietet er über die eigentliche Wohnung hinaus einen Bereich, der besonders bei Kindern und Naturfreunden sehr beliebt ist.

Dabei ist der Garten nicht immer nur ein Refugium der individuellen Erholung, sondern oftmals auch eine Herausforderung für den Gestaltungswillen und die Vorstellungskraft der Besitzer. Wie Sie Ihren Garten zum beliebten Erholungs-, Nutz- und Entspannungsbereich machen können, zeigt dieser Beitrag.



Die gestalterische Grundentscheidung

Immer dort, wo ein Garten oder zumindest ein Teil davon zur Verfügung steht, beginnt die Nutzung mit der gestalterischen Grundentscheidung. Soll der Garten eher zum Blumen- und Gemüseanbau dienen, sind Obstbäume vorgesehen, wie grenzt sich der Garten vom Umfeld ab, kann hier einfach nur ein wildes Stück Natur entstehen oder soll es doch der englische Rasen sein? Jede Menge Fragen bestimmen die erste Grundentscheidung dafür, was der Garten letzten Endes sein soll.

Diese Grundentscheidung für die Gestaltung basiert wesentlich auch darauf, wie der Garten künftig genutzt werden soll. Eine Entscheidung, die auch davon abhängig gemacht wird, wie sich die Nutzergruppen zusammensetzen. Sind beispielsweise Kinder im Haus, dann kann und soll der Garten auch für diese die Möglichkeit der unbeschwerten Nutzung zum Spielen und Toben bieten. Für Familiengärten steht oftmals auch der Wunsch nach einem eigenen Swimmingpool ganz oben auf der Liste, und Erwachsene nutzen den Garten gern als gepflegten Entspannungsraum und Treffpunkt für Freunde. Darüber hinaus schmeckt nichts besser als das Obst und Gemüse aus dem eigenen Anbau.

Eine Fülle von Vorstellungen und Interessen, die es zu beachten und manchmal auch unter einen Hut zu bringen gilt.



Erholungsbereich oder Arbeitsgarten?

Unabhängig von der grundsätzlichen Entscheidung muss auch klar sein, dass ein Garten immer Arbeit macht. Wenn Sie diese selbst leisten müssen oder wollen, ist es sinnvoll, den Garten so zu gestalten, dass der Erholungsaspekt deutlich über dem Aufwand für die Gestaltung und Pflege steht. Können Sie sich einen eigenen Gärtner leisten, dann spielt wohl eher die Frage des Preises zumindest auf lange Sicht gesehen eine wichtige Rolle.



Grundsätzlich ist es günstig, den Garten so pflegeleicht wie möglich und dennoch optisch gelungen zu gestalten. Die Möglichkeiten dazu sind recht unterschiedlich. Wer den Garten eher als grüne Oase der Ruhe und Schönheit sieht, kann hier zwei Möglichkeiten favorisieren. Entweder fällt die Entscheidung für einen herrschaftlich wirkenden Garten mit stets kurz geschorenen Rasenflächen, ausgedehnten Terrassen und grosszügiger Gartenmöblierung oder es wird alles sehr naturnah gestaltet: nur selten „geschorene“ Wiesen mit unterschiedlichen Gräsern, Blumen und Kräutern werden ergänzt von wilden Obstbäumen, kleinen Sitzecken und Sträuchern.

Hier kommt es sowohl auf die Interessen der Besitzer als auch auf das architektonische Umfeld an. Zu einem Bauernhaus passt die zweite Variante sicherlich besser, während sich die moderne Villa mit einem sattgrünen englischen Rasen von ihrer besonderen Seite zeigt.

Irgendwo in der Mitte liegt dann wohl die Entscheidung derer, die den Garten sowohl als Stück Natur als auch als gepflegten Aussenbereich des Hauses betrachten. Wichtig ist immer zu überschauen, welchen Arbeitsaufwand die jeweilige Entscheidung bedeutet und ob dieser Aufwand auch geleistet werden kann.

Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten. (Bild: Margoe Edwards / Shutterstock.com)

Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten. (Bild: Margoe Edwards / Shutterstock.com)

Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten

Fast immer ist der Garten mehr als nur ein Stück Grün. Häufig machen Blumenbeete, Gemüsebeete und Obstbäume sowie Nutzsträucher den Garten auch zur Anbaufläche. Das bedeutet immer ein Plus an Arbeit, schafft aber auch ein gutes Stück Abwechslung in der Gestaltung. Darüber hinaus erleben Kinder auf diese Weise, wo so manches Nahrungsmittel herkommt und wie es gedeiht. Und die Nascherei beispielsweise der eigenen Erdbeeren ist ebenso durch nichts zu ersetzen wie eine Gemüsesuppe aus eigenem Anbau oder der selbst gepflückte Blumenstrauss. Dabei ist der Garten kein Landwirtschaftsbetrieb und soll das auch nicht sein.



Der Garten als Wohnung

Wer den Garten zumindest in der warmen Jahreszeit als gelungene Erweiterung der Wohnung nutzen möchte, hat dazu viele gestalterische Möglichkeiten. Passend zur grundsätzlichen Gestaltung gibt es eine breite Auswahl unterschiedlichster Gartenmöbel. Schaukeln und Klettergerüste, Sandkästen und kleine Zelte machen den Garten zum Abenteuerspielplatz für die Kleinen. Eine Grillecke lässt so manchen gemütlichen BBQ-Treff zu und eine ausgedehnte Terrasse lädt zum Verweilen und Entspannen ein. Dazu kommen oftmals Gartenteich und Pool, die dem eigenen Garten den letzten Pfiff geben.

Wie intensiv das Wohngefühl im eigenen Garten ausfällt, hängt entscheidend davon ab, wie es gelingt, den Garten wohnlich und nicht allzu arbeitsintensiv einzurichten. Ganz ohne Arbeit wird es dabei selten gehen. Aber je gezielter Sie sich für Ihre bevorzugte Grundgestaltung entscheiden und diese umsetzen, desto mehr kann der Garten ein Spiegel Ihrer Lebensweise und ein erholsames Rückzugsrefugium für moderne Menschen werden.



 

Oberstes Bild: © CreativeNature.nl – Shutterstock.com

Über Olaf Hoffmann

Olaf Hoffmann ist der kreative und führende Kopf hinter dem Unternehmen Geradeaus...die Berater.
Neben der Beratertätigkeit für kleine und mittlere Unternehmen und Privatpersonen in Veränderungssituationen ist Olaf Hoffmann aktiv in der Fort- und Weiterbildung im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe.
Als Autor für zahlreiche Blogs und Webauftritte brilliert er mit einer oftmals bestechenden Klarheit oder einer verspielt ironisch bis sarkastischen Ader. Ob Sachtext, Blogbeitrag oder beschreibender Inhalt - die Arbeiten des Autors Olaf Hoffmann bereichern seit 2008 in vielfältigen Formen das deutschsprachige Internet.



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