Mit Stil und Funktionalität – Wohnen im hohen Alter

18.09.2014 |  Von  |  Allgemein
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Mit Stil und Funktionalität – Wohnen im hohen Alter
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Wohnen im hohen Alter kann etwas trickreich sein, ist aber keinesfalls ein Grund zum Verzweifeln. Ob man allein, mit dem Partner, in einer Wohnung oder in einem Haus wohnt, wird sogar zur Nebensächlichkeit, wenn stattdessen auf eine praxisorientierte Einrichtung geachtet wird – die kann durchaus richtig schick sein!

Einige Räume müssen für ältere Menschen besonders hergerichtet werden, insbesondere das Badezimmer und Teile des Schlafzimmers. Unabhängig von einigen weiteren Apparaten, kann die Einrichtung dennoch primär nach optischen Kriterien gewählt werden. Der Grundsatz lautet deshalb: kombinieren Sie Ihren Geschmack mit viel Funktionalität.



Die Lage der Wohnung und Herrichtung des Bades

Bevor es aber ans Einrichten geht, muss erst einmal die richtige Wohnung beziehungsweise ein passendes Haus gefunden werden. Das könnte sich je nach Stadt etwas schwieriger gestalten, denn im hohen Alter werden auch Treppen zu einer mitunter qualvollen Aufgabe. Die Wohnung sollte daher über einen Lift verfügen oder sich direkt im Erdgeschoss/Hochparterre befinden. Im Haus kann eine zusätzlich angebrachte Rampe Abhilfe schaffen, oder sogar ein Sessellift, der separat ins Haus integriert wird. Damit das gelingt, muss das Haus aber eine gewisse Grundfläche an dem Treppenaufgang besitzen, was gerade bei kleinen Reihenhäusern nicht zwingend gegeben ist.

Im Badezimmer sollte auf Fliesen verzichtet werden. Zwar sehen diese sehr schick aus, können aber auch eine akute Rutschgefahr darstellen – besonders im Alter! Falls sich bereits Fliesen in der Wohnung befinden, sollten diese grossflächig durch Teppiche und Matten ausgelegt werden. So haben ältere Menschen auch nach einem Bad oder einer Dusche noch sicheren Halt unter den Füssen. Unterstützend wirken hier installierte Haltegriffe. Diese können auch von Hobby-Handwerkern relativ unkompliziert nachträglich im Bad angebracht werden. Mindestens einer sollte sich an der Toilette, ein anderer an der Badewanne beziehungsweise Dusche befinden. Mögliche Armaturen sollten immer einhändig bedienbar sein – diese machen auch optisch im Design keine Abstriche.

Einrichtungsstil – im Idealfall das wählen, was auch gefällt!



Bei der Art der Einrichtung können auch Rentner aus den Vollen schöpfen. Erfahrungsgemäss bevorzugen ältere Menschen einen etwas traditionelleren und klassischeren Einrichtungsstil, der dank vieler Holzmöbel sehr warm und harmonisch wirkt. Mit einem Pinselstrich aus dem Norden Skandinaviens, zum Beispiel über diverse Regale oder Accessoires, können auch traditionelle und etwas altmodischere Stile noch modern, schick und zugleich harmonisch wirken. Enkel und Kinder können der Oma und/oder dem Opa hier sicher gute Tipps geben, wie die Einrichtung den eigenen Geschmack trifft und dennoch so modern und schick wirkt, dass sie auch den jüngeren Gästen noch gefällt – das freut später natürlich auch die Grosseltern.



Bei der Auswahl der Möbelstücke und des Bodens sollte darauf geachtet werden, dass sich diese sehr einfach und unkompliziert reinigen lassen. Ältere Menschen besitzen im Regelfall nicht länger die Physis und Energie, um feine und sehr pflegebedürftige Materialien im Zwei-Tagestakt zu reinigen. Wenn keine Putzfrau mithilft, empfiehlt sich helles Holz, auf dem man Staub nicht sofort wahrnimmt. Ein schicker Teppich am Boden kann zudem viel Staub auffangen und bündeln, der dann nicht länger frei durch die Wohnung weht. Laminat ist empfehlenswert, da sich dieses mit einem Wischmob schon recht flott und unkompliziert abwischen lässt. Sofern die Möglichkeit besteht und keine Durchblutungsstörungen in den Beinen vorliegen, empfiehlt sich auch eine Fussbodenheizung. Diese hält bei weniger Bewegung im Alltag noch angenehm warm.

Nützliche Accessoires und kleine Helfer im Alltag



Kommunikation spielt im hohen Alter eine gewichtige Rolle. Daher ist es empfehlenswert, schnurlose Telefone in allen Primärräumen, also Wohnzimmer, Schlafzimmer und Küche, zu integrieren. So kann im Notfall stets jemand kontaktiert werden. Auch fürs Internet ist es nie zu spät! Möchten sich Oma und Opa ein wenig näher mit dem Web auseinandersetzen, sollte ein Arbeitsplatz separat in den Raum integriert werden. Ein klassischer Tower-PC ist empfehlenswerter als ein Laptop, da dieser mit der Zeit schwer werden könnte, oftmals zu klein ist und ausserdem eher unhandlich ist, wenn keine Maus angeschlossen wird.

Bei allen Accessoires, egal ob bei PC, Telefonen, Lampen oder anderen elektronischen Geräten, sollten die Kabel sicher verstaut werden. Wenn die Sehstärke nachlässt, steigt auch die Chance, in der Hektik über ein freiliegendes Kabel zu stolpern. Kabelbinder sorgen für Ordnung am Schreibtisch und in anderen Teilen der Wohnung, zusätzlich sollten die Kabel aber am besten direkt an der Wand beziehungsweise hinter Möbelstücken verlegt werden. So sind sie ausserhalb der direkten Gefahrenzone, zumal bei Problem und technischen Schwierigkeiten höchstwahrscheinlich eh die Kinder oder Enkel weiterhelfen. Die haben auch kein Problem, etwas sicherer verstaute Kabel zu erreichen.

Eine Leselampe auf einem Beistelltisch im Schlafzimmer ist ebenfalls elementar. Bei dem Nachttisch sollte explizit darauf geachtet werden, dass dieser viele einzelne Fächer hat, in denen wichtige Alltagssachen und Medikamente verstaut werden können. Die Lampe, idealerweise zum Anknipsen und mit schickem Schirm, sorgt dafür, dass auch kurzfristig in der Nacht für eine akzeptable Beleuchtung und damit auch für Sicherheit gesorgt wird.




 

Oberstes Bild: © Iofoto – Shutterstock.com


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