24 tödliche Kinderunfälle pro Jahr – BFU hilft Eltern, sichere Produkte zu erkennen

18.05.2021 |  Von  |  Allgemein

Wer Möbel, Spielzeug oder Schutzausrüstung für Kinder kauft, hat die Qual der Wahl. Leider ist das schickste Produkt mit dem vermeintlich attraktiven Preis oft nicht das sicherste. Die BFU richtet sich deshalb mit einer neuen Informationsoffensive an Eltern und Betreuungspersonen.

Das Ziel: Weniger Kinder sollen schwer stürzen, ertrinken, ersticken oder im Strassenverkehr verunfallen. In der Schweiz erleiden im Durchschnitt 24 Kinder pro Jahr einen tödlichen Unfall.

Jedes Jahr sterben in der Schweiz durchschnittlich 24 Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren wegen Unfällen – meist durch Stürze, durch Ersticken oder Ertrinken oder im Strassenverkehr. Hinzu kommen mehr als 200 000 Unfälle, die mindestens einen Arztbesuch zur Folge haben. Einen Teil dieser Unfälle könnten Eltern und Betreuungspersonen verhindern, indem sie beim Produktekauf auf Sicherheitsmerkmale achten. Die wichtigsten Merkmale zeigt die BFU in einer neuen Informationsoffensive.

Den Anfang machen fünf ausgewählte Produktkategorien: Kindervelohelme, Veloanhänger, Kinderrettungswesten, Tür- und Treppenschutzgitter sowie Etagen- und Hochbetten.

Kompass im Angebotsdschungel

„Unser Fokus liegt auf jenen Produkten, die von Eltern oft gekauft werden und bei denen gemäss unserer Analyse der Informationsbedarf besonders gross ist. Das Ziel ist es, Unfallrisiken zu minimieren“, erklärt Roland Grädel, Produkteexperte bei der BFU. „Das Angebot an Produkten im Fachhandel und im Internet ist nicht nur riesig, es wechselt auch schnell. Deshalb empfehlen wir nicht ein bestimmtes Produkt eines ausgewählten Anbieters“, so Grädel, „sondern geben allgemeingültige Hinweise, was ein sicheres Produkt ausmacht.“ Ergänzend gibt es Tipps für den sicheren Gebrauch der Produkte sowie kurze Videos, Checklisten und weiterführende Links.

Wer zum Beispiel ein Etagenbett anschaffen möchte, findet auf bfu.ch/produkte Tipps wie diese: Das Bett sollte die Norm EN 747 erfüllen. Die Absturzsicherung muss auf allen Seiten mindestens 16 cm höher sein als die Matratze. Die Leiter sollte fest mit dem Bett verbunden sein und idealerweise über einen Handlauf verfügen; für glatte Stufen lohnen sich aufklebbare Anti-Rutsch-Streifen. Damit auch bei viel Bewegungsfreude nichts passiert, muss das Bett durch eine Befestigung an der Wand gesichert werden. Nicht ans Bett gehören Seile, Kordeln, Schnüre, Haken, Taschen und dergleichen. Und Kinder unter sechs Jahren schlafen unten.

Auch Produkte für Erwachsene

Die Kinderprodukte stehen im Zentrum dieser ersten Phase der Informationsoffensive. In der zweiten Phase werden Produktetipps für Heimwerkerinnen und Heimwerker folgen, in der dritten Phase für Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner. Auch in diesen Bereichen gibt es ein ständig wechselndes Angebot an Produkten, von denen eine Unfallgefahr ausgehen kann; zudem gibt es nützliche Schutzausrüstung. Die Tipps der BFU sollen auch dort dabei helfen, von Beginn weg eine sichere Wahl zu treffen.

Schon heute gibt es auf der BFU-Website Empfehlungen für rund 40 verschiedene Produktegruppen, beispielsweise für Rauchwarnmelder, Trittleitern und Schulrucksäcke.

Weitere Informationen: bfu.ch/produkte

 

Quelle: Beratungsstelle für Unfallverhütung
Titelbild: Symbolbild © Scott-lee – shutterstock.com

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