Probleme beim Einschlafen oder Schlafstörungen: Woran es liegen könnte
von belmedia Redaktion Allgemein Schlafzimmer
So wichtig Schlaf auch ist, so schwierig ist es manchmal, genügend davon abzubekommen. Faktoren für einen schlechten Schlaf gibt es genügend und nicht alle davon lassen sich über Nacht beheben.
Schliesslich liegen die Ursachen manchmal tiefer und gehen auf Stress oder innere Unruhe zurück. Doch oft mangelt es auch an anderen Faktoren, die eher seltener in Betracht gezogen werden.
Zu viel Licht zur falschen Zeit
Jeder Körper reagiert anders auf seine Umgebung, weshalb unterschiedliche Menschen unterschiedliche Schlafroutinen entwickeln. Während die einen mit Lärm weniger Probleme haben, brauchen andere absolute Stille. Selbst das kleinste Geräusch von der angrenzenden Strasse ist da schon zu viel und verhindert das Einschlafen. Ganz ähnlich sieht es mit der Lichteinstrahlung aus, gegenüber der wir verschiedene Toleranzen haben.
Möglicherweise gelangt durch die Umgebung zu viel Licht ins Schlafzimmer, welches ein zügiges Einschlafen verhindert. Unerwünschte Lichtquellen können zum Beispiel Leuchtschriften des benachbarten Supermarktes sein oder auch einfach nur der Mondschein. Am nächsten Morgen verhindern vielleicht auch die ersten Sonnenstrahlen des Tages das Ausschlafen. Wer mit Schlafproblemen zu kämpfen hat, denen keine gesundheitlichen Ursachen zugrunde liegen, kann deshalb an einer ganz anderen Stellschraube drehen und neue Vorhänge montieren.
Immerhin haben Vorhänge die Aufgabe, die Lichteinstrahlung gering zu halten, um genau diese Probleme nachts auszuschliessen. Da liegt es doch nahe, die bestehenden Vorhänge einer genaueren Inspektion zu unterziehen und sie bei Beschädigungen oder mangelnder Qualität gegen neue auszutauschen. Praktischerweise wäre das auch ein gutes Argument, um endlich die in die Jahre gekommenen Vorhänge in Rente zu schicken.
Herrschen angenehme Temperaturen?
Hochwertige Vorhänge haben noch einen weiteren Vorteil: Sie helfen dabei, die Temperatur im Schlafzimmer zu regulieren, indem sie übermässige Sonneneinstrahlung verhindern. Überhaupt hat die Temperatur erheblichen Einfluss auf die Schlafqualität. Ist sie zu hoch? Dann ist der Körper nachts mit der Kühlung beschäftigt, wodurch wir schwitzen und schlechter zur Ruhe kommen. Ist sie zu gering? Dann frieren wir und fühlen uns unwohl. Hinzu kommt bei Kälte noch das Problem von Verspannungen, welche die Schlafqualität negativ beeinflussen.
Häufiger kommt es allerdings vor, dass wir es zu gut meinen und die Heizung zu stark aufdrehen. Tatsächlich liegt die empfohlene Raumtemperatur im Schlafzimmer aber nur bei 15 bis 18 Grad und ist damit deutlich geringer als in anderen Räumen. Wenn es nicht alleine daran liegt, ist möglicherweise auch die Luftfeuchtigkeit das Problem. Hier können Luftbefeuchter helfen, trockene Luft auszugleichen und somit für einen besseren Schlaf zu sorgen.
Das zweckentfremdete Bett
Ein weiterer völlig unbeachteter Faktor: Längst wird das Bett nicht mehr nur zum Schlafen verwendet, sondern auch zum Fernsehen, am Smartphone spielen und für weitere Aktivitäten zweckentfremdet. Darin liegt ein ungeahntes Problem, weil sich der Kopf beim Schlafengehen nicht mehr auf das eigentliche Ziel einstellt. So dauert es deutlich länger, bis dieser Modus aktiviert wird und endlich die Augen zufallen.
Die Lösung für dieses Problem ist zum Glück simpel. Alle Aktivitäten, die über den ursprünglichen Zweck hinausgehen, sollten aus dem Schlafzimmer herausgehalten werden. Das verbessert die Schlafhygiene und löst ein schon länger andauerndes Problem mit einer ungeahnten, aber sehr effektiven Massnahme.
Titelbild: Symbolbild (© PrinceOfLove – shutterstock.com)