Alte Küchen umstylen ohne Umbau
Wie man eine Altküche mit einfachen Methoden aufpeppt: Streichen, Überkleben und mehr. Wer sich keine neue Küche leisten will oder kann, hat heute vielerlei Möglichkeiten einer alten Küche ein völlig anderes, neuwertiges Aussehen zu verleihen.
Bevor man sich ans Umstylen einer alten Küche macht, muss man sich festlegen, welchen Stil die Küche von nun an haben soll. Denn es gibt zum Glück keine einheitlichen Trends mehr, sondern verschiedene. Man schätzt heute den Charme gemütlicher, rustikaler Küchen genauso wie einen cleanen Industrial Style oder hochmoderne Kochwelten.
Moderne Küchenstile: Vieles ist möglich
Landhausstil: Der Landhausstil ist zeitlos und aktuell sehr beliebt. Er ist für eine warme, gemütliche Atmosphäre mit Holzoptik bekannt. Zu robusten Holzfronten kommen meist gemütliche Sitzecken aus Holz.
Gerne nimmt man auch offene Regale um dort sichtbar Geschirr und Dekoratives im Landhausstil zu zeigen. Er passt gut in Fachwerkhäuser und Häuser mit freiliegenden Holzbalken. Florale Muster oder Karo für Keramik und Textilien harmonieren dazu so wie Kochutensilien im Vintage-Look.
Skandinavischer Stil: Der skandinavische Stil ist sehr gefragt und einfach sehr unkompliziert. Er ist bekannt für eine hohe Funktionalität und eine freundliche, meist helle Optik. Aktuell gibt es aber auch dunkle Farben in dieser Einrichtung.
Das Design ist minimalistisch, allerdings sind hochwertige Materalien und eine edle Optik wichtig. Die Küchengeräte dazu wählt man ebenfalls in minimalistischem, coolen Design. Ess- und Kochgeschirr hat schlichte Formen in klarer Linienführung. Alle Farben wirken harmonisch, nichts knallig oder zu bunt.
Moderner Industriestil: Der industrielle Stil ist sehr gefragt. Er zeichnet sich durch raue, aber dennoch ansprechende Materialien aus. Exponierte Ziegelwände, Betonböden, Edelstahl, Metallakzente und rohe Holzelemente prägen ihn.
Er passt perfekt zu grossen, offenen Räumen. Auch hier hat man vor allem klare Linien, minimalistisches Design und mutige, eher dunklere Farben oder Akzente verleihen der Küche ein modernes, industrielles Flair. Schwarz ist sehr beliebt für Griffe und Armaturen.
Shabby Chic: Der Shabby-Chic-Stil kombiniert Vintage-Elemente mit romantischer Ästhetik. Verwittert aussehende Möbel, Pastellfarben, verspielte Muster und antike Accessoires prägen diesen verträumten Stil. In einer Shabby-Chic-Küche finden sich scheinbar oft abgenutzte, aber charmante Möbelstücke, verspielte Vorhänge, Blumendekore und zarte Details.
Den Stil kann man zum Beispiel mit Kreidefarben leicht selbst herstellen. Zudem gibt es vielerlei Küchenaccessoires, Geschirr, Textilien und Sitzmöbel im Shabby-Chic zu kaufen.
Eleganter Stil: Hier findet man vor allem Hochglanzfronten und sehr edle Materialien. Die Arbeitsplatte wird zum Beispiel aus sehr schön marmoriertem Stein hergestellt. Zur hochwertigen Ausstattung gehören natürlich luxuriöse Küchengeräte und elegantes Geschirr. Das Design ist puristisch. Holzfronten gibt es hier eher nicht.
Bei der Wahl eines Einrichtungsstils für die Küche ist es nicht nur wichtig, den persönlichen Geschmack zu berücksichtigen, sondern vor allem die vorhandene Architektur des Raumes und die Funktionalität im Auge zu behalten. Heute kann man oftmals Elemente verschiedener Stile kombinieren, um eine einzigartige und ansprechende Kücheneinrichtung zu schaffen.
Welche Farben sind für Küchen aktuell im Trend?
Die Farben für Küchen sind aktuell eher dezent und gedeckt. Erdfarben und Rosttöne sind neu und beliebt: Schlammfarben, Erdtöne, auch dunkles Grün. Dazu kommt Schwarz, das wieder sehr beliebt für die Küche ist. Sanfte Weisstöne sind aber genauso aktuell wie auch cremige Nuancen in der Farbe Magnolie oder wie Panna Cotta.
Wichtig ist aber, dass sich alle Bewohner mit einer Farbe wohl fühlen und sie als appetitanregend und gemütlich empfinden.
DIY-Möglichkeiten zur Umgestaltung einer alten Küche
Eine noch funktionierende Küche, gut erhaltene Küche herauszureissen und eine neue einzubauen – das wollen sich heute viele Leute nicht mehr leisten oder sie wollen nachhaltig leben. Hinzukommt, dass der Prozess sehr aufwendig ist. Bevor man also die alte Küche austauscht, versucht man heute lieber noch einmal die alte Küche selbst umzugestalten und das geht einfacher und effizienter als viele denken.
1. Streichen der Schränke und Wände
Das Streichen von Küchenschränken ist eine der beliebtesten Methoden, um einer alten Küche ein neues Aussehen zu verleihen. Mit einer Vielzahl von Farben und Oberflächen, die der Markt aktuell bietet, gelingt dies auch Laien meist recht gut.
Alleine das Streichen der Schränke hat einen enormen Einfluss auf das Gesamtbild der Küche. Salbeigrün ist aktuell der letzte Schrei, sollte aber nur gewählt werden, wenn man die Farbe wirklich gerne mag. Ansonsten kann man seine Küche wirklich in allen Farben streichen, die man sich vorstellen kann.
Achten Sie aber unbedingt darauf, Farben zu verwenden, die speziell für Küchen geeignet ist, um Langlebigkeit und einfache Reinigung zu gewährleisten. Man kann auch für Küchen Kreidefarbe nehmen! Sie dünstet keine giftigen Dämpfe aus. Allerdings braucht man eine spezielle zum Halten und Blocken, um der Beanspruchung in der Küche gerecht zu werden.
Das Streichen der Wände macht natürlich auch einen grossen Unterschied. Helle Farben können den Raum grösser wirken lassen, während kräftige Farben einen modernen Akzent setzen und sie gemütlicher wirken lassen.
2. Überkleben von Oberflächen mit Folien
Eine weitere trendige Methode, um alten Küchen neues Leben einzuhauchen, ist das Überkleben der Oberflächen mit speziellen Klebefolien, die auf Schränke, Arbeitsplatten und sogar Fliesen angebracht werden können. Diese Folien sind in verschiedenen Mustern, Texturen und Farben erhältlich, von Holzmaserungen bis hin zu marmorierten Effekten.
Das Überkleben bietet eine kostengünstige Möglichkeit, den Look Ihrer Küche drastisch zu verändern, ohne die bestehenden Oberflächen zu entfernen. Schwierig wird es natürlich an Kanten und Übergängen. Um hier sauber zu arbeiten, empfiehlt es sich, einige Anleitungsvideos anzusehen und sich vor allem genau an die Anweisungen der Hersteller zu halten.
3. Austausch von Griffen und Beschlägen
Manchmal sind es kleine Details, die einen grossen Unterschied machen. Der Austausch von Griffen, Knöpfen und Beschlägen an den Schränken wirkt oft erstaunlich. Wählen Sie moderne, trendige Hardware, um das Erscheinungsbild Ihrer alten Küche aufzufrischen oder ganz anders aussehen zu lassen.
Matte Oberflächen oder Griffe in Gold- oder Kupfertönen sind derzeit besonders im Trend und können der Küche eine sehr elegante Note verleihen.
4. Hinzufügen von Beleuchtung
Eine geschickt platzierte Beleuchtung bewirkt Wunder, besonders, wenn es darum geht eine alte Küche aufzufrischen. Unterbauleuchten unter den Oberschränken schaffen eine angenehm, helle Arbeitsatmosphäre und betonen gleichzeitig die schicken, neuen Oberflächen. Pendelleuchten über der Kochinsel oder dem Esstisch verleihen einer modernen Küche einen einladenden Touch.
Vorbereitung der Renovierungs- und Umgestaltungsarbeiten
Vorbereitung ist das A und O für den Erfolg
Bevor mit der Renovierung begonnen wird, ist es wichtig, die Küche gründlich zu reinigen und die Oberflächen vorzubereiten. Bei Schränken ist es ratsam, die Oberflächen gründlich zu reinigen und leicht anzuschleifen, um eine bessere Haftung der Farbe zu gewährleisten. Bei Klebefolie sind aber oft ganz glatte Flächen besser. Die Reinigung muss so und so sehr gründlich erfolgen.
Farbauswahl und Technik beim Streichen
Beim Streichen der Schränke ist die Auswahl der richtigen Farbe von grosser Bedeutung. Lacke oder Farben mit eingebautem Schutz vor Feuchtigkeit und Hitze sind für Küchenoberflächen ideal. Die Anwendung der Farbe erfordert eine sorgfältige Technik, um ein gleichmässiges Finish zu erzielen.
Mit Kreidefarbe können auch Laien sehr gute Ergebnisse erzielen. Das Entfernen der Schranktüren und das Kennzeichnen der Schrauben sollte erfolgen, wenn es möglich ist.
Überkleben mit Folie: Tipps und Tricks
Das Überkleben mit Folie erfordert viel Geduld und Genauigkeit. Und die hat nicht jeder! Daher ist für manche Streichen die bessere Option. Es ist wichtig, die Folie sorgfältig und langsam anzubringen, um Luftblasen zu vermeiden und diese immer wieder auszustreichen. Für Ecken und Kanten können spezielle Werkzeuge verwendet werden, um ein sauberes Endergebnis zu erzielen. Ausserdem ist es ratsam, hochwertige Folien zu wählen, die langlebig und einfach zu reinigen sind.
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