Betten machen – Tipps für mehr Hygiene

30.04.2019 |  Von  |  Inspirationen, Schlafzimmer, Trends
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Betten machen – Tipps für mehr Hygiene
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Wenn es um einen erholsamen, gesunden und guten Schlaf geht, ist eine ordentliche Hygiene im Bett ein sehr wichtiges Thema. Mangelhafte Hygiene kann für unsere Gesundheit schädliche Folgen haben.

Wir erklären Ihnen in den folgenden Zeilen, welche grundlegenden Fehler Sie beim Betten machen vermeiden sollten. Zudem haben wir einige wertvolle Tipps zusammengestellt, die für ideale hygienische Bedingungen im Schlafzimmer sorgen.

Tipps für mehr Hygiene im Schlafzimmer

Wir wissen längst, dass eine ordentliche Hygiene im Bett die wichtigste Grundlage für einen guten Schlaf ist. Aber trotzdem schenken viele Betten- und Matratzenhersteller diesem Thema viel zu wenig Beachtung. Es liegt deshalb an Ihnen, für gute hygienische Bedingungen zu sorgen.

Während des Schlafs schwankt die menschliche Körpertemperatur stark. Während sie etwa mitten in der Nacht ihren Tiefpunkt erreicht, steigt sie in der Aufwachphase zunehmend an, was natürlich zur Folge hat, dass Schweiss ausgeschüttet wird. Pro Nacht verliert ein Schlafender rund 0,5 Liter Flüssigkeit, was hochgerechnet eine erstaunliche Menge von 180 Litern im Jahr ergibt. Im Grunde produzieren wir also in der Nacht eine halbe Badewanne Schweiss jährlich.

Leider wird nur ein relativ kleiner Teil dieser Flüssigkeit an die Raumluft abgegeben, während der Rest Nacht für Nacht in Ihre Matratze gelangt. Hierdurch können Stockflecken entstehen, die den idealen Nährboden für einen besonderen Schimmelpilz bilden – den sogenannten Aspergillus niger. Dieser Pilz spaltet die Hautschuppen auf, die wir Menschen Nacht für Nacht im Schlaf verlieren. Er zerstückelt diese förmlich in mundgerechte Happen für Hausstaubmilben, die bekanntlich in grosser Anzahl in der Matratze lauern. Auch wenn es sich bei den Milben um mikroskopisch kleine Parasiten handelt, so sind sie dennoch oft die Ursache von Allergien und können sogar chronische Leiden wie Asthma herbeiführen.

Es liegt also auf der Hand: Die Ablagerung von Nässe leitet eine folgenreiche Kettenreaktion ein, die unsere Gesundheit massiv beeinträchtigt. Es ist demnach sehr wichtig, dass Sie für gute hygienische Bedingungen in Ihrem Bett sowie in Ihrem Schlafzimmer sorgen. Mit den folgenden 5 Tipps sagen Sie Milben, Feuchtigkeit & Co. erfolgreich den Kampf an.

Gesund schlafen: Tipps für eine bessere Hygiene im Bett

1. Bettbezüge regelmässig wechseln

Leider ist das, was auf den ersten Blick logisch zu sein scheint, in vielen Haushalten keine Selbstverständlichkeit. Allerdings genügt es bereits, etwa alle 14 Tage die Bettwäsche zu wechseln, denn so haben Hautschuppen, Milben und Schweissablagerungen keine Chance. Die Bettwäsche sollte stets bei 60°C gewaschen werden, denn dann wird der Bezug auch tatsächlich von allen Allergenen befreit.

2. Lassen Sie Ihre Bettwäsche durchatmen

Auch Ihren Kissen und den Bettdecken sollten Sie in regelmässigen Abständen etwas Frischluft gönnen. Während dem Wechsel der Bettwäsche können Sie Ihre Decke auf dem Balkon aufhängen oder auf das Fensterbrett legen, um für eine gute Durchlüftung zu sorgen.

3. Sorgen Sie für die richtige Raumtemperatur

Hausstaubmilben fühlen sich in einem feucht-warmen Klima am wohlsten. Von Kälte halten die Spinnentiere hingegen gar nichts. Sie sollten deshalb die Raumtemperatur in Ihrem Schlafzimmer möglichst trocken und kühl halten. Experten halten eine Temperatur von weniger als 20°C hierbei für ideal. Ganz nebenbei führt dies auch gleichzeitig dazu, dass Sie einen deutlich erholsameren Schlaf geniessen können.

4. Nutzen Sie abnehmbare Matratzenbezüge

Mit waschbaren Matratzenbezüge stellen Sie sicher, dass Ihre Matratze frisch und sauber bleibt. Beim Waschvorgang in der Maschine werden Milben, Schweiss und Hautschuppen effektiv entfernt, die sich sonst im Stoff der Matratze ablagern.

5. Matratze wenden

Etwa alle 4 bis 8 Wochen ist es nötig, dass Sie die Matratze einmal wenden. Vergessen Sie dabei nicht, diese nach Möglichkeit auch abzusaugen und denken Sie auch an den Lattenrost. Dabei spielt es auch eine Rolle, welchen Staubsauger Sie verwenden. Im Handel werden zahlreiche Modelle angeboten, die mit einem speziellen, allergikergeeigneten Filter ausgestattet sind.

6. Setzen Sie auf eine gute Durchlüftung

Sorgen Sie in Ihrem Schlafzimmer dafür, dass die Umgebungsluft vor dem Schlafengehen nicht zu warm, frisch und möglichst frei von Keimen und Staub ist. Eine konsequente Luftzirkulation reduziert die Verbreitung von Milben oder vermeidet sie sogar gänzlich. Etwa zwei bis dreimal am Tag und vor allem vor dem Schlafengehen sollten Sie die Fenster und Türen Ihres Schlafzimmers etwa 10 bis 15 Minuten öffnen, um so für eine optimale Raumluft zu sorgen.

Fazit

Bereits mit einigen einfachen Tricks können Sie in Ihrem Bett Schweißablagerungen, Schimmelpilz und die daraus resultierenden Milben vermeiden. Ein häufiges Wechseln der Bettwäsche ist dabei ebenso wichtig, wie das regelmässige Absaugen der Matratze mit einem hochwertigen und gut filtrierten Staubsauger. Nicht zuletzt sorgt eine kühle, frische und angenehme Raumluft in Ihrem Schlafzimmer dafür, dass Sie nicht nur gut erholt wach werden, sondern auch gesund bleiben.

 

Titelbild: WHYFRAME – shutterstock.com

Über Marta Fischer

Marta Fischer ist leidenschaftliche Autorin mit einem ausgeprägten Harmoniebedürfnis.
Schreiben empfindet sie als Lebenselixir und möchte damit möglichst viele Menschen erreichen.


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