Das eigene Reich ganz oben – Jugendzimmer unterm Dach

19.06.2014 |  Von  |  Kinderzimmer
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Das eigene Reich ganz oben – Jugendzimmer unterm Dach
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Der Blick über die Stadt, die Lage abseits des häuslichen Trubels – ein Zimmer im Dachgeschoss hat seinen besonderen Reiz. Das wissen auch Jugendliche zu schätzen und ziehen im elterlichen Haus gern in ihr eigenes Reich unters Dach.

Wenn das Kind langsam zum jungen Mann oder zur jungen Dame heranwächst und sich der Umzug in das bislang möglicherweise noch ungenutzte Dachgeschoss anbietet, wollen eigene Gestaltungsideen ausgelebt werden. So ist es wichtig, die Jugendlichen bei der Einrichtung ihres Zimmers mitgestalten zu lassen. Oft haben sie diesbezüglich ihren ganz persönlichen Geschmack und wollen den Wohnstil ihrer Eltern auf keinen Fall kopieren.

„Aus Kindern werden Leute“ – das spiegelt sich letztlich auch in der Gestaltung des neuen Reiches „ganz oben“ wider: Vorbei die Zeit, als ihr Zimmer hauptsächlich Spielplatz war. Puppenküche und Autorennbahn haben ausgedient. Die neuen Begleiter heissen Schminktisch, Computerarbeitsplatz oder Stereoanlage. Für all diese Dinge braucht es Platz unterm Dach.




So wird der Schreibtisch wegen der Lichtverhältnisse vorzugsweise in Fensternähe positioniert oder findet seinen Standort unter der Dachschräge. Der Vorteil hier: Auch bei weniger tiefer Arbeitsplatte haben Computer, Drucker und die Beine des Jugendlichen darunter ausreichend Platz.




Auch das Bett findet im Dachgeschoss zumeist seinen Ort unter einer der Schrägen, denn der darüberliegende Bereich kann ohnehin nicht genutzt werden. Gerne wird auf Kombilösungen mit ausziehbarer Liegefläche zurückgegriffen. So lassen sich Sitzen und Schlafen gut vereinen.

Treffpunkt für Freunde

Da ein Jugendzimmer nicht nur ein Raum zum Schlafen und Lernen ist, sondern zumeist auch Treffpunkt für Freunde, ist oft eine gemütliche Sofaecke mit einem flachen Couchtisch sehr gefragt. Hinsichtlich der Auswahl von Form, Material und Farbe sollte dem zukünftigen Zimmerbewohner ein grosszügiges Mitspracherecht eingeräumt werden.

Für viele Jugendliche ist es ferner wichtig, ihren Freunden eine weitere Schlafmöglichkeit bieten zu können. Hierfür reicht möglicherweise schon eine Matratze in einer Zimmerecke. Mit ein paar hübschen Kissen und der Stereoanlage in greifbarer Nähe wird dieser Bereich vielleicht auch für den Zimmerbewohner selbst zum Lieblingsplatz – zum Musikhören, Lesen und Chillen.

Für Socken, Wäsche und anderen Kleinkram beschafft man ein hübsches Sideboard oder ein modernes, halbhohes Schränkchen. Ein Hocker mit Stauraum lässt kleine Mengen Schmutzwäsche rasch verschwinden und bietet darüber hinaus eine zusätzliche Sitzgelegenheit.




Als Schminktisch für die grosse Tochter lassen sich herkömmliche, im Handel erhältliche Modelle verwenden. Noch mehr Freude macht es allerdings, beim gemeinsamen Gang über den Trödelmarkt nach einem antiken Stück Ausschau zu halten. Mit einem kräftigen Farbton passend zur übrigen Einrichtung lackiert, fügt sich das frisch aufgemöbelte Stück stilvoll in das Gesamtensemble ein.






Helle Farben unterstreichen den Lichteinfall. (Bild: Toncsi / Shutterstock.com)

Helle Farben unterstreichen den Lichteinfall. (Bild: Toncsi / Shutterstock.com)

Helle Farben unterstreichen den Lichteinfall




Wie überall im Wohnbereich stellt sich auch im Jugendzimmer unter dem Dach die Frage nach den Wandfarben. Hier bewährt sich in vielen Fällen ein Anstrich der Dachschrägen mit ganz hellen und freundlichen Farben. Auf diese Weise gelingt es, den Lichteinfall zu unterstreichen. Als Kontrast bekommt der Sockel unter der Schräge eine etwas kräftigere Farbe.

Setzt man dezent moderne Mustertapeten ein, kann das dem Raum einen ganz besonderen Ausdruck geben. So lässt sich dadurch beispielsweise ein bestimmter Bereich wie die Kuschelecke, der Computerarbeitsplatz oder eine Sitzecke optisch sehr eindrucksvoll abgrenzen. Typischerweise reicht die Farbpalette für Mädchen(t)räume von dezentem Rosa über Orange und sämtliche Rottöne bis hin zum Violett. Junge Burschen hingegen bevorzugen eher Blau, Braun und Schwarz. Aber auch Grün darf dabei sein. Diese Farben finden sich in unterschiedlichen Tönen nicht nur an den Wänden und in den Teppichen, sondern auch an Möbeln, Vorhängen und anderen Dekoelementen.

Auch die Wahl der Deckenbeleuchtung und anderer Beleuchtungskörper will bedacht sein. Hier gibt es verschiedene Modelle passend zur Einrichtung. Zu beachten ist, welchen Zweck die Leuchte letztlich erfüllen soll. Form und Farbe bestimmen, ob sie den Raum hell ausleuchtet oder eher ein diffuses, aber gemütliches Licht gibt. Manche Teenies haben grosse Freude daran, hier kreativ zu werden und einfarbige Lampenschirme mit Farbe oder Dekoteilen zu verzieren und so an die Einrichtung anzupassen. Und Lichterketten schaffen eine heimelige Atmosphäre und sind schnell angebracht.

Echte Hingucker

Echte Hingucker sind grosse Wandsticker – für „sie“ möglicherweise in Form von Schmetterlingen, Sternchen oder floralen Mustern. Für „ihn“ darf es vielleicht ein Auto-, Gitarren- oder Fussballmotiv sein. Aber auch Poster sind bei jungen Leuten nach wie vor gefragt.

Ebenfalls sehr beliebt ist eine Metallstange, die knapp unterhalb der Dachschräge waagerecht angebracht wird und als Aufbewahrungsort für Taschen oder Schuhe dient, die einfach angehängt werden. Auch Tücher und Kettchen sind hier dekorativ platziert. Wandhaken schliesslich sorgen für Ordnung. So sind Boxhandschuhe, Gitarre oder Motorradhelm nach der Benutzung rasch aufgeräumt.

Werden dann noch trendige Rollos oder farblich passende Plissees an den Fenstern angebracht, ist das moderne Jugendzimmer unterm Dach so gut wie fertig eingerichtet und wartet darauf, Sohn oder Tochter für die kommenden Jahre aufzunehmen.

 

Oberstes Bild: © Photographee.eu – Shutterstock.com

Über Christian Schreiber

Christian Schreiber ist seit mehr als 15 Jahren als Autor tätig und hat bereits für Verlage wie Rowohlt, die Verlagsgruppe Random House (Bertelsmann) sowie verschiedene Zeitungen gearbeitet.
Neben der Erstellung vielfältiger Sachtexte zu den unterschiedlichsten Themenfeldern befasst er sich insbesondere mit Rechts- und Finanzangelegenheiten und gibt Wohn- und Einrichtungstipps.


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