Den wunderschönen Herbst mit bunten Farben begrüssen: So klappt es

06.09.2018 |  Von  |  Garten, News
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Den wunderschönen Herbst mit bunten Farben begrüssen: So klappt es
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Ist das Herbstlaub gefallen, wirken farbenfrohe Pflanzenarrangements rund ums Haus noch schöner. Stimmungsvoll geschmückte Balkone, Terrassen und Hauseingänge lassen die eigentliche Jahreszeit fast vergessen.

Ein herbstliches Pflanzenarrangement zusammenzustellen ist gar nicht schwierig.

Das Wichtigste vorweg: Um eine Schale mit Ziergräsern, Purpurglöckchen, Efeu, Günsel und Mauerpfeffer zu arrangieren, muss man kein ausgebildeter Gärtner sein. Die im Fachhandel angebotenen Pflanzen sind so pflegeleicht und kälteresistent − und so strahlend schön in ihren feurigen Farben −, dass sich auch Neulinge in verschiedenen Gestaltungen üben können. Dennoch gibt es ein paar Orientierungspunkte, die bei der Pflanzenauswahl und Zusammenstellung helfen.

Mit kräftigen Farben gegen Grau

Wenn es draussen trüb und dunkel wird, lohnt es sich umso mehr, mit kräftigen Farben dagegenzuhalten. Klassische Herbstzauber−Kombinationen in warmen Brauntönen oder Arrangements aus Lila, Rosa und Grün lassen regenfeuchte Fenstersimse und öde Hauseingänge in bunten Tönen leuchten. Dazu bieten Gärtnereien und Gartencenter ein beeindruckendes Sortiment an geeigneten Pflanzen, in dem sich Farbhungrige nach Lust und Laune austoben können.

Chrysanthemen, Wolfsmilch, immergrüne Skimmien, Purpurglöckchen und Mauerpfeffer gehören zu den Herbstklassikern. Während die letzteren vor allem durch ihr markantes Laub und die aparte Gestalt begeistern, bewahren sich die Chrysanthemen bis spät in den Herbst hinein ihrer herrlichen Blüten.

Eleganz mit dem gewissen Etwas

Ähnlich graziös sind die Vertreter des Purpurglöckchens. Trendbewusste Gestalter kombinieren das hellgrüne oder lila geaderte Laub ihrer Zuchtformen mit Zierkohl, kleinblättrigem Efeu und Stiefmütterchen. Ton−in−Ton−Kombinationen aus Pflanzgefäss und Schmuckstauden wirken

besonders stimmungsvoll. Der Jahreszeit angepasst sind herbstliche Arrangements aus Braun, Grün und Lila, für Lichtinseln bis tief in die Dämmerung sorgen Weiss, Gelb, Silber und Grau. Hier zeigt sich ein weiterer Kniff beim herbstlichen Dekorieren. Oft ist es die Kombination aus verschiedenen Dimensionen, seien es Wuchshöhe oder Blattgrösse, die Rhythmik und Dynamik verleiht.
Unerlässlich dabei sind die Ziergräser. Eleganter als mit den überhängenden Wedeln der Segge, dem Reitgras, dem sanft wippenden Lampenputzergras oder dem Japanischen Blutgras lässt sich der Herbst kaum begrüssen.

Glöckchenwunder, die dem Winter trotzen

Sobald die Nächte frostig werden, ist es mit dem frühherbstlichen Blütenzauber jedoch langsam vorbei. Dann schlägt die Stunde der Heidegewächse und Immergrünen. Heidepflanzen sind mit Tausenden von kleinen Glöckchen besetzte Blütenwunder. Ihre Hochblüte ist von September bis Dezember. Den Start in den Heide−Reigen macht die Besenheide (Calluna). Die Knospenblüher, bekannt unter dem Begriff GardenGirls®, sind derzeit besonders beliebt. Ihre farbigen Kelchblätter, die sich nicht öffnen, sind sehr widerstandsfähig gegen widrige Witterungseinflüsse. Artig trotzen sie Regen, Nebel und selbst Nachtfrost bis in den Winter hinein. Als Kombinationspartner bieten sich besonders Purpurglöckchen (Heuchera) an. Es gibt sie inzwischen in allen möglichen Farbnuancen. Darum sind sie, neben Efeu, nicht nur im Herbstsortiment die Blattzierpflanzen schlechthin. Auch Gräser sowie Beeren und Zapfen aller Art sind hübsch zum Kombinieren und bleiben meist bis zum Winterende attraktiv.


Herbstarrangement mit Knospenblüher−Heide (Calluna), einer Zyklame und dem Pfeilblättrigem Efeu (Hedera helix ‘Sagittifolia‘)


Herbstzaubereien mit einer grossen Skimmie, Zierpfeffer (Capsicum), Purpurglöckchen in zwei Farben, einem lilafarbenen Garden Mum, Calluna vulgaris (Knospenblüher) und der Narrenkappe Orostachis (im Vordergrund).


Zierpfeffer (Capsicum) gibt es in verschiedenen Farben und Formen. Er lässt sich wunderbar mit Blattschmuckstauden kombinieren.


Die Scheinbeere (Gaultheria procumbens) passt unverschämt gut zum dunklem Schlangenbart (Ophiopogon).


Herbstzaubereien mit einer grossen Skimmie, Zierpfeffer (Capsicum), Purpurglöckchen in zwei Farben, einem lilafarbenen Garden Mum, Calluna vulgaris (Knospenblüher) und der Narrenkappe Orostachis (im Vordergrund).


Wenn die ersten Frostnächte da sind, schlägt die Stunde der Knospenblüher−Heide (Calluna). Zierkürbisse, Herbstblätter und Kastanien runden die Szenerie wirkungsvoll ab.


Pflanz- und Pflegetipps

Einmal ins Gefäss oder die Rabatte gesetzt, werden die Pflanzen im Herbst kaum noch an Grösse zulegen. Für ein harmonisches Gesamtbild pflanzt man sie daher möglichst nahe beieinander. Was die Pflege anbelangt, ist kaum Aufwand zu betreiben. Sie gedeihen in Sonne wie Schatten und sind auch beim Substrat anspruchslos. Werden sie früh im Herbst gepflanzt, haben sie reichlich Zeit, vor Beginn der kalten Nächte ins Substrat einzuwurzeln. Pflanzen, die in Töpfen wachsen, müssen gegossen werden − das ist gerade an frostfreien Wintertagen wichtig. Die Fingerprobe hilft dabei zu entscheiden, ob und wieviel Wasser vonnöten ist. Dünger ist im Herbst und Winter nicht erforderlich. Das bietet umso mehr Zeit, mit einem heissen Tee in der Hand die charmanten Herbstzauber−Pflanzen vom Sofa aus zu betrachten.

 

Quelle: JardinSuisse
Bilderquelle: JardinSuisse / Picturegarden / Rohner

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