Die Zimmerdecke zur Geltung bringen – mit Stuck oder einer Bordüre

30.10.2014 |  Von  |  Allgemein
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Die Zimmerdecke zur Geltung bringen – mit Stuck oder einer Bordüre
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Der Zimmerdecke wird im Allgemeinen nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Zumeist ist sie weiss gestrichen, und wenn sich keine unschönen Öffnungen zwischen den einzelnen Tapetenbahnen bilden, richtet sich kaum ein Blick nach oben.

Dabei kann die Decke viel mehr als nur das schützende Element über dem Kopf sein. Mit ein paar einfachen Hilfsmitteln kann ihre Optik deutlich aufgewertet werden. Beispielsweise mit Stuckelementen oder einer schönen Bordüre kann auch sie zum Charakter eines Zimmers beitragen.

Die Decke mit Stuck verzieren

Stuck war vor allem in der Zeit des Barocks beliebt und ist heutzutage fast nur noch in Altbauwohnungen zu finden. Wer über einen einigermassen hohen Raum verfügt, kann jedoch auch seine Zimmerdecke mit Stuck relativ einfach verzieren. Stuckelemente aus Gips lassen sich in vielen Variationen in Baumärkten finden; ansonsten sind auch im Internet einige Händler aktiv, von denen diese Elemente erworben werden können.

Den Stuck unter die Decke bringen

Bevor die Gipsornamente direkt unterhalb der Decke angebracht werden, muss der Untergrund an dieser Stelle komplett frei von Tapeten- und Farbresten sein. Am besten eignen sich glatt verputzte Decken und Wände. Alternativ tut es auch eine Platte aus Gipsfaser sehr gut. Dann sollte noch überprüft werden, ob der Putz ausreichend stabil ist, denn die einzelnen Stuckteile besitzen ein beträchtliches Gewicht. Der Putz darf auf keinen Fall bröckeln.

Angebracht werden die verschiedenen Stuckelemente mit einem speziellen Kleber, den es auch genau dort zu erwerben gibt, wo der Stuck gekauft wird. Zunächst wird das Stuckelement mit dem Kleber bestrichen, dann kann ruhig auch etwas von ihm auf die Stelle gegeben werden, wo der Stuck angebracht werden soll. Nun muss der Stuck an seinen Bestimmungsort positioniert und auch ein paar Minuten lang festgedrückt werden.




Der Besen als Hilfsmittel




Ein guter Tipp ist, von unten mit einem in ein Tuch eingewickelten Besen dagegenzudrücken. Damit dies gelingt, ist aber in jedem Fall ein zweiter Helfer notwendig. Bei schwereren Elementen können auch Nägel eingeschlagen werden, die, wenn der Kleber trocken ist, wieder aus dem Gips geholt werden. Die kleinen Löchlein müssen dann allerdings wieder mit Gipsmasse zugeschmiert werden. Wenn der Rest der Decke und die Wände tapeziert worden sind, dann können die Ornamente zusammen mit den Tapeten einfach mit normaler Wandfarbe gestrichen werden.

Wem das Anbringen des Stucks zu aufwendig ist, oder wer körperlich nicht in der Lage ist, viele Stunden unter hoher Anstrengung zu arbeiten, der kann die Arbeit auch von einem Profi erledigen lassen. Normalerweise bringt fast jeder Maler und Tapezierer auch Stuckdecken an. Kombinieren lässt sich die Stuckdecke zu vielen Einrichtungslooks, aber sehr gut macht sie sich vor allem mit dem klassischen oder dem romantischen Einrichtungsstil.

Stuckornamente oder Bordüren können eine Zimmerdecke aufwerten. (Bild: Gubgib / Shutterstock.com)

Stuckornamente oder Bordüren können eine Zimmerdecke aufwerten. (Bild: Gubgib / Shutterstock.com)





Die Wirkung von Stuck

Sind die Gipsornamente an der Decke angebracht, dann wirken selbst kleinere Zimmer vielfach deutlich grösser. Wer einen wirklichen Hingucker schaffen möchte, streicht die Stuckelemente in einer anderen Farbe als die Decke und die Wände. Um sich viel anstrengende Arbeit zu sparen, sollte das Anstreichen in jedem Fall vor dem Kleben erfolgen. Statt eines Pinsels könnte hierfür auch ein modernes Farbsprühsystem verwendet werden. Schön zur Geltung kann eine Stuckdecke mit einem Deckenfluter gebracht werden.

Die Deckenbordüre

Etwas einfacher als das Anbringen von Stuck ist das Ankleben einer Deckenbordüre. Auch diese kann im Baumarkt gekauft oder über das Internet bestellt werden. Bordüren gibt es in grosser Auswahl mit verschiedenen Mustern oder auch Tiermotiven, Wahrzeichen wie dem Pariser Eiffelturm und Actionhelden aus den neuesten Hollywood-Filmen. Die meisten Bordüren sind selbstklebend. Bevor sie angebracht werden, muss nur die Schutzschicht entfernt und dann muss das Ganze kräftig an die Wand gedrückt werden.

Bordüren werden nicht nur direkt unterhalb oder an den Eckseiten von Decken angeklebt, sondern können bei Wänden auch auf halber Höhe angebracht werden. Auch dies ist immer ein schöner Effekt. Genau wie Stuckornamente lassen Bordüren an der Decke einen Raum sehr häufig viel grösser wirken.

Einsatzgebiete von Stuck und Bordüre




Stuckornamente oder Bordüren machen sich sehr gut im Wohnzimmer, in Ess- oder Schlafzimmern. Auch Flure, Gästezimmer und Küchen können mit ihnen verziert werden. Wer einen Salon, eine Bar oder eine Bibliothek besitzt, kann auch dort die Decken aufpeppen. Das Anbringen von Bordüren ist sehr häufig auch in Kinderzimmern beliebt, wenn die Bordüren kindgerecht gestaltet sind.




Das Ausstatten eines Raumes mit einer Bordüre kostet in den seltensten Fällen mehr als 100 Franken. Die Stuckelemente, wobei zwischen Geraden und Eckverbindungen unterschieden wird, sind da schon deutlich teurer. Bei kleineren Projekten muss mit ein paar Hundert Franken gerechnet werden, ist der Umfang des Raumes etwas grösser, liegen die Kosten nicht selten bei 1000 und mehr Franken.

 

Oberstes Bild: © uremar – Shutterstock.com


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